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Die Scheune eines Reiterhofes in Neuberg steht am Sonntagmorgen in Flammen.

Gericht sieht Wiederholungsgefahr

Brandserie im Main-Kinzig-Kreis: Untersuchungshaft gegen festgenommenen Feuerwehrmann angeordnet

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Eine Brandserie hält seit Ostern die Feuerwehr im Main-Kinzig-Kreis in Atem. Am  26. April wurde ein Feuerwehrman als Verdächtiger festgenommen.

Update 27. April, 19.25 Uhr: Gegen den Mann, der am 26. April während der Löscharbeiten am Luisenhof festgenommen wurde, ist Untersuchungshaft angeordnet worden. Die Staatsanwaltschaft Hanau verdächtigt den 18-Jährigen, drei Brände gelegt zu haben. Bei einem Brand soll es beim Versuch geblieben sein.

Da die Staatsanwaltschaft Wiederholungsgefahr sieht, hatte sie die Untersuchungshaft angeordnet. Diesem Antrag war der zuständige Ermittlungsrichter gefolgt. Die Beamten der Kriminalpolizei hoffen, dass die Brandserie im Main-Kinzig-Kreis jetzt ein Ende findet.

Update 26. April, 10.55 Uhr:


Der Sachschaden wird laut Mitteilung der Polizei auf einen mittleren sechsstelligen Betrag geschätzt. Beobachtungen, die im Zusammenhang mit der Brandentstehung gemacht wurden, können an die Kriminalpolizei in Hanau unter der Telefonnummer 0 61 81/10 01 23 gemeldet werden.


Update 26. April, 10.16 Uhr:

Neubergs Gemeindebraninspektor Uwe Reifenberger informiert über die Lage:

Update 26. April, 10.05 Uhr:

Wie Bürgermeisterin Iris Schröder dem HA sagte, handelt es sich bei dem mutmaßlichen Brandstifter um ein Mitglied der Neuberger Feuerwehr. "Für alle im Einsatz ist das eine ganz belastende Situation, mitzuerleben, wie ein Kamerad abgeführt wird", so Schröder.

Die Polizei soll den mutmaßlichen Brandstifter schon länger im Verdacht haben, weshalb die Ermittler am Sonntag bereits frühzeitig zugreifen konnten. Um 9 Uhr kamen Kriminalbeamte an die Einsatzstelle in Neuberg und verhafteten den jungen Feuerwehrmann vor den Augen seinen Kameraden.

Die Feuerwehr lässt das Feuer kontrolliert abbrennen.


Update 26. April, 9.34 Uhr:

Auf einem Reiterhof in Neuberg brennt seit Sonntagmorgen eine Scheune. Der Brand wurde gegen 4.40 Uhr morgens gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Scheune bereits lichterloh in Flammen, wie Bürgermeisterin Iris Schröder mitteilte. In der Lagerhalle befinden sich Heu- und Strohballen. Die Feuerwehr hat das Feuer unter Kontrolle. 

Die Feuerwehr will das Feuer kontrolliert abbrennen lassen.

Ziel sei es laut Schröder, das Feuer kontrolliert abbrennen zu lassen. Dafür müsse ein Teil des Gebäudes eingerissen werden. Die Einsatzkräfte aus Neuberg werden von den Wehren aus Langenselbold und Hammersbach unterstützt.

Laut Bürgermeisterin Iris Schröder konnte die Kriminalpolizei einen mutmaßlichen Tatverdächtigen fassen. Die Polizei wollte dazu auf Nachfrage keine Auskunft geben und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Die wichtigste Nachricht: Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden. Die in der Scheune untergebrachten Pferde konnten gerettet werden, ein Pony flüchtete zunächst, kam dann aber wieder zurück.

Die Feuerwehr konnte den Brand unter Kontrolle bringen.

Update 20. April:

Am Montagmorgen wurde die Feuerwehr Neuberg erneut zu einem Kleinfeuer auf dem Gelände des Angelsportvereines gerufen. Der Brand eins Holzhaufen sowie welcher auf ein Lagergebäude überzugreifen begann, wurde von zwei Seiten aus gelöscht. Neben den Kräften der Feuerwehr Neuberg waren mehrere Streifen der Polizei vor Ort.

Erstmeldung 19. April

Eine Brandserie hält seit Tagen die Neuberger Feuerwehr im Dauereinsatz. Die Kriminalpolizei vermutet Brandstiftung. Der Gemeindevorstand hat eine Belohnung für Hinweise zur Aufklärung ausgesetzt.

Begonnen hat die Brandserie mit einem Mülltonnenbrand am 8. April in der Nähe des Anglerteiches in Ravolzhausen, so die Feuerwehr Neuberg auf ihrer Facebookseite. Am Ostermontag brannte dann eine Gartenhütte in der Nähe des Rüdigheimer Friedhofs. Zwei kleinere Feuer im Wald und in der Nähe der Feldscheune konnten frühzeitig gelöscht werden.

Am Samstag, 18. April, wurde die Feuerwehr Neuberg zu einem Flächenbrand im Feld Richtung Hammersbach alarmiert. Ein brennender Holzhaufen wurde gelöscht. Am Sonntag, 19. April,  mussten die Brandschützer gegen 4 Uhr erneut ausrücken, um 50 brennende Strohballen zu löschen. Der Sachschaden beträgt rund 1000 Euro. In allen Fällen vermutet die Kriminalpolizei Brandstiftung und ermittelt in alle Richtungen. Ob auch der Brand einer Scheune im Ortsteil Ravolzhausen im diesem Zusammenhang steht, werden die Untersuchungen zeigen.

Polizei und Gemeindevorstand bitten alle Bürger, eventuelle Beobachtungen in diesem Zeitraum zu melden und  in den nächsten Tagen bei ihren Spaziergängen aufmerksam zu sein und Verdächtiges zu melden. Der Gemeindevorstand hat eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung führen, ausgesetzt. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0 61 81/10 01 23 entgegen.

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