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Gewerbegebiet "Lindenbäumchen": Neue Firmen kommen

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Startschuss zur Vermarktung von „Lindenbäumchen II“ (von links): Verena Margraf, Steffen Schomburg, Gerhard Schultheiß (alle Stadt Nidderau), Mark Glock, Ralph Ziegler (dinotec), Elisabeth Lorenz und Markus Breuer (beide DIBAG). Foto: Seifert
Startschuss zur Vermarktung von „Lindenbäumchen II“ (von links): Verena Margraf, Steffen Schomburg, Gerhard Schultheiß (alle Stadt Nidderau), Mark Glock, Ralph Ziegler (dinotec), Elisabeth Lorenz und Markus Breuer (beide DIBAG). Foto: Seifert

Nidderau. Es tut sich was im Gewerbegebiet „Lindenbäumchen“ in Heldenbergen: Zum Auftakt einer zweiten Vermarktungsoffensive hat der Grundstückseigentümer DIBAG Industriebau AG jetzt zwei Flächen veräußert.

Von Thomas Seifert

In der 80er und 90er Jahren wurde von der Stadt das Gewerbegebiet „Lindenbäumchen“ in zwei Abschnitten entwickelt, rekapitulierte Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD). Diverse Firmen siedelten sich an, die Stadt verkaufte dann bis 1996 rund 135 000 Quadratmeter an die DIBAG. Lief die Vermarktung eher mäßig an, habe sie nun – auch wegen der Fertigstellung der Umgehungsstraße B 251/45 – an Fahrt aufgenommen, stellte der Rathauschef fest.Bis 2016 sei der erste Abschnitt mit einer Größe von 55 000 Quadratmeter an 23 Erwerber veräußert worden, fügte Elisabeth Lorenz, für die DIBAG im Verkauf tätig, hinzu. Nun würde der zweite Abschnitt mit knapp 78 000 Quadratmetern in Angriff genommen, wobei die ersten beiden Kaufverträge bereits unter Dach und Fach seien, bestätigte auch Schultheiß."Die Konjunktur ist gut" Die DIBAG, betonte Regionalleiter West, Marcus Breuer, sei optimistisch, die Flächen zügig vermarkten zu können, was bei der Stadt natürlich gut ankommt. „Die Konjunktur ist gut, die Gewerbesteuer in Nidderau günstig, der Arbeitsmarkt ist in Nidderau für Firmen, die sich ansiedeln wollen, besser als in Frankfurt und die Grundstückpreise bewegen sich auf einem konkurrenzfähigen Niveau. Sie liegen inklusive Erschließungskosten zwischen 70 und 95 Euro“, rechnete Breuer vor.Deshalb konnten bei dem Gespräch auch zwei Firmenchefs vorgestellt werden, die als erste Grundstücke an der Philipp-Reis beziehungsweise Liebigstraße erworben haben. Mark Glock betreibt ein Abbruch- und Erdbauunternehmen in Ostheim und beschäftigt fünf Mitarbeiter.Lagerplatz für Material Er hat 2225 Quadratmeter gekauft, um darauf einen Lagerplatz für Material und einen Abstellplatz für Fahrzeuge und Maschinen zu schaffen. „Pläne gibt es noch keine, wir stehen gerade am Anfang der Überlegungen, wie wir den Platz gestalten“, stellt der Unternehmer fest. Aber es würde in diesem Jahr noch mit den Arbeiten begonnen.Gleich einen ganzen Betrieb mit 43 Mitarbeitern will Ralph Ziegler, Geschäftsführender Gesellschafter und Managing Partner der Firma dinotec Water und Pool Technology, derzeit noch in Maintal-Bischofsheim ansässig, nach Nidderau-Heldenbergen umsiedeln.

Umzug Ende des Jahres„Wir wollen zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar mit Forschung, Produktion, Lager, Vertrieb und Verwaltung den Umzug über die Bühne bringen, denn das ist unsere ruhigste Zeit, danach läuft das Geschäft bereits wieder an“, so der Mitinhaber.Man habe sich auch an anderen Standorten wie Erlensee oder Bruchköbel umgesehen, die Lage direkt an der B 251/45 mit einer schnellen Erreichbarkeit der A 66 habe schließlich den Ausschlag für die Entscheidung für das „Lindenbäumchen“ gegeben.dinotec ist in 60 Ländern tätig Ziegler lobte aber auch die gute Beratung durch die Stadt in Person von Verena Margraf, für Stadtmarketing zuständig, und Steffen Schomburg, den Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauwesen. dinotec ist weltweit in 60 Ländern tätig im Geschäftsfeld Mess- und Regelanlagen für den Schwimmbadbetrieb und die Trinkwasseraufbereitung.Neben eigenen Produkten hält die Firma sämtliche Betriebsmittel und Gerätschaften sowohl für öffentlichen als auch privaten Betrieb von Schwimmbädern bereit. „Wir bieten Komplettpakete mit Steuerungstechnik, Fernbedienung und -wartung, Dosiertechnik, Elektrolysetechnik und Chlordioxid-, Ozon- und UV-Technik, Filtertechnik, Schwimmbadreiniger sowie Wasserpflege, Desinfektion und Reinigung an“, beschreibt Ralph Ziegler das Portfolio der Firma."Lindenbäumchen" ausgereiztDa am Standort Maintal die Expansionsmöglichkeiten erschöpft waren, will dinotec auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück an der Phillip-Reis-Straße ein Gebäude mit 1600 Quadratmetern Nutzfläche errichten, das Mitte Dezember fertig sein soll. „Dazu brauchen wir die Hilfe der Stadt“, die Bürgermeister Schultheiß zusagte.Die Erweiterung des Gewerbegebiets ist nach der Fertigstellung der Umgehungsstraße möglich geworden, weil der Abstand zu bestehenden Grundstücken die Ausweisung eines weiteren Areals erlaubt habe. Damit sei das „Lindenbäumchen“ aber ausgereizt, betonte Schultheiß.Zukunftsmusik sei noch die Ausweisung von weiteren 15 Hektar Gewerbegebiet im Anschluss an der Sportplatz von Victoria Heldenbergen an der alten Straße Richtung Eichen. Hier habe man noch eine Fläche in der Hinterhand.

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