Der Erweiterung der Kita Panamahaus bringt auch ein Personalaufstockung mit sich, was sich auch im Haushalt für 2019 bemerkbar macht. Archivfoto: Diegel

Neuberg

Neuberg hat keine Kassenkredite mehr und bekommt Unterstützung

Neuberg. Erstmals seit vielen Jahren braucht die Gemeinde Neuberg für ihren Haushalt kein Haushaltssicherungskonzept mehr aufzustellen. „Für unsere Finanzwirtschaft ist dies ein großer Schritt“, freute sich Neubergs Bürgermeisterin Iris Schröder bei der Einbringung des Haushalts für 2019 am Mittwochabend.

Von Holger Weber

Den Mitgliedern des Gemeindeparlaments präsentierte sie ein Zahlenwerk, in dem von einem kleinen Überschuss von knapp 44 000 Euro im Ergebnishaushalt sowie einem Zahlungsmittelüberschuss in Höhe von rund 416 000 Euro ausgegangen wird.

Zwar stand bereits im vergangenen Jahr schwarze Zahlen in der Haushaltsbilanz, doch eine Senkung der Grundsteuer könne sich die Gemeinde aufgrund des realtiv geringen Überschusses noch nicht leisten, meinte Schröder. Einnahmen von etwa 10 936 000 stehen laut Entwurf Aufwendungen in Höhe von 10 893 000 Euro gegenüber. Der größte Posten sind mit etwa 3 312 000 Euro die Personalkosten, die vor allem durch die Erweiterung der Kinderbetreuung um rund 215 000 Euro gestiegen sind.

Beschlussvorschlag soll am 12. Dezember vorgelegt werden

Schröder verkündete, dass die Gemeinde Neuberg zum 31. Oktober keinen Kassenkredit mehr habe und somit die Voraussetzungen für die Teilnahme der Gemeinde am Investitionsprogramm Hessenkasse erfüllt seien. Ein entsprechender Beschlussvorschlag zur Teilnahme an dem Landesprogramm soll den Gemeindevertretern in ihrer nächsten Sitzung am 12. Dezember unterbreitet werden.

Laut Schröder kann die Gemeinde mit Zuwendungen in Höhe von knapp 971 000 Euro rechnen, muss aber konkrete Projekte benennen, die mit dem Geld finanziert werden sollen. Dazu könnten nach Angaben der Verwaltungschefin die Erneuerung der Duschen in der zentralen Sportanlage, die Sanierung des Bürgerhaus-Daches oder auch Sanierungsarbeiten im Altbau der Kita Panama zählen. Zudem muss die Gemeinde zehn Prozent der Kosten für die jeweiligen Vorhaben selbst tragen. Insgesamt müsse die Gemeinde also etwa 97 000 Euro aufbringen, präzisierte Schröder. Das Geld soll über eine entsprechende Darlehensaufnahme bei der WI-Bank bereitgestellt werden. Die Zinsen für das Darlehen würden wiederum komplett von der Landesregierung übernommen.

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