7000 Kubikmeter fasst der Trinkwasser-Hochbehälter in Hochstadt, der kürzlich nach der Sanierung wieder geflutet wurde. Archivfoto: Mike Bender

Maintal

Trinkwasserknappheit noch kein Thema - dennoch sparsam sein

Maintal. Die Maintaler müssen sich trotz des erneut heißen Sommers keine Sorgen um die Trinkwasserversorgung machen. „Hessen und damit auch Maintal geht es trinkwassertechnisch gut“, teilte Kai Vahnenbruck von den Maintal-Werken auf Anfrage des MAINTAL TAGESANZEIGER mit.

Von Michael BellackHessen habe ein stabiles Grundwasservorkommen, das ausreicht, um die Versorgung sicherzustellen. Die Grundwasserspeicher werden zwar leerer, das ist in den Sommermonaten allerdings üblich. Das Maintaler Wasser ist ein Mischwasser aus dem Vogelsberg, dem Spessart und der Brunnenanlage der Maintal-Werke in Wachenbuchen.

Dennoch machen sich die sommerlichen Temperaturen deutlich bemerkbar. Die Grundwasserstände liegen laut Vahnenbruck unter dem Niveau des Vorjahres, der Wasserverbrauch sei deutlich gestiegen. Da im Sommer keine Grundwasserneubildung stattfinde, müsse der Bedarf mit den vorhandenen Ressourcen gedeckt werden.

Täglich werden von den Hessen pro Person 130 Liter Trinkwasser verbraucht. Vahnenbruck appelliert daher an die Maintaler, bewusst und ressourcenschonend mit Trinkwasser umzugehen. „Jeder Bürger sollte sich fragen, ob es notwendig ist, unser Trinkwasser dafür zu nutzen, dass der Rasen schön grün bleibt“, so Vahnenbruck. Oberste Vorsicht ist auch mit Blick auf die Waldbrandgefahr geboten. Wie die Stadt Maintal auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, ist das Grillen auf ‧öffentlichen Grünflächen in Maintal außerhalb der dafür eingerichteten Plätze verboten.

Grillen nur am Surfsee erlaubt

Gleiches gelte für offenes Feuer. Die einzige durch die Stadt angebotene Grillfläche befindet sich am Surfsee in der Grünen Mitte. Dort darf gegrillt werden.

Unabhängig von der Maintaler Regelung gelten auch übergeordnete Vorschriften. Grillen und offenes Feuer sind in Landschaftsschutzgebieten ebenso verboten wie in FFH-Gebieten. In Wäldern dürfe bei Waldbrandgefahr, also insbesondere in den Sommermonaten, weder geraucht noch gegrillt werden. Ausnahmen sind auch hier eigens dafür eingerichtete Plätze. In Maintal gibt es jedoch keine Grillplätze im Wald.

Die Alarmstufen für Waldbrandgefahr werden durch das Hessische Umweltministerium ausgerufen. Anfang Juli wurde bereits Alarmstufe A, die erste von zwei Stufen, ausgerufen. Mittlerweile hat das Umweltministerium die Gefahrenstufe jedoch wieder aufgehoben. Die bevorstehende Hitzewelle könnte jedoch erneut zu einer angespannten Situation führen. bel

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