Gourmettempel im beschaulichen Neuberg: Wer veganes Essen schätzt oder ganz besondere Steakvariationen mag, ist im Restaurant Emmel's DinkelRind genau richtig. Foto: HA

Neuberg

Tischlein, deck dich: Zu Besuch bei Emmel´s DinkelRind

Neuberg. Der Besuch steht schon seit Monaten auf der „Da-müssen-wir-undbedingt-mal-hin“-Agenda. Heute klappt es endlich. Und wir sind allerbester Laune.

Immerhin: Es ist Freitag. Die Woche ist geschafft, das Wochenende steht bevor – und der strahlend blaue Himmel lässt erahnen, dass es noch mal richtig schönes Wetter wird, bevor der Herbst kommt. Unser Ziel heute liegt in Neuberg: Emmel’s DinkelRind. Wir haben schon viel gehört von dem Restaurant, das nicht nur mit veganen und vegetarischen Gerichten wirbt, sondern auch mit seinen Steaks und Burgern. Kurzum: Wir sind ziemlich gespannt.

Die Bedienung hinter der urigen Theke begrüßt uns freundlich. Wir steuern den modernen Wintergarten mit den schicken dunklen Holzmöbeln neben dem Gastraum an. Durch die große Glasfront scheint die Sonne. Besser kann man gar nicht sitzen. Draußen gibt es einen Biergarten mit Schaukel und Rutsche für die Bespaßung der kleinen Gäste. Super, da hat jemand auch mal an die Eltern gedacht.

Die Bedienung ist flott am Tisch. Beim Blick in die Karte sind wir schwer begeistert – hier gibt es tolle Gerichte, vegane und vegetarische Variationen, Burger, Rump-, Rib-Eye – und T-Bonesteaks in unterschiedlichen Gewichtsklassen. Wer Fleisch liebt, kommt bei den Emmels voll auf seine Kosten. Sogar ein Rumpsteak vom Wagyu-Rind steht auf der Karte. Dazu werden allerlei Beilagen serviert. Und das Beste: Lokalität wird in dem Familienbetrieb groß geschrieben. Das Fleisch kommt aus Deutschland, das vom Wagyu-Rind sogar aus Altenmittlau.

Wir entscheiden uns für eine gemischte vegane Vorspeisenplatte, die sechs Euro pro Person kostet. Die Wartezeit dürfen wir uns mit einem kleinen Gruß aus der Küche vertreiben: zum selbstgebackenen Dinkelbrot wird eine Paprika-Aubergine-Creme gereicht – lecker. In der Karte lesen wir, dass man Brot und Dips vor Ort kaufen kann. Tolle Idee.

Auf unsere Vorspeisenplatte müssen wir nicht lange warten. Zum Brot werden drei verschiedene Dips gereicht, dazu gibt’s Falafeln und Knusperpilzröllchen, die ihrem Namen alle Ehre machen. Wer jetzt argwöhnt, dass vegan gar nicht schmecken kann, wird hier eines besseren belehrt. Das Essen ist super, in der Darbietung und vor allem geschmacklich. Und dass das Personal sich bei voller werdendem Restaurant die Zeit nimmt, uns genau zu erklären, was auf der Platte ist, finden wir klasse.

Der Hauptgang steht auch fest: Meine Begleitung hat sich auf Fleisch eingeschossen und wählt ein Rumpsteak dry aged vom 800 Grad Beefcraft-Grill. Das Fleisch wird darin auf ganz besonders schondende Art zubereitet. „Ist super saftig“, erklärt meine Begleitung und ergänzt, „darfst gern mal probieren.“

Die 200 Gramm Fleisch schlagen mit 26 Euro zu Buche, dazu gibt es gegrilltes Gemüse für vier Euro. Bei den Beilagen ist die Auswahl üppig: Es gibt Dinkelrisotto (drei Euro), Lavendelkäsespätzle (vier Euro), selbst gemachte Pommes aus Kartoffeln von einem Bruchköbeler Biohof (drei Euro) oder Radieschenblätterpesto (2,50 Euro).

Vor dem Nachtisch pappsatt

Ich schwanke zwischen Burger und Salat, entscheide mich schließlich aber für einen Salatteller mit Wildkräutern und Körnern, und wähle dazu hausgemachte Blumenkohl Fritters zum Gesamtpreis von 10,50 Euro. Der Teller ist liebevoll angerichtet und der Salat frisch und lecker. Die Blumenkohl-Taler sind knusprig und die perfekte Ergänzung zum Salat.

Meine Begleitung kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Das beste Steak, das ich seit Langem gegessen habe“, sagt sie und schiebt sich die nächste Gabel in den Mund. Und tatsächlich sorgt die besondere Zubereitung für eine Geschmacksexplosion. Das Fleisch ist außen kräftig angebraten und dadurch schön knusprig, innen ist es saftig – so muss es sein. Und auch das bunte Gemüse ist liebevoll geschnitten und die zwei kleinen Fladenbrote dazu eine nette Ergänzung.

Eigentlich wollten wir uns noch durch die Desserts probieren, ich hatte das vegane Kaffeesorbet auf Kaffeelikör avisiert, aber das müssen wir beim nächsten Besuch nachholen, denn heute sind wir pappsatt und rundum zufrieden. Wir haben sehr gut gegessen und uns bestens bedient gefühlt. So kann das Wochenende starten.

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