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Zahl der Einbrüche steigt stark

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Die Einbrecher hebeln Türen und Fenster auf, um in die Wohnungen zu kommen. (Symbolbild).
Die Einbrecher hebeln Türen und Fenster auf, um in die Wohnungen zu kommen. (Symbolbild).

Maintal. Sie sind vor allem in der dunklen Jahreszeit unterwegs: In Maintal ist die Zahl der Einbrüche stark gestiegen. Nur ein Bruchteil der Straftaten wird aufgeklärt.

Von Martina Faust

Die dunkle Jahreszeit. Allein der Begriff klingt unheilschwanger. Tatsächlich sind in den düsteren Herbst- und Wintermonaten verstärkt dunkle Gestalten unterwegs, die viele Bewohner das Fürchten lehren: Einbrecher. 517-mal schlugen sie 2015 in Maintal zu.

Bevorzugt steigen Einbrecher in Privatwohnungen ein. Aber auch gewerbliche Immobilien geraten häufig ins Visier. Dabei zeigt die Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Südosthessen einen Anstieg des „Diebstahls unter erschwerenden Umständen“, so der polizeiliche Fachbegriff, um 14,6 Prozent gegenüber 2014.Direkt 110 wählenDoch nur ein Bruchteil der Straftaten wird tatsächlich aufgeklärt. In gerade einmal 39 Fällen konnte die Polizei den Täter ermitteln und fassen. „Daher sind wir besonders auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, sagt Rudi Neu von der Pressestelle des Polizeipräsidiums.„Wer eine verdächtige Person beobachtet, sollte gleich die 110 wählen. Dann haben wir die Chance, direkt zuzugreifen. Denn lieber kommen wir einmal mehr als zu spät“, so der Beamte weiter.Einbrecher kommen über die Terrassentür Doch nicht nur die Polizei, auch die Bewohner selbst können Einbrechern das Leben schwer machen, wenn sie darauf achten, die typischen Schwachstellen entsprechend zu sichern. „Bei Einfamilienhäusern gelangen die Täter meist durch die Terrassentür ins Haus. Die kriegen sie oft binnen Sekunden geöffnet“, berichtet Rudi Neu.

In Mehrfamilienhäusern sollten die Bewohner vor allem ein Augenmerk auf die Wohnungstür zum Treppenhaus und den rückwärtigen Bereich haben. „Im dritten oder vierten Stock zu wohnen, ist übrigens kein Schutz. Einbrecher gelangen über Balkone auch mal schnell in die oberen Stockwerke“, weiß der Polizeibeamte aus vielen Dienstjahren.Kostenlose Beratung direkt vor OrtIhre Erfahrung geben die Beamten übrigens gerne weiter. Mitarbeiter der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Hanau kommen auf Anfrage direkt ins Haus und informieren die Bewohner individuell über Schwachpunkte und Möglichkeiten, diese abzusichern. Kostenlos. Ein Termin kann unter der Rufnummer 0 61 81/1 00-2 33 vereinbart werden.„Ganz wichtig ist natürlich auch, die vorhandene Sicherheitsausstattung zu nutzen. Ein gekipptes Fenster etwa ist eine wunderbare Einladung für Einbrecher“, warnt Rudi Neu und rät außerdem, Wertsachen nicht im Schlafzimmer aufzubewahren. „Dort schauen Einbrecher nämlich oft als erstes nach“, sagt er. Besser sei, Wertgegenstände gar nicht im Haus aufzubewahren oder die Anschaffung eines verankerten Wertschranks in Erwägung zu ziehen.Konflikte vermeidenWer einen Einbrecher auf frischer Tat ertappt, der sollte sich ihm übrigens auf gar keinen Fall in den Weg stellen, mahnt Neu. „Sonst kann es zu einem Konflikt kommen, der böse endet. Prägen Sie sich stattdessen die Person gut ein und beobachten Sie, in welche Richtung sie läuft“, empfiehlt der Polizeipressesprecher Rudi Neu abschließend.

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