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Wichtige soziale Arbeit des Stadtteilzentrums geht weiter

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Die Willkommenstafel „Bischofsheim is(s)t bunt!“, die 2016 Premiere hatte, wurde bei Treffen im Stadtteilzentrum mit entwickelt. Die zweite Ausgabe folgt am 3. September.  Archivfoto: Privat
Die Willkommenstafel „Bischofsheim is(s)t bunt!“, die 2016 Premiere hatte, wurde bei Treffen im Stadtteilzentrum mit entwickelt. Die zweite Ausgabe folgt am 3. September. Archivfoto: Privat

Maintal. Im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ wurde im Jahr 2001 das Stadtteilzentrum im ehemaligen Sparkassengebäude in unmittelbarer Nähe zum Bürgerhaus Bischofsheim eröffnet. Damals ging es vor allem darum, eine Anlaufstelle für das Wohnquartier „Rechts vom Kreuzstein“ rund um das Bürgerhaus zu bieten, soziale Projekte anzustoßen und die Integration in einem stark von Menschen mit Migrationshintergrund bewohnten Stadtviertel voranzubringen.

Von Lars-Erik Gerth

Die Förderung über das Programm „Soziale Stadt“ lief 2016 aus. Die wichtige Arbeit des Stadtteilzentrums wird aber dennoch fortgesetzt und geht mittlerweile über das Wohnquartier „Rechts vom Kreuzstein“ hinaus, wendet sich ebenso an Bürger aus anderen Teilen Bischofsheims und wirkt auch in die weiteren Maintaler Stadtteile hinein, wie Erster Stadtrat Ralf Sachtleber, Stadtteilzentrumsleiterin Christiane Betz, Mitarbeiter Martin Scharping und Katharina Kächelein von der städtischen Freiwilligenagentur gestern bei einem Pressetermin vor Ort betonten.

Dies hängt auch mit den beiden Förderprogrammen des Landes zusammen, mit denen die Arbeit des Stadtteilzentrums seit 2016 beziehungsweise diesem Jahr – zusätzlich zu den jährlich 56 500 Euro von der Stadt – unterstützt wird. Ziel des Programms „Aufbau von Strukturen in Freiwilligenagenturen und engagementfördernden Initiativen (STARK)“ ist es, das Zusammenleben durch so genannte niedrigschwellige Angebote zu fördern und gemeinsam mit den Bürgern zu gestalten. Dafür nutzt die Freiwilligenagentur das Stadtteilzentrum, für das sie bei der Stadt Maintal verantwortlich zeichnet, als direkten Draht, um sich mit den Bürgern vor Ort zu vernetzen, wie Betz und Kächelein erläuterten.

Unterstützung durch zwei Förderprogramme

Angestoßen durch das Programm „STARK“ wurde so unter anderem der Netzwerkbrunch, bei dem sich engagierte Bürger zu diversen Themen austauschen, aber ebenso Anregungen zu neuen Projekten geben können. Und auch das Reparatur-Café, das es seit 2016 gibt, basiert auf einer Idee, die bei Treffen im Stadtteilzentrum geboren wurde. Von Bürgern mit entwickelt wurde die Veranstaltung „Bischofsheim is(s)t bunt!“, die am Sonntag, 3. September, als Willkommenstafel in der Rhönstraße ihre zweite Auflage erleben wird, oder auch der Internationale Brunch im Stadtteilzentrum.

All diese Projekte kann die Freiwilligenagentur gemeinsam mit dem Stadtteilzentrum dank dieser Förderung umsetzen. Die Zielgruppe reicht dabei weit über das Quartier „Rechts vom Kreuzstein“ hinaus. „Zum Reparatur-Café“, berichtete Martin Scharping, „kommen Bürger aus allen Stadtteilen. Und generell hat sich die Besucherstruktur im Stadtteilzentrum in den vergangenen Jahren verändert, kommen nun auch mehr Männer und beispielsweise alleinstehende deutsche Frauen, die Anschluss und Austausch suchen, zu unseren Angeboten und Veranstaltungen. Früher waren es vor allem Frauen mit Migrationshintergrund, die im Quartier wohnten.“

Neu hinzu kam in diesem Jahr das Programm „GWA – Gemeinwesenarbeit in der Stadt Maintal“. Auch dieses hat zum Ziel, die Arbeit des Stadtteilzentrums auf ganz Bischofsheim auszudehnen. „Entsprechend haben wir uns und unsere Arbeit auch beim Straßenfest am vergangenen Wochenende in Alt Bischofsheim präsentiert und dort für unsere Angebote geworben“, erzählte Betz.

Neue Sozialberatung startet am 11. September

Ein neues Angebot, das auf das Programm zurückgeht, ist die Sozialberatung, die das Stadtteilzentrum ab 11. September anbietet. Sie findet dann immer jeden Montag von 9 bis 11.30 Uhr und jeden dritten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr im Stadtteilzentrum statt. „Dabei geht es um Unterstützung im Umgang mit Behörden. Unsere Themen umfassen Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Grundsicherung, besondere sozialen Notlagen, aber eben auch das Ausfüllen von Anträgen“, erläuterte Scharping die neue kostenlose Beratung, die von der Bischofsheimerin Irene Eibich vorgenommen wird. Näheres unter der Telefonnummer 0 61 09/69 82 80.

Programm „Soziale Stadt“ lief bis 2016

Als Stadtgebiet mit besonderem Entwicklungsbedarf wurde das Quartier „Rechts vom Kreuzstein“ in Bischofsheim bis ins Jahr 2016 aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ gefördert. Laut Erstem Stadtrat Ralf Sachtleber seien dabei insgesamt fast zehn Millionen Euro aufgewendet worden. Das Geld wurde vor allem für Infrastrukturmaßnahmen genutzt, so zum Bau des Kinder- und Jugendhauses, für den Parkplatzumbau am Bürgerhaus und das Stadtteilzentrum, für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen, Spielplätze oder auch für die Neugestaltung des Hofs der Erich-Kästner-Schule.

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