Coronabedingt kommt es erneut zu Einschränkungen im Kita-Betrieb. Zwei Maintaler Einrichtungen haben sogar komplett geschlossen.
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Coronabedingt kommt es erneut zu Einschränkungen im Kita-Betrieb. Zwei Maintaler Einrichtungen haben sogar komplett geschlossen.

Corona-Pandemie

Zwei Kitas geschlossen: Eingeschränkter Regelbetrieb in allen Maintaler Einrichtungen

Weil dort Mitarbeiterinnen positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, mussten vergangene Woche zwei Maintaler Kindertagesstätten schließen. Wie ein Pressesprecher des Main-Kinzig-Kreises bestätigte, handelt es sich dabei um die Kitas Ahornweg und Schillerstraße.

Maintal - Nach Angaben des Kreises war in der Einrichtung am Ahornweg bereits am Montag eine Mitarbeiterin positiv getestet worden. Daraufhin sei die Kita geschlossen worden. Ein Großteil der Kinder sowie des Personals wurden bis einschließlich Freitag, 20. November, in häusliche Quarantäne geschickt. Betroffen sind von den insgesamt 96 gemeldeten Kinder 93 sowie 26 von den insgesamt 27 Mitarbeitern.

Im Familienzentrum Schillerstraße sind 181 Kinder angemeldet. Dort gibt es 49 Mitarbeiter. Von der Quarantäne-Anordnung durch das Gesundheitsamt sind 39 Mitarbeiter und 125 Kinder betroffen. Das teilte die Stadt Maintal auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Kitas nur noch von 8 bis 16 Uhr geöffnet

Unterdessen hat die Stadt Maintal mitgeteilt, dass ab Montag (16. November 2020) verkürzte Öffnungszeiten für alle Maintaler Kindertagesstätten gelten. Im so genannten eingeschränkten Regelbetrieb haben die Einrichtungen täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

„Im Main-Kinzig-Kreis und in Maintal steigen die Zahlen der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen. Dies hat auch Auswirkungen auf die Personalsituation in den Kindertageseinrichtungen“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus. Die Kitagebühren werden für die eingeschränkte Betreuungszeit entsprechend reduziert.

Kitas in Maintal: Gruppen müssen voneinander getrennt werden

„Unsere Kinderbetreuungseinrichtungen bleiben weiterhin geöffnet. Allerdings müssen wir die Betreuung auf das Zeitfenster von 8 bis 16 Uhr reduzieren“, wird darin Sigrid Nölke, Leiterin des Fachbereichs Kinderbetreuung, zitiert. Und weiter: „Die Auflagen sehen vor, dass wir die Gruppen weiterhin strikt voneinander trennen. Dies ist für uns seit der Öffnung der Kitas im Sommer selbstverständlich. Nur so erleichtern wir im Fall einer Infektion die Nachverfolgung und vermeiden, dass die komplette Einrichtung schließen muss. Daraus ergibt sich allerdings ein erhöhter Personalbedarf, den wir derzeit nicht decken können.“

Herbst und Winter würden generell ein hohes Maß an Flexibilität erfordern, wenn es in den Kindertageseinrichtungen krankheitsbedingt zu personellen Engpässen kommt.

Organisatorische Herausforderungen für Kitas und Familien

In Pandemiezeiten gestalte sich der bedarfsorientierte Einsatz von Personal besonders schwierig. „Denn ein Wechsel der pädagogischen Fachkräfte zwischen den Gruppen soll vermieden werden“, heißt es in der städtischen Mitteilung. Hinzu komme, dass nicht nur Kinder mit auffälligen Erkältungssymptomen die Einrichtung nicht betreten dürfen, sondern ebenfalls das Personal. Dies stellt die Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen vor große Herausforderungen.

„Uns ist bewusst, dass die notwendige Anpassung der Betreuungszeit für einige Familien mit organisatorischen Herausforderungen verbunden ist. Doch im Vordergrund steht, den Anstieg der Infektionszahlen einzudämmen, um die Gesundheit der Kinder und unseres Personals zu schützen“, so Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) laut Mitteilung.

Einrichtungen sollen im Winter geöffnet bleiben

Außerdem sei es ein gemeinsames Ziel, die Einrichtungen auch in den schwierigen Herbst- und Wintermonaten geöffnet zu halten, um eine verlässliche Betreuung der Kinder anzubieten. „Wir alle haben während des ersten Lockdowns gesehen, dass die Kinderbetreuung eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe ist, die frühkindliche Bildung fördert sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert“, so Böttcher weiter. Sie werbe deshalb um Verständnis für die Entscheidung und appelliere an ein solidarisches Miteinander im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Bei Fragen stehen die Kita-Leitungen zur Verfügung. Auch der Fachdienst Kindertageseinrichtungen ist für weitere Auskünfte unter z 06181 /400722 und -710 erreichbar.  ccc

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