Trotz Einigkeit in der Sache gibt es beim Thema Hortbetreuung Diskussionen unter den Fraktionen. (Symbolfoto: Pixabay)

Nidderau

Betreuungsausbau: Fraktionen streiten um Ursprung für Initiative

Nidderau. In der Sache sind sich alle einig: Für die Kinder an den Grundschulen Kurt Schumacher in Windecken und Albert Schweitzer in Heldenbergen sollen im kommenden Schuljahr genügend Hortplätze vorhanden sein. Dennoch gab es am Freitagabend Streit im Parlament.

Von Jan-Otto Weber

Auslöser war ein gemeinsamer Antrag von SPD und Grünen, der Magistrat möge bauliche Maßnahmen in die Wege leiten, um Räume für die Betreuungsvereine zu schaffen. Ferner solle die Stadt Mittel für zusätzliches Betreuungspersonal zur Verfügung stellen, zugleich aber mit potenziellen Trägern über die Finanzierung verhandeln. Die Mittel für die Gebäude könnten zu großen Teilen aus den Einsparungen beim Ausbau der Konrad-Adenauer-Allee aufgebracht werden.

Die FWG-Abgeordnete zeigte sich verwundert, da es bereits einen ähnlichen Beschluss vom September 2017 gebe. Zudem verlangte sie, den Main-Kinzig-Kreis indie Finanzierung einzubinden. CDU-Vertreter Erich Lauer zeigte sich erfreut über den Antrag, bat jedoch SPD und Grüne, die CDU nicht als „Ideengeber“ und „Souffleuse“ zu benutzen. Immerhin sei er es gewesen, der das Thema als Ortsbeiratsvorsteher von Heldenbergen erst so richtig ins Rollen gebracht habe, nachdem besorgte Eltern auf ihn zugekommen waren.

Huhn oder Ei?Lauer hatte sich dafür im vergangenen Sommer sogar eine scharfe Zurechtweisung des Bürgermeisters eingehandelt, da er auf eigene Faust das Gespräch mit den zuständigen Stellen beim Kreis und in der Schule gesucht hatte. Rembert Hunecke und Andreas Bär (beide SPD) verwiesen ihrerseits auf ältereInitiativen. Die Hortbetreuung sei keine Erfindung der CDU.

Der zuständige Dezernent Rainer Vogel (Grüne) berichtete, dass die entsprechenden Gebäude bereits in der Planung seien. Der Bedarf an Plätzen sei gerade erst noch einmal erhöht worden. Die Stadt müsse jetzt tätig werden, da die Schulen noch „drei bis vier Jahre“ bräuchten, um den Weg zur Ganztagsschule zu beschreiten.

Stadtverordnetenvorsteher Gunther Reibert (SPD) beendete schließlich die Diskussion um „Huhn oder Ei“. „Es ist unschädlich, wenn wir diesen Antrag jetzt so noch einmal im Sinne der Kinder zur Bekräftigung beschließen.“ Dem folgten die Stadtverordneten einstimmig.

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