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Zweite Tür für Ravolzhäuser Kirche

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Von: Holger Weber-Stoppacher

Die Steine sollen raus: Für die neue Kirchentür wollen Gerhard Bänsch (links) und Claus Diegel sowie der Förderverein der Ravolzhäuser Kirche wieder Geld zusammentragen.
Die Steine sollen raus: Für die neue Kirchentür wollen Gerhard Bänsch (links) und Claus Diegel sowie der Förderverein der Ravolzhäuser Kirche wieder Geld zusammentragen. © Holger Weber
Ravolzhäuser Kirche: im frühen 18. Jahrhundert erbaut.
Ravolzhäuser Kirche: im frühen 18. Jahrhundert erbaut. © -

Neuberg – Selbst die ältesten Ravolzhäuser können sich nicht mehr daran erinnern, dass ihre Kirche einmal zwei Eingänge hatte. Nun aber soll die zweite Tür, an die eine steinerne Einfassung an der Seite des Gotteshauses erinnert, wieder eingebaut werden. Auch aus Gründen der Sicherheit, wie Gerhard Bänsch, Vorsitzender des Fördervereins, betont. Denn die Kirche wird außer für kirchliche Zwecke auch oft für Konzerte genutzt, die der Förderverein zur Finanzierung der Sanierung des Gebäudes veranstaltet.

Einen Beschluss zur Wiederherstellung des zweiten Eingangs hat der Kirchenvorstand jetzt gefasst.

22000 Euro kostet der Einbau

Rund 22 000 Euro wird das Projekt nach Schätzung von Gerhard Bänsch kosten. Anlass genug, dass der Förderverein nach der coronabedingten Pause nun wieder aktiv wird. Für das laufende Jahr ist ein Reigen von kulinarischen und kulturellen Veranstaltungen geplant, die Geld in die Kassen spülen sollen. In den 14 Jahren seines Bestehens hat der Förderverein knapp 400  000 Euro zusammengetragen. Durch Spenden und eben aus den Erlösen, die bei den Events erzielt wurden. Einen Teil hat auch die Landeskirche dazugesteuert. „Ohne den Förderverein wäre die Kirche noch heute eine Baustelle“, sagt Claus Diegel. Unter anderem wurde die Orgel optisch und akustisch wieder auf Vordermann gebracht.

Im Veranstaltungsprogramm für 2022 finden sich eine Reihe von etablierten und sehr beliebten Events. Dazu gehört das Fischessen, das der Verein in den Jahren vor der Coronapandemie regelmäßig ausrichtete, manchmal sogar an zwei oder drei Tagen hintereinander, weil die Nachfrage so groß war. Unter anderem seien die Gäste auch aus Hammersbach und Bruchköbel ins Gemeindehaus angereist, berichten Diegel und Bänsch. Da das Gemeindehaus derzeit nicht mehr genutzt werden kann, soll die nächste Veranstaltung im Schützenhaus nahe der zentralen Sportanlage stattfinden. Einen Termin gibt es mit dem 2. und 3. November auch schon für das traditionelle Fischessen „fier die Kirch“.

Weinfest und Klavierkonzerte

Los geht es jedoch bereits am 23. Juli mit dem Weinfest im Garten des Pfarrhauses in Ravolzhausen. Am 23. Juli werden die Mitglieder des Fördervereins zum dritten Mal Weine aus Rhein-Hessen in dem urigen Ambiente des Pfarrgartens servieren. Und dazu eine Reihe von kulinarischen Besonderheiten reichen, verspricht Gerhard Bänsch. Dabei will der Förderverein den Wein zu moderaten Preisen anbieten. Der Flaschenpreis werde sich um die 14 Euro bewegen, so der Vereinsvorsitzende.

Im August betritt der Förderverein mit einem fünftägigen Klavier- und Musikfest Neuland. Vom 11. bis 14. August werden die in Neuberg wohnenden Pianisten Sergey und Irina Korolev mit weiteren Solisten allabendlich in der Kirche spielen. Die Eintrittskarten sollen 15 Euro betragen. „Wir sind sicher, dass es ein musikalisches Feuerwerk sein wird“, freut sich Bänsch.

Musikalisch soll das Jahr auch ausklingen, nämlich mit einem alpenländischen Adventskonzert, für das die Büdinger Stubnmusi sowie das Niedergründauer Blechbläserquartett gewonnen wurden.

Neue Mitglieder im Team

Im Team des Fördervereins hat es im Übrigen Bewegung gegeben, es besteht nun aus Grit und Claus Diegel, Ellen Flemming, Petra Draxler, Karl-Heinz Schmidt sowie Dagmar und Gerhard Bänsch. Ausgeschieden sind Angelika und Wolfgang Kropf. (Von Holger Weber)

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