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Erster Spatenstich für Freizeitareal in Nidderau

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Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauwesen Steffen Schomburg erläutert einer Anwohnerin und Ortsbeirat Heinz Homeyer den Plan für das Freizeitgelände.  Foto: Seifert
Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauwesen Steffen Schomburg erläutert einer Anwohnerin und Ortsbeirat Heinz Homeyer den Plan für das Freizeitgelände. Foto: Seifert

Nidderau. Auftakt nach Maß in der Neuen Mitte: Dort fand am Freitag der erste Spatenstich für das Freizeitareal statt.

Von Thomas Seifert

Auf dem rund 35 000 Quadratmeter großen Areal zwischen der Umgehungsstraße B45/521, der Einmündung in das Baugebiet, der Wohnbebauung und der Bahnstrecke der Niddertalbahn soll bis zum Frühherbst ein Freizeitareal für Jung und Alt entstehen. Das Planungsbüro Kirschenlohr hat dort einen Bolzplatz, ein Basketballfeld, ein Federballfeld, eine Bocciabahn, eine Tischtennisplatte und Spielbereiche für Kleinkinder mit Nestschaukel, Wipptieren und Spielhaus vorgesehen.Weiterhin gibt es Spielgeräte für ältere Kinder wie Doppelschaukel, Seilparcours, Dreh-Seilkarussell und – auf Anregung von Anwohnern – ein Rollstuhlkarussell, das auch Behinderte benutzen können. Richtung Bahnlinie und Umgehungsstraße wird das Areal eingezäunt, damit Kinder nicht in Gefahr kommen, fügte Steffen Schomburg, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauwesen hinzu.„Bereits vor über einem Jahr wurden die Anwohner des vierten Bauabschnitts Allee-Süd über die Entwürfe des Planungsbüros informiert“, betonte Bürgermeister Gerhard Schultheiß, der hinzufügte, dass das Areal für alle Nidderauer Bürger als Naherholungs- und Spielgebiet gedacht ist

Kosten durch Grundstücksverkäufe gedeckt

Die Baukosten bezifferte er inklusive der Ausgaben für archäologische Untersuchungen (40 000 Euro) auf rund 900000 Euro. Diese Summe sei komplett über den Verkauf von Grundstücken im Gebiet Allee-Süd IV und die Veräußerung von weiteren sechs Baugrundstücken finanziert, weil der jetzige Bolzplatz aus dem Wohngebiet in das Freizeitareal verlegt werde. „Allein hier erlösen wir 700 000 Euro und obwohl noch keine offizielle Ausschreibung des Verkaufs erfolgt ist, gibt es bereits eine Warteliste“, so der Bürgermeister, der hinzufügte, das Freizeitareal sei „keineswegs ein Prestigeprojekt ist, wie bereits schon wieder mehrfach kolportiert“, sondern erhöhe die Attraktivität der Neuen Mitte.Zwischen September und November waren Archäologen unter der Leitung von Dr. Heike Lasch auf dem Gelände aktiv. Ihre Ausbeute konnte sich sehen lassen, elf Funde wurden sichergestellt, darunter ein eisenzeitliches Grab, das zwei Schalen, diverse Töpfe, drei Kegelhalsgefäße und einen Erdblock, in dem vermutlich ein Schwert steckt, freigab. Spektakulärer aber noch war der Fund einer gepflasterten Wegekreuzung, die auf das 18. Jahrhundert datiert wurde. Hinter diesem „Straßenbauwerk“ vermuten Historiker die ehemalige Wegeverbindung von Hanau über Windecken und Heldenbergen nach Friedberg. Dieses Artefakt wird entsprechend eingefasst und bleibt als archäologisches Bodendenkmal sicht- und begehbar.

Kinder müssen an die frische Luft

Die Ausführung wurde im Oktober in der Stadtverordnetenversammlung per beschränkter Ausschreibung an die in Ostheim ansässige Firma Dillmann vergeben. Firmenchef Markus Dillmann rechnet damit, dass im Frühherbst die Anlage fertig sein wird, Landschaftsarchitekt Harald Kirschenlohr stimmte dieser Einschätzung bei.Ortsbeirat Heinz Homeyer (SPD) wies darauf hin, dass Nidder‧au eine junge Stadt mit vielen Kindern sei: „Die müssen an die frische Luft, zumal gemeinsames Spielen auch das soziale Verhalten positiv beeinflusst. Deshalb hat der Ortsbeirat Windecken dem Projekt einstimmig grünes Licht gegeben, dieses Angebot ist für das Baugebiet und die Stadt wichtig.“ Neben einigen Anwohnern waren auch die ehemaligen Eigentümer des Areals, die Familie Dahl gekommen. Launig meinte Senior Dahl: „Die neue Dreifelderwirtschaft lautet: Zuckerrüben, Weizen, Bauland“.

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