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Wird der Real-Markt 2018 modernisiert?

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Seit einigen Jahren laufen die Gespräche über eine Neugestaltung des Real-Standorts in Dörnigheim. Nun könnten die Pläne konkret werden. Foto: Kalle
Seit einigen Jahren laufen die Gespräche über eine Neugestaltung des Real-Standorts in Dörnigheim. Nun könnten die Pläne konkret werden. Foto: Kalle

Maintal. Die Modernisierung des Real-Markts in Dörnigheim ist bereits seit Jahren im Gespräch. Passiert ist bislang nichts, doch nun kommt aber Bewegung in die Verhandlungen zwischen der Stadt Maintal und den Eigentümern des Areals an der Kennedystraße. 2018 könnte es losgehen.

Von Martina Faust

„In der zweiten Januarwoche fand eine zweite Planungswerkstatt mit allen Eigentümern des Gebietes südlich der Kennedystraße statt. In diesem Kreis konnte eine grundsätzliche Einigkeit über die städtebaulichen Ziele für den Bereich der östlichen Kennedystraße erreicht werden“, berichtet Pressesprecherin Nicole Bilz auf Anfrage.Bauliche Nachverdichtung Es waren diese städtebaulichen Ziele, an denen sich in der Vergangenheit die Geister schieden und die den Fortschritt des Prozesses ins Stocken geraten ließen. Denn im Rathaus möchte man im Zuge des Umbaus des Standorts auch die Aufwertung und Neuordnung des unansehnlichen Stadteingangs einleiten.In diesem Zusammenhang soll eine bauliche Nachverdichtung erfolgen, die eine Bebauung bis an die Kennedystraße impliziert. Der Stadtplaner spricht hier von der „Schaffung einer Raumkante“, um den freien Blick auf die Parkfläche zugunsten eines städtischen Charakters aufzugeben. Zudem soll zusätzlicher Wohnraum entstehen.Einzelhandel stärkenUnd auch die Stärkung des Einzelhandels sowie die Konzentration von Dienstleistungs- und Gastronomieangeboten peilt die Stadt in diesem Kontext an. Doch die Realisierung dieser Vorstellungen macht die Angelegenheit schwierig, denn es bedeutet, eine Vielzahl von Akteuren einzubeziehen. Das ist nach Angaben der Pressestelle auch der Grund dafür, dass sich die Verhandlungen bisher in die Länge zogen.

„Durch seine hohe Bedeutung als Stadteingang und Einzelhandelsstandort kann der Real-Standort nicht ohne Einbeziehung der benachbarten gewerblichen Flächen und somit aller Eigentümer entwickelt werden. Die Weiterentwicklung des Einzelhandels erfordert darüber hinaus eine gutachterliche Einordnung und eine Abstimmung mit dem Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main als übergeordnete Planungsbehörde“, erläutert Bilz.Ein TeufelskreisGleichzeitig erhofft man sich durch die Neuordnung des Real-Geländes eine positive Auswirkung auf das benachbarte Opel-Eck. „Durch die städtebauliche Aufwertung der Umgebung steigt der Verwertungsdruck auf diese gewerbliche Fläche“, heißt es aus dem Rathaus. Denn der Eigentümer des Opel-Ecks knüpft die Sanierung des Areals an eine Vermietung. Wo also kein Interessent, da kein Handlungsbedarf, doch wo keine Attraktivität, da auch kein Interessent. Ein Teufelskreis.In einem nächsten Schritt will der Magistrat nun die weiteren Planungsschritte vorbereiten. „Es ist eine Anpassung des Bebauungsplanes und parallel die Änderung des Regionalen Flächennutzungsplanes erforderlich“, erklärt Maintals Pressesprecherin. Wie lange diese Planung dauert, lässt sich derzeit nicht absehen. Doch das Bauleitplanverfahren soll nach Möglichkeit noch 2018 abgeschlossen werden. Danach kann es an die Umsetzung gehen.

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