Holger Weber kommentiert die Entscheidung der Neuberger Parlamentarier.

Neuberg

Kommentar zur vertagten Entscheidung: Schwer zu verstehen

Neuberg. Die Fusion mit einer Nachbarkommune ist eine Entscheidung, die wohl überlegt sein sollte. Deshalb ist es durchaus verständlich und richtig, wenn die Neuberger Parlamentarier sich Zeit nehmen wollen, bevor sie selbst oder die Bürger per Bürgerentscheid einen Entschluss von solcher Tragweite fällen.

Von Holger WeberDie Grundlage für gute Entscheidungen sind verlässliche Informationen aus einer objektiven Quelle. Je mehr Informationen vorliegen, desto kleiner ist das Risiko, Fehler zu begehen. Und umso früher man diese bekommt, desto eher können alle Beteiligten in eine fruchtbare Diskussion einsteigen und müssen ihre Argumente nicht aus Halbwissen und Gerüchten formen.Vor diesem Hintergrund ist der Widerstand der Neuberger Oppositionsparteien gegen eine vom Land Hessen finanzierte Machbarkeitsstudie kaum nachzuvollziehen. Der Befürchtung, dass damit bereits eine Vorentscheidung für eine Fusion gefallen wäre, widerspricht schon allein die Statistik.Von sechs Versuchen, in Hessen eine Fusion von Kommunen einzuleiten, hat bisher nur einer gefruchtet – der in Oberzent. Dort wird eine solche Machbarkeitsstudie im Übrigen wärmstens empfohlen. Vielleicht hätte man sich dort einmal schlaumachen sollen. Dort hätte man dann auch erfahren, dass eine Machbarkeitsstudie für die betreffenden Kommunen alle Kooperationsmodelle prüft und nicht allein die Fusion.

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