Ein Busfahrer der Linie MKK-57 forderte 18 Insassen mitten auf der Strecke auf, auszusteigen. (Symbolfoto)

Neuberg

Busfahrer setzt in Neuberg 18 Schüler auf die Straße

Neuberg/Region. Zum Schulbeginn hat es beim Busverkehr einige Vorfälle gegeben, bei denen das Busunternehmen Viabus eine negative Rolle spielte. Ein gravierender Fall ereignete sich nach Bericht einer Leserin, deren 16-jährige Enkelin betroffen war, am Dienstag im Neuberger Ortsteil Ravolzhausen.

Von Lars-Erik Gerth und Thorsten Becker

Dort hielt ein Fahrer der Linie MKK-57 gegen 8 Uhr auf der Strecke an und forderte die 18 Insassen auf, auszusteigen. Dabei sollte der Bus planmäßig bis nach Bruchköbel fahren, um die Schüler zum Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasium zu bringen. Auf Nachfrage der Schüler behauptete der Fahrer, dass er dafür keinen Auftrag habe. Die Schüler kontaktierten nun teilweise Eltern oder Verwandte, die sie aus Ravolzhausen abholten, um sie zur Schule zu bringen.

Der neue Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann (CDU), der auch für die für den Busverkehr zuständige Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) verantwortlich ist, bestätigte den Fall und kündigte an, „jeden einzelnen Fall“ überprüfen zu lassen. Dies sei in den ersten Schultagen nicht der einzige Fehler gewesen.

Vereinzelt seien auch Haltestellen von dem neuen Busunternehmen gar nicht angefahren worden. „Wir entschuldigen uns in aller Form bei den Eltern und Schülern“, sagt er. „Da ist sehr viel schief gelaufen“. Gestern Abend bestätigte die KVG „zwei Zwischenfälle“, ohne konkrete Versäumnisse zu nennen. Schüler seien „nicht ordnungsgemäß befördert worden“.

Unterdessen ist ein weiterer Einschnitt bekannt geworden: Weil es seit dem Fahrplanwechsel vor den Ferien keine Schulbusse, sondern nur noch einen Linienverkehr zur Kopernikusschule gibt, ist dort das Hitzefrei ausgefallen. „Keine Kapazitäten mehr“, heißt es von Seiten der KVG, die der Schulleitung „alternative Formen des Unterrichts“ empfahl.

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