Mit Spendengeldern

Neues Podest in der Ravolzhäuser Kirche eingebaut

Wie fast alle Gotteshäuser in der Region ist auch die Kirche in Ravolzhausen in Corona-Zeiten für Gottesdienste und alle sonstigen Veranstaltungen geschlossen. Somit konnten die Ravolzhäuser bisher selbst noch nicht in Augenschein nehmen, was sich in diesen Tagen in ihrer Kirche so  getan hat.

Von Claus Diegel

In den Altarraum wurde nach eingehender Planung ein massives Podest aus Eichenholz eingebaut, das diesen vollflächig ausfüllt. Die Arbeiten konnten trotz der Corona-Einschränkungen durch die Langenselbolder Firma Winterstein wie vorgesehen durchgeführt werden und sind nunmehr abgeschlossen.

Das Ergebnis kann sich unbedingt sehen lassen – wenn man es denn schon sehen könnte. Unsere Zeitung kann da vielleicht für Abhilfe sorgen und den Lesern zumindest fotografisch einen Eindruck über das Werk verschaffen. Die Idee für ein solches Podest in der Ravolzhäuser Kirche wurde schon vor einiger Zeit geboren.

Sicht bei größeren Veranstaltungen schlecht

Da der Sandsteinboden auch im Altarraum niveaugleich verläuft, war es vor allem von den hinteren Plätzen nicht immer leicht, das Geschehen vorne zu verfolgen. Vor allem bei größeren Gottesdiensten zu Hochzeiten, Taufen oder zur Konfirmation, aber auch bei Veranstaltungen wie etwa Konzerten oder dem Krippenspiel an Weihnachten, konnten viele Besucher das Geschehen im Altarraum oft gar nicht richtig verfolgen.

So reifte nach der vor einiger Zeit erfolgreich abgeschlossenen Renovierung des Kircheninnenraums und der Orgel beim Förderkreis Kirche Ravolzhausen die Idee, den Altarraum mit einem Podest zu versehen, um dieses Defizit zu beheben. Auch von Seiten des Kirchenvorstandes und des Kreiskirchenamtes gab es grünes Licht, so dass das Projekt in diesem Frühjahr starten konnte.

In zahlreichen Veranstaltungen wie den schon legendären „Fischessen fier die Kirch“, Konzerten mit den „Don Kosaken“ oder dem schon zweimal veranstalteten „Neuberger Weinfest“ hatte der Förderkreis fleißig weiter Finanzmittel generiert, mit denen ohne Belastung für den Haushalt der Kirchengemeinde das gewünschte Podest realisiert werden konnte.

Neuberger haben für Podest gespendet

„Dabei ist ein wahres Schmuckstück entstanden. Die Firma Winterstein hat hier Handwerksarbeit vom Feinsten geleistet, sauber und exakt gearbeitet. Dafür haben sich all unsere Mühen gelohnt“, ist Gerhard Bänsch, Sprecher des Förderkreises, des Lobes voll. Er dankt den Neubergern, „die immer zahlreich die Veranstaltungen des Förderkreises besucht und auch nach vollendeter Restaurierung der Kirche für den weiteren Innenausbau gespendet haben. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen“.

Auch Pfarrer Daniel Geiss freut sich über die funktionelle und optische Aufwertung des Altarraums. „Das neue Podest wackelt und knarrt nicht, es klingt nicht dumpf, wenn man es betritt und bietet viel Platz, ganz anders als das alte. Nun hoffen wir, dass wir es bald in Dienst nehmen können.“ An Ostern wäre ein perfekter Termin gewesen, da hatte allerdings Corona etwas dagegen. Aber ganz sicher wird der Tag kommen, an dem die Neuberger das neue Schmuckstück auch mit eigenen Augen bewundern können. Bis dahin kann unsere Zeitung wenigstens mit einem Foto für etwas Vorfreude sorgen.

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