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Umbauarbeiten für neue DRK-Rettungswache sollen im Mai beginnen

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Für DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Betz ist der hintere Teil des Gebäudes an der Edisonstraße aufgrund seiner Größe ideal für die neue DRK-Rettungswache, die nach jetzigem Stand im ersten Quartal 2018 bezugsfertig sein soll. Der Abschnitt zwischen der im vorderen Bereich entstehenden Polizeistation und der Rettungswache ist noch nicht vermietet, so Betz. Foto: Kalle
Für DRK-Kreisgeschäftsführer Stefan Betz ist der hintere Teil des Gebäudes an der Edisonstraße aufgrund seiner Größe ideal für die neue DRK-Rettungswache, die nach jetzigem Stand im ersten Quartal 2018 bezugsfertig sein soll. Der Abschnitt zwischen der im vorderen Bereich entstehenden Polizeistation und der Rettungswache ist noch nicht vermietet, so Betz. Foto: Kalle

Maintal. Nachdem die Unklarheiten über die Finanzierung der Umbaumaßnahmen für die neue DRK-Rettungswache an der Edisonstraße im Gewerbegebiet Mitte in Hochstadt geklärt sind, Kreis und Stadt die Deckungslücke geschlossen haben, sollen die Arbeiten nun im Mai beginnen. Dies teilte Stefan Betz, der Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), bei einem Ortstermin in der zukünftigen Rettungswache mit.

Von Lars-Erik Gerth

Während im vorderen Teil des Gebäudes an der Edisonstraße, der Firma Norma Group (die es vor Jahren selbst genutzt hat) gegenüberliegend, bereits seit Wochen kräftig gearbeitet wird, um die Räume für die neue Polizeistation bezugsfertig zu machen, geht es im hinteren Bereich noch ruhig zu. „So wie es im Moment aussieht, werden die Umbauarbeiten für die neue Rettungswache im Mai starten. Wir schätzen, dass die Arbeiten sechs bis acht Monate in Anspruch nehmen werden. Geplant ist der Umzug in die Edisonstraße für das erste Quartal 2018“, informiert Stefan Betz über den zeitlichen Rahmen.

Er steht mit den Plänen für den Umbau in der großen Halle, in der ab kommendem Jahr vier Einsatzfahrzeuge beheimatet sein werden. Derzeit sind die Rettungswagen auf die DRK-Station an der Berliner Straße in Dörnigheim und auf den Standort am Seniorenzentrum „Kleeblatt“ in Bischofsheim verteilt. Betz betont im Gespräch nochmals, dass der DRK-Kreisverband sehr froh über den neuen Standort ist, da er sich an einer verkehrsgünstigen Stelle befinde. „Von hier aus können unsere Rettungsteams die Einsatzorte in allen vier Stadtteilen und auch in Niederdorfelden deutlich besser anfahren als von der Berliner Straße aus. Das ist der ideale Platz für unsere Rettungswache“, hebt er hervor und verweist damit darauf, dass die Maintaler Rettungswache auch für Einsätze im benachbarten Niederdorfelden zuständig ist.

Viel Platz für die Rettungsfahrzeuge

350 Quadratmeter groß ist die Fläche für die neue Rettungswache. „Das gibt uns von der Größe des Raums her auch die Möglichkeit, die Wache auszubauen, da hier auch mehr als die jetzt vorhandenen vier Fahrzeuge Platz hätten. Der Aspekt war bei der Entscheidung für diesen Standort auch sehr wichtig“, erklärt Betz.Bei den nun anstehenden Umbauarbeiten geht es vor allem um den Bereich im ersten Obergeschoss. In den dortigen früheren Büroräumen sollen die Dusch- und Ruheräume für die DRK-Einsatzkräfte (tagsüber werden drei und nachts zwei Fahrzeugbesatzungen mit je zwei bis drei Rettungskräften Bereitschaft haben) entstehen. Außerdem müssen die schon bestehenden Toiletten erneuert und erweitert werden. „Das wird ein größerer Aufwand. Auch müssen wir die Fenster komplett erneuern. Die stammen noch aus dem Jahr 1974, als das Gebäude errichtet wurde. Sie sind natürlich längst nicht mehr zeitgemäß“, führt der DRK-Kreisgeschäftsführer zu den anstehenden Arbeiten aus.

Finanzierung ist geklärt

Froh ist Stefan Betz darüber, dass die Unklarheiten über die Finanzierung der Umbauarbeiten – wie berichtet – Ende März beseitigt werden konnten. Das Kreis-DRK hatte einen Notruf an Stadt und Main-Kinzig-Kreis gesendet, da die Kosten mit rund 600 000 Euro deutlich höher ausfallen als ursprünglich gedacht. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass Kreis und Stadt nun jeweils 145 000 Euro für den Umbau zur Verfügung stellen. Wir selbst bringen einen Eigenanteil von 132 000 Euro auf. Dazu kommen noch weitere 178 000 Euro von den Krankenkassen, sodass wir die finanzielle Problematik nun vom Tisch haben“, erläutert Betz die Finanzierung.

Für die Arbeiten im Bereich der zukünftigen Rettungswache wird derselbe Architekt verantwortlich sein wie für die Polizeistation im vorderen Abschnitt des Gebäudes. „Und wir können auch mit den Handwerkern zusammenarbeiten, die dort derzeit tätig sind. Ich denke, dies wird eine runde Sache. Und wir freuen uns auch bereits auf die direkte Nachbarschaft zur Polizei“, streicht Betz abschließend einen wichtigen Aspekt heraus. Denn von der Nähe zur Polizeistation erhofft sich der DRK-Kreisgeschäftsführer, dass niemand die Ausfahrt für die Rettungsfahrzeuge auf die Edisonstraße durch widerrechtliches Parken erschwert – aus Angst vor den Ordnungshütern . . .

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