Erlensee/Neuberg

Lenkungsgruppe steuert Machbarkeitsstudie zur möglichen Fusion

Erlensee/Neuberg. In den Rathäusern von Erlensee und Neuberg wird seit Jahresbeginn an der Machbarkeitsstudie gearbeitet, die als Grundlage zur Entscheidung über eine engere Kooperation beider Kommunen dienen soll. Die Lenkungsgruppe zur Erhebung der Daten und Koordination wurde jetzt vorgestellt.

Im Sommer 2017 hatten das Stadtparlament Erlensee und die Gemeindevertretung Neuberg beschlossen, eine Machbarkeitsstudie für eine Zusammenarbeit der beiden Kommunen in Auftrag zu geben. Mit der Durchführung beauftragt wurden die GE/CON GmbH mit ihrem Geschäftsführer Erik Schmidtmann sowie Dieter Hog, der in diesem Fall ein Beratungsunternehmen des Hessischen Städte- und Gemeindebundes vertritt.

Im November gab es je eine Bürgerversammlung in Neuberg und Erlensee, um die Vorgehensweise vorzustellen. Kritische Stimmen wurden dort vor allem aus Neuberg laut, wo sich auch eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Neuberger für Neuberg“ gebildet hat, die nach eigenen Angaben den Prozess kritisch beleuchten möchte.

In den letzten Wochen seien von einem Team aus den Rathäusern Neuberg und Erlensee fleißig Daten gesammelt worden, die die Basis der Machbarkeitsstudie bilden sollten, heißt es in einer Pressemitteilung. So seien zum Beispiel nicht nur die Finanzen beider Kommunen untersucht, sondern auch eine Vielzahl weiterer Themen wie zum Beispiel Zahlen aus den Kindertagesstätten oder zu den wirtschaftlichen und strukturellen Gegebenheiten in den beiden Kommunen erhoben worden. Diese Daten würden nun in den nächsten Monaten aufbereitet, gegenübergestellt und bewertet, so die Verfasser der Machbarkeitsstudie.

„Zukunftswerkstatt der lokalen Akteure“Gleichzeitig kündigten die Verfasser an, dass es im Frühjahr mehrere Bürgerveranstaltungen unter dem Titel „Zukunftswerkstatt der lokalen Akteure“ geben werde, in der alle Bürger von Neuberg und Erlensee ihre Anliegen einbringen könnten. Die Termine sollen rechtzeitig über die Presse sowie auf einer eigenen Homepage veröffentlicht werden. Die Homepage soll den Angaben zufolge innerhalb der nächsten zwei Wochen ins Netz gestellt werden.

Neubergs Bürgermeisterin Iris Schröder und ihr Kollege Stefan Erb (beide SPD) aus Erlensee wollen damit eine möglichst hohe Transparenz bei der Vorgehensweise garantieren. Nichts solle hinter verschlossenen Türen stattfinden, sondern in allen Ergebnissen den Bürgern beider Kommunen präsentiert werden.

Zum Team der Lenkungsgruppe für die Machbarkeitsstudie gehören aus Neuberger Sicht neben Bürgermeisterin Iris Schröder folgende Mitarbeiter aus dem Rathaus Neuberg: Jens-Michael Heck, Tanja Höß, Petra Scholz und Peter Holzapfel, der Vorsitzende der Gemeindevertretung. Das Team um Bürgermeister Stefan Erb umfasst folgende Mitglieder: Harald Kling, Simone Körner und Stadtverordnetenvorsteher Uwe Laskowski. In den nächsten Stadtverordnetenversammlungen in Erlensee und in den Gemeindevertretungssitzungen in Neuberg soll regelmäßig ein kurzer Bericht über den aktuellen Sachstand der Machbarkeitsstudie gegeben werden.

Bürgerveranstaltungen und ErgebnispräsentationNeben den Bürgerveranstaltungen im Frühjahr ist eine Ergebnispräsentation der Machbarkeitsstudie im Spätherbst geplant. Danach werden die Ergebnisse der Studie in der Stadtverordnetenversammlung Erlensee und in der Gemeindeversammlung Neuberg zur Abstimmung eingebracht. Sollte das Ergebnis der Studie eine Fusion der beiden Kommunen empfehlen und deren Abstimmung in beiden Parlamenten positiv verlaufen, wird es dem Zeitplan zufolge vermutlich Anfang 2019 einen Bürgerentscheid geben, in dem alle wahlberechtigten Bürger aus Neuberg und Erlensee mitentscheiden können, lautet der Fahrplan der beiden Kommunen.

Iris Schröder und Stefan Erb zeigen sich zuversichtlich, „dass aus den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie eine gute Grundlage für eine gesunde Zukunft beider Kommunen ermöglicht wird“, heißt es in der Pressemitteilung. how

Das könnte Sie auch interessieren