"Noch viel zu tun bis zum nächsten Termin", sat HA-Redakteur Holger Weber zur Machbarkeitsstudie.

Neuberg

Kommentar zur Machbarkeitsstudie: Noch viel zu tun

Neuberg/Erlensee. Dass mit dem Blick auf eine mögliche Fusion die Skepsis bei den Neubergern besonders groß sein würde, war zu erwarten. Der Kleine hat gegenüber dem Großen immer mehr Vorbehalte, fürchtet sich davor, einfach geschluckt zu werden. Das ist auf der kommunalen Ebene nicht anders als in der großen Politik.

Von Holger WeberSchon bei dem Beschluss zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie haben sich die Neuberger in ihrem Gemeindeparlament wesentlich schwerer getan als die Erlenseer, die das Thema quasi im Vorbeigehen ad acta legten. Diese parlamentarische Behutsamkeit hat sich nun offenbar auch auf die Bürger übertragen – zumindest wenn man die Versammlung vom Donnerstagabend als Stimmungsbarometer wertet.

Andererseits gibt es zweierlei Gründe, die Missstimmung nicht überzubewerten: Zum einen werden viele, die einer Fusion positiv gegenüberstehen, nicht den Mut aufgebracht haben, sich gegen die von Beginn an mit Vehemenz und Wortgewalt agierenden Skeptiker zu Wort zu melden.Die Bürger kaufen die Katze nicht im SackZum anderen richtete sich der Unmut der meisten Bürger vor allem gegen die Veranstaltung an sich, weil diese nicht ihren Erwartungen entsprach. Die Kritik ist durchaus berechtigt. Zwar konnte niemand ernsthaft erwarten, dass bereits erste Zahlen oder Erkenntnisse geliefert werden. Schließlich ist es ja Sinn und Zweck einer Machbarkeitsstudie, diese zu generieren.

Doch zumindest hätte man sich Informationen über die Kriterien, über die Verfasser und die Art und Weise ihrer empirischen Arbeit gewünscht. Irgendwie hatte man den Eindruck, eine Vorbereitung auf die Veranstaltung hat es nicht wirklich gegeben, alles wirkte improvisiert, wenig strukturiert.  So allerdings wird das nichts werden. Die Bürger kaufen die Katze nicht im Sack. Bis zum nächsten Termin am Mittwoch in Erlensee muss kräftig nachgearbeitet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema