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Weichen werden gestellt: Ausschuss favorisiert große Variante für Neubau des Maintalbads

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Von: Michael Bellack

Das bestehende Maintalbad wird einem Neubau weichen. Dieser soll mehr Elemente beinhalten und wirtschaftlicher im Betrieb sein. Dafür muss die Stadt jedoch tief in die Tasche greifen. Archiv
Das bestehende Maintalbad wird einem Neubau weichen. Dieser soll mehr Elemente beinhalten und wirtschaftlicher im Betrieb sein. Dafür muss die Stadt jedoch tief in die Tasche greifen. Archiv © PM

Maintal – Der Ausschuss für kommunale Investitionsprojekte schiebt derzeit Sonderschichten. Grund sind unter anderem die Planungen für den Neubau des Maintalbads, die vorangetrieben werden sollen. Daher steht sogar unmittelbar vor der heutigen Stadtverordnetenversammlung eine weitere Sitzung auf dem Programm.

Die Ausschussmitglieder hatten sich bereits vor zehn Tagen getroffen, um die vorgeschlagenen Varianten für den Neubau zu besprechen, die Ende Februar vorgestellt wurden (wir berichteten). Mit Mehrheit wurde der Änderungsantrag der Kooperationspartner CDU, SPD und FDP beschlossen, der heute auch in der Stadtverordnetenversammlung auf der Tagesordnung steht. Demnach wird das Architekturbüro beauftragt, die Planungen mit einer Kombination der vorgeschlagenen VgV-Variante und der Variante 1 fortzuführen. Dies ist die große Lösung, die im Hallenbad ein Schwimmerbecken mit sechs Bahnen, ein Planschbecken, ein Lehrschwimmbecken sowie zusätzlich ein Kursbecken/Nichtschwimmerbecken beinhaltet.

Im Freibad werden dem Antrag zufolge folgende Angebote geplant: Planschbecken, Nichtschwimmerbecken mit Erlebnisfaktoren und gastronomisches Angebot in Form eines Kiosk. Optionale Elemente in der anstehenden Planung sind laut geänderter Vorlage ein Sportschwimmbecken mit vier Bahnen im Freibad, eine ganzjährig nutzbare Wasserrutsche, eine Anbindung an den möglichen Saunabereich und ein außenliegendes Sprungbecken. Über eine Realisierung der optionalen Elemente soll nach der Entwurfsplanung entschieden werden. Die bisher veranschlagten Kosten lägen mit Rutsche bei 28,5 Millionen Euro. Die anderen Varianten, die im ursprünglichen Kostenrahmen von 20 Millionen Euro bleiben, aber wenig Neuerungen bringen, wären demnach vom Tisch.

Sie würden laut Änderungsantrag „keine von der Nutzungsform wirtschaftlich und baulich sinnhaften Lösungen“ darstellen. „Ein Neubau des Maintalbades in dieser Größenordnung sollte die besten Möglichkeiten aufweisen, wirtschaftlich betrieben werden zu können. Angesichts der rasant steigenden Baukosten und Energiekosten ist hier eine Sensitivitätsberechnung erforderlich, um eine Risikoabschätzung zu ermöglichen“, heißt es weiter in der Vorlage.

Um den Entscheidungsprozess nicht weiter zu verlängern, soll die überarbeitete Form bereits zur heutigen Stavo vorliegen und im Vorfeld vom Ausschuss diskutiert werden.

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht das Bürgerhaus Bischofsheim, allerdings ist zu diesem Streitthema keine große Diskussion zu erwarten. Die Beschlussfassung soll in die nächste Sitzungsrunde verschoben werden.

Das hat auch einen guten Grund. In der Sitzung im Januar hatte der Ausschuss die Idee eingebracht, den Bertha-von-Suttner-Weg zu verlegen, um eine bessere Zufahrt zur Tiefgarage zu ermöglichen. Die Prüfung des Vorhabens hat nun ergeben, dass eine Verlegung grundsätzlich möglich ist. Das bedeutet, dass bei der Planung das gesamte Areal um das bisherige Bürgerhaus und den geplanten Neubau in den Blick genommen werden muss.

„Über eine Rahmenplanung kann die neue Wegeführung (inklusive Planungen für die Nutzung und Bebauung des gesamten Grundstücks des derzeitigen Bürgerhauses) dargestellt werden. Hierbei wird in einem Beteiligungsprozess mit Gremien und Bürgerschaft (Nachbarschaft) die Planung vorgestellt und diskutiert“, heißt es im Sachstandsbericht des Magistrats. Die Ausschreibung für ein Planungsbüro wurde begonnen. Zudem werden Fördermöglichkeiten geprüft.

Weitere Informationen

Die heutige Stadtverordnetenversammlung beginnt um 18 Uhr im Bürgerhaus Bischofsheim. Die Sitzung ist öffentlich, es gilt die 3G-Regel. Besucher müssen für die gesamte Dauer einen Mundschutz tragen. Die Sitzung wird online vom Stadtparlamentsfernsehen unter https://willkommen.parla mentsfernsehen-hessen.de/ und auf Facebook übertragen. Die Ausschusssitzung beginnt um 16.30 Uhr.

Von Michael Bellack

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