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Wochenmarkt: Sechs Beschicker von Beginn an dabei

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Seit dem vergangenen Jahr ist der Bischofsheimer Markt wieder an seinem angestammten Platz an der evangelischen Kirche zu finden. Foto: Kalle
Seit dem vergangenen Jahr ist der Bischofsheimer Markt wieder an seinem angestammten Platz an der evangelischen Kirche zu finden. Foto: Kalle

Maintal. Im April 1987 fand erstmals der Wochenmarkt in Bischofsheim statt. Dieses Jubiläum wird beim nächsten Markttag am Freitag, 2. Juni, groß gefeiert. Sechs Marktbeschicker der ersten Stunde sind auch heute noch auf dem kleinen, aber feinen Markt vertreten.

Von Monica Bielesch

Rosa Hartmann-Bedel trägt einen kleinen, leicht zerfransten Strohhut, der von einer kecken Sonnenblume geschmückt wird. Die Marktbeschickerin strahlt an diesem Tag mit der Sonne am Himmel um die Wette, so wie sie da hinter ihrem Obst- und Gemüsestand steht.Hartmann-Bedel war auch schon vor 30 Jahren dabei, als ihre Eltern und Großeltern mit ihren regionalen Produkten aus dem Kahlgrund erstmals nach Bischofsheim kamen. Damals sei es eine große Besonderheit des Wochenmarktes gewesen, schon um 6.45 Uhr geöffnet zu sein, berichtet sie.Stand von Eltern übernommenGemeinsam mit ihrer Schwester Sabine Rosenberg, geborene Hartmann, hat sie von den Eltern den Stand übernommen. „In Bischofsheim sind sehr dankbare Kunden, die unsere Produkte zu schätzen wissen“, sagt Rosenberg. Den persönlichen Kontakt zu den vielen Stammkunden will sie nicht missen. Gisela Reck ist eine solche Stammkundin. „Man trifft immer viele Leute auf dem Markt und kann Schwätzchen halten“, so die Seniorin. „Obst und Gemüse hole ich nur hier.“  Auch Metzer Alexander Neun ist dem Markt schon lange verbunden. „Ich bin als Bub schon mit meinem Opa hergefahren“, erzählt der 37-Jährige aus dem Vogelsberg."Familiäre Atmosphäre"Die persönlichen Gespräche mit den Kunden, die er auch schon in dritter Generation kennt, weiß er sehr zu schätzen „Es ist einfach eine familiäre Atmosphäre hier.“ In seinem großen, modernen Metzgerwagen verkauft er nur Produkte aus eigener Herstellung. Teilweise nach traditonellen Rezepten, die noch von seinem Großvater stammen.

Die Idee zum Bischofsheimer Wochenmarkt geht auf den damaligen Stadtrat Dr. Schreiber zurück. Anfangs fand er noch rund um das alte Rathaus statt, wo er auch noch nach dessen Abriss 2008 verblieb. Erst während der Bauphase für die nun errichteten Wohnhäuser und den neuen Marktplatz musste der Markt vorübergehend von 2012 bis 2016 weichen. Nudel-Stand seit 30 Jahren auf MarktMit Blick auf die Kirche hat der Wachenbucher Landwirt Martin Hanstein seinen Nudel-Stand. Auch dieser Generationenbetrieb ist dem Markt seit 30 Jahren treu. Die Kirche trägt mit ihrem Kirchen-Cafe und der Orgelmusik zur Marktzeit zum Ambiente des Marktes bei.Direkt am Brunnen ist Markus Zwing mit seinem Blumenstand zu finden. Der 47-Jährige hat früher schon seine Eltern hierher begleitet. „Hier ist es viel schöner als in Hanau“, betont er. „Die Kunden sind freundlicher, der Kontakt ist persönlich.“Auch Thomas Reitz tritt am Kartoffelstand in die Fußstapfen seines Vaters Heinz. Der Senior war bei der Geburtsstunde des Marktes dabei und steht auch heute mit 74 Jahren immernoch an der Kartoffelwaage. „Weil es mir Spaß macht und hier immer eine entspannte Atmosphäre ist.“

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