Ausgesprochen spektakulär ging es bei den Trapezvorführungen zu, bei denen die Fritz-Schubert-Schüler für atemberaubende Momente sorgten. Foto: Rodi

Maintal

Zirkus bei 50-Jahr-Feier der Hochstädter Fritz-Schubert-Schule

Maintal. Über 200 Mädchen und Jungen zeigten am Samstag gleich dreimal ihr Können in die Manege des Circus „ZappZarap“. Sie sorgten mit ihren in gerade einmal fünf Tagen einstudierten Zirkusdarbietungen für den absoluten Höhepunkt der Veranstaltungen zur 50-Jahr-Feier der Hochstädter Fritz-Schubert-Schule.

Von Lars-Erik Gerth

Insgesamt konnten die Grundschulkinder sogar viermal präsentieren, was sie gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und den beiden pädagogischen Mitarbeiterinnen Vanessa und Kim vom Circus „ZappZarap“ mit großer Akribie und Disziplin gelernt hatten. Denn vor der akademischen Feier zum Schuljubiläum, zu der unter anderem auch Landrat Thorsten Stolz, Bürgermeisterin Monika Böttcher und der erste Schulleiter Helmut Hilbig erschienen waren, fand am Freitagvormittag noch die Generalprobe statt. Diese wurde von Kita-Kindern, Mitgliedern des Elternbeirats und ehemaligen Lehrern bereits mit großer Begeisterung aufgenommen.

90 Minuten pro VorstellungNoch vor der ersten Vorstellung feilten die Schüler am Samstagmorgen in den einzelnen Gruppen zusammen mit ihren Lehrerinnen am jeweiligen Programmpunkt. Um 9.30 Uhr schlüpften die Sechs- bis Zehnjährigen dann erstmals an diesem für sie langen Tag in die Rollen von Fakiren, Akrobaten, Clowns, Hula-Hoop-Tänzern, Poi-Schwingern, Feuerschluckern oder Balljongleuren. Jeweils 90 Minuten, unterbrochen von einer 15-minütigen Pause, dauerten die Zirkusvorstellungen, die bei dem schwül-warmen Wetter und den hohen Temperaturen im Zelt eine große Herausforderung für die kleinen Akrobaten darstellten.

Entsprechend können ihre Leistungen nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Grundschüler beeindruckten durch ihre Disziplin, ihr großes Engagement und vor allem durch ihre gemeinschaftlichen Auftritte. Die Choreografien der einzelnen Darbietungen liefen bemerkenswert sicher und mit hoher Konzentration vorgetragen ab. Dabei war den Schülern ebenso anzusehen, dass sie Spaß an der Sache hatten und sie sich unbeschwert freuen konnten, wenn ihr Vortrag gelungen war und mit kräftigem Applaus bedacht wurde.

Ein Programm innerhalb weniger TageDem Team des Circus „ZappZarap“ ist es in den wenigen Tagen gemeinsam mit den Lehrerinnen gelungen, mit den Kindern ein tolles Programm zu erarbeiten, bei dem sich wirklich jeder Schüler der Hochstädter Grundschule einbringen konnte. Dabei setzten die Zirkuspädagogen ihr Motto „Kannst du nicht war gestern – heute ist Zirkus“ auf überzeugende Weise um. Dass bei der intensiven Arbeit mit den Mädchen und Jungen die Bereiche Ausdauer, Konzentration, Selbstvertrauen und Teamfähigkeit im Mittelpunkt standen, wurde bei den Präsentationen deutlich. Vor allem stärkte das Zirkus-Projekt sichtbar den Gemeinschaftssinn der Schüler. Das wurde beispielsweise bei den akrobatischen Programmpunkten deutlich, wo es darauf ankam, sich gegenseitig zu stützen, um eine beeindruckende Menschenpyramide zu bauen. Ähnliches galt für die atemberaubende Leiterakrobatik. Zu beobachten war aber bei allen Programmpunkten, dass die Kinder gegenseitig sehr aufeinander achteten und sich gegenseitig unterstützen.

Schulleiterin Maria Schlör-Konken zeigte sich tief beeindruckt von den Leistungen ihrer Schüler, aber auch vom Einsatz ihres Lehrerkollegiums, ohne den die Umsetzung des Projekts nicht möglich gewesen wäre. Großer Dank geht ebenso an die Eltern und den Förderverein der Schule, die beim Auf- und Abbau des Zeltes wie auch bei der gesamten Organisation des Jubiläumsfestes tatkräftig mithalfen. So war für reichlich Verpflegung gesorgt, was auch nötig war, denn allein zu den drei Zirkus-Vorstellungen kamen am Samstag weit über 600 Besucher, die die kleinen Akrobaten, Clowns, Feuerschlucker oder Trapezkünstler mit verdientem Applaus bedachten.

Eltern sind erstauntUnd so manche Eltern zeigten sich im Gespräch erstaunt darüber, zu welchen Leistungen ihre Kinder doch in der Lage sind. Die Schüler wiederum können stolz auf das sein, was sie am Samstag in der Manege gezeigt haben und werden sicherlich noch lange an dieses gelungene Zirkusprojekt zurückdenken, das nicht zuletzt das Selbstbewusstsein der Sechs- bis Zehnjährigen gestärkt haben dürfte.

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