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Würth-Entführer: Spur führt nach Dörnigheim

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Der Entführer des Milliarddärssohns Markus Würth kaufte Ende 2014 Handy-Guthaben in einem Discounter in Dörnigheim. Archivfoto: Becker
Der Entführer des Milliarddärssohns Markus Würth kaufte Ende 2014 Handy-Guthaben in einem Discounter in Dörnigheim. Archivfoto: Becker

MAINTAL. Der Entführer des Milliardärssohns Markus Würth hat im Aldi in Dörnigheim sein Handy-Guthaben aufgeladen. Dies vermutet die Polizei nach Auswertung von Handydaten durch so genannte Cashcode-Einkäufe.

Von Monica Bielesch

Diese Einkäufe soll der immer noch flüchtige Mann im Vorfeld der Entführung ab Oktober 2014 nicht nur in Dörnigheim, sondern auch in Offenbach, Darmstadt und Frankfurt getätigt haben. Diese neue Spur stellte die Staatsanwaltschaft Gießen in der Sendung „Aktenzeichen XY“ am Mittwochabend vor.Mit dieser neuen Fahndungsoffensive will die Polizei dem Täter, der den Sohn des Schraubenmilliardärs Reinhold Würth im Juni 2015 aus einer Wohngemeinschaft für behinderte und nicht-behinderte Menschen in Schlitz entführte, endlich auf die Spur kommen.Einen Tag später wurde Markus Würth damals in einem Waldstück bei Würzburg unversehrt aufgefunden. Zu einer Übergabe der drei Millionen Euro Lösegeldforderung kam es jedoch nicht.Profiler der Polizei haben nun analysiert, dass der Täter höchstwahrscheinlich gut mit Menschen umgehen kann. Er könnte gut im Dienstleistungsgewerbe oder im sozial-karitativen Bereich arbeiten, so das Täterprofil.Eine Stimmanalyse lasse darauf schließen, dass es sich bei dem Sprecher um einen 40 bis 52 Jahre alten Mann handelt, der in Serbien, Kosovo, Montenegro oder Mazedonien aufgewachsen ist. Es wird vermutet, dass er ungefähr 2001 nach Deutschland gekommen ist und noch heute im Großraum Frankfurt/Offenbach lebe.Unter der Nummer 08 00/1 81 20 77 ist eine Aufnahme der Stimme des Entführers zu hören Für die Ergreifung ist eine Belohnung in Höhe von 30 000 Euro ausgesetzt.

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