+
Die alte Werkhalle der Firma Dillmann wird in den nächsten Tagen samt dem nicht mehr benötigten Trafohäuschen (vorne rechts) abgerissen und macht Platz für das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Eichen.

Baustart für Gerätehaus rückt näher: Arbeiten am Neubau für die Feuerwehr Eichen sollen im Herbst beginnen

  • schließen

Durch den Beginn der Abrissarbeiten an der alten Werkhalle der Firma Dillmann rückt der Baustart des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Eichen an der Straße Im Wiesengrund in Sichtweite.

Die Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt des Regierungspräsidiums Darmstadt (RPAU) hatte einen positiven Bescheid gegeben. „Wir wollen noch im Herbst mit den Arbeiten beginnen“, stellt Bürgermeister Gerhard Schultheiß in Aussicht. Mit einer Fertigstellung rechnet der Rathauschef dann in ein bis eineinhalb Jahren.

Ortsmitte kein geeigneter Standort

Damit geht eine gut zehnjährige Suche nach einem geeigneten Standort für das inzwischen viel zu kleine Gerätehaus in der Ortsmitte zu Ende. War eine Zeit lang ein Areal jenseits der B 521 im Gespräch, änderten sich die Pläne, als die Firma Dillmann die Bereitschaft zeigte, den Standort Eichen aufzugeben und das Lager samt Verwaltung an den Stammsitz Ostheim zurückzuverlegen.

Doch zunächst wollte die Stadt die alte Werkhalle zum neuen Feuerwehrgerätehaus umbauen lassen, fertige Pläne wurden der Öffentlichkeit bereits vorgestellt. Im November 2018 folgte dann eine weitere Variante, denn die Firma Jung und Schmitt aus Schöneck, die 2012 eine große Halle in unmittelbarer Nachbarschaft des ehemaligen

Dillmanngeländes gekauft hatte, benötigte diese nicht mehr und stellte in Aussicht, dieses Areal zu räumen. Da dadurch ein Trafohäuschen, das für den Betrieb der Halle von Jung und Schmitt unabdingbar war, wegfallen konnte, stellte die Verwaltung einen abgeänderten Entwurf vor, der mit der Wehr abgesprochen war und ein Gerätehaus mit einer Grundfläche von knapp 500 Quadratmeter beinhaltete.

Tod der Architektin wirft Planungen durcheinander

Ins Stocken kam die Planung allerdings durch den plötzlichen Tod der Architektin und die dadurch notwendige Neuvergabe an das Büro Gierhardt in Nidda, Spezialisten für den Bau von Feuerwehrgerätehäusern. Weitere Stolpersteine waren nun noch die umwelttechnischen Erkundungen des Bauuntergrunds, die das Büro Dr. Hug Geoconsult vor kurzem abschloss und zu einem für die zuständige Behörde befriedigendem Ergebnis kam.

„Das RPAU hat aus altlastenspezifischer Sicht nunmehr die endgültige Freigabe für die Rück- und Neubauarbeiten erteilt“, verkündet Bürgermeister Gerhard Schultheiß, „die Messergebnisse für die Verdachtsflächen bewegen sich in einem Bereich, der die Umsetzung der Arbeiten ohne nennenswerte Einschränkungen erlaubt.“

Kurz vor dem Abriss: Anstelle dieser nicht mehr benötigten Lagerhallen der Firma Jung und Schmitt aus Schöneck soll an der Straße „Am Junkernwald“ bald der „Wohnpark an der Nidder II“ entstehen.

Allerdings stehe noch die Sanierung eines Mineralölschadens mit fachgutachterlicher Begleitung durch ein umwelttechnisches Ingenieurbüro im Auftrag der Firma Dillmann aus, aber auch hier liege ein entsprechender Sanierungsbescheid des RPAU vor.

Rund 6000 Quadratmeter große Fläche

Die Fläche der Stadt zusammen mit der des Privateigentümers Jung und Schmitt beträgt rund 6000 Quadratmeter. „Hier haben in den vergangenen Wochen und Tagen gute Gespräche mit interessierten Bauträgern stattgefunden. Im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags, der vom Parlament gebilligt werden muss, soll dann dieses Areal als Bauland ausgewiesen werden. Die Kreisbauaufsicht befasst sich derzeit mit dem Vorschlag zur baulichen Gestaltung 'Wohnpark an der Nidder II', der ebenfalls in den städtischen Gremien behandelt werden soll“, so Schultheiß.

Die Stadt schaffe damit weiteren Wohnraum in der stark nachgefragten Rhein-Main-Region, so der Rathauschef unter Verweis auf die nachdrücklichen Erklärungen des Landes und vieler Organisationen, Bauland zur Verfügung zu stellen. Auch das Problem einer möglichen Lärmbelästigung der Anwohner habe gelöst werden können, indem das künftige Gerätehaus gedreht werden und die Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge nun in Richtung Nidderauen auf die Straße Im Wiesengrund erfolgen soll.

Das könnte Sie auch interessieren