Neue Ansiedlungen entlang der Lise-Meitner-Straße haben laut Wirtschaftsförderung das Gewerbegebiet Ost in Dörnigheim erweitert. Zudem hätten jahrelang verwaiste Immobilien aus einer Insolvenz neue Eigentümer gefunden. Archivfoto: Häsler

Maintal

Wirtschaftsförderung: Mehr Steuereinnahmen und Neuansiedlungen

Maintal. Das vergangene Jahr war ein gutes Jahr für die Maintaler Wirtschaft, davon ist Bürgermeisterin und zuständige Wirtschaftsdezernentin Monika Böttcher (parteilos) überzeugt. Als Belege führt sie unter anderem die gute Entwicklung bei den Gewerbesteuereinnahmen und neue Ansiedlungen in den Gewerbegebieten an.

Laut Stadt Maintal erhöhten sich die Gewerbesteuererträge von 18,6 Millionen Euro in 2016 auf 20 Millionen im Vorjahr und bilden damit die zweitgrößte Einnahmequelle nach dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer.

Neue Ansiedlungen entlang der Lise-Meitner-Straße erweiterten das Gewerbegebiet Ost in Dörnigheim. Durch den Verkauf städtischer Gewerbegrundstücke hätten die ersten Unternehmen bereits den Bau ihrer Gebäude abgeschlossen. „Wir haben die Flächen hauptsächlich an Gewerbetreibende mit Entwicklungspotenzial veräußert“, so Wirtschaftsförderin Anke Prätzas, die mit Ilona Eschelbach, Fachdienstleiterin für Kommunale Liegenschaften, die Grundstücke vermarktet hat. „Damit konnten wir sowohl bestehende Firmen aus Maintal stärken als auch neue Unternehmen ansiedeln“, ist sich Prätzas sicher. Aktuell stehe noch ein Grundstück von städtischer Seite zur Verfügung, für das es schon Interessenten gebe.

Aus diesem Grund schaue die Wirtschaftsförderin sehr erwartungsvoll auf die Erweiterung des Gewerbegebiets West in Bischofsheim. Eine Umfrage der Wirtschaftsförderung bei Maintaler Firmen im letzten Jahr habe gezeigt, dass 17 Unternehmen Erweiterungsbedarf und somit Interesse an Gewerbegrundstücken hätten.

Mehrere Jahre standen mitten im Gewerbegebiet Ost in Dörnigheim Immobilien von rund 22 000 Quadratmetern aufgrund der Insolvenz eines Unternehmens leer. Die verwaisten Immobilien verminderten die Attraktivität dieses Gebiets. „Glücklicherweise haben inzwischen alle Immobilien einen neuen Eigentümer gefunden und der Aufschwung ist schon jetzt zu spüren“, freut sich Prätzas. Bestehende Gebäude würden wieder genutzt und neue entstünden, wie ein Karosserie- und Lackierzentrum, das sich im Bau befinde.

Der zukunftsorientierte und nachhaltige Ausbau der Gewerbegebiete sei von besonderer Bedeutung für die Wirtschaftsförderung: Maintal verfüge schon jetzt über eine gute Internetverbindung im gesamten Stadtgebiet.

„Um die Gewerbegebiete auch für die Zukunft zu rüsten, forcieren wir den Glasfaserausbau“, erklärt Prätzas. Mit Fördermittel des Bundes wurde eine Markterkundung durchgeführt, die die Versorgungssituation in Maintal detailliert analysiert.

Ein überarbeitetes Konzept für ein Gründerzentrum 2.0 hat die Wirtschaftsförderung vorgelegt. „Das Gründerzentrum ist ein Erfolgsprojekt. Mit dem neuen Konzept wollen wir es räumlich und inhaltlich weiterentwickeln“, so Prätzas. Für ein solches Gründerzentrum 2.0 hatte der Magistrat die städtische Liegenschaft in der Dörnigheimer Kirchgasse vorgeschlagen, die durch den Umzug der Polizeidienststelle freigeworden ist. das

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