Die goldbraun gebackenen Apfelringe überzeugen. Foto: HA

Maintal

"Tischlein deck dich": Toller Service im "Bürgerhaus Hochstadt"

Maintal. Eigentlich haben meine Begleitung und ich uns auf gute kroatische Küche in Wachenbuchen gefreut. Da wir dort jedoch wegen unserer vierbeinigen Begleitung abgewiesen werden, blicken wir in den Nachbarort und besuchen stattdessen das Bürgerhaus Hochstadt.

Als wir den Gastraum betreten, strahlt uns die Bedienung, die hinter einer hölzernen Theke steht, schon freundlich an. „Freie Platzwahl“, sagt sie mit einem Lächeln. Der Gastraum ist nicht gerade überfüllt. Nur drei Tische sind an diesem Montagabend belegt. Die restlichen knapp 40 Plätze sind frei. Wir entscheiden uns für einen Tisch in der Mitte des Gastraumes und stellen fest: Für ein Bürgerhaus ist das Interieur nicht zu altmodisch gestaltet. Trotzdem könnte eine kleine Auffrischung oder zumindest Umgestaltung, wie es meine Begleitung formuliert, nicht schaden.

Kaum haben wir Platz genommen, bringt uns die Bedienung die Karte und fragt uns nach unseren Getränkewünschen. Wir bestellen beide eine große Apfelschorle (3,60 Euro) und widmen uns dann der Speisenauswahl. Noch bevor wir uns entschieden haben, bringt die freundliche Bedienung unserem Hund eine Schüssel Wasser und uns unsere Getränke.

Eine sehr gelungene Suppe

Als Vorspeise teilen wir uns ein Knoblauchsüppchen (4,50 Euro). „Möchten Sie jeder eine oder teilen Sie sich eine Suppe?“, fragt uns die Kellnerin, während sie die Bestellung aufnimmt. Des Weiteren bestellen wir ein Cordon bleu mit Pommes (13,50 Euro) und ein Rumpsteak mit Röstzwiebeln und Bratkartoffeln (19,80 Euro).

Es dauert nicht lange, bis die Suppe dampfend vor uns steht. Die Kellnerin hat sogar freundlicherweise zwei Löffel mit dazugelegt. Zur Suppe werden zwei Scheiben Baguette serviert. Die Knoblauchsuppe ist sehr lecker gewürzt, aber keinesfalls salzscharf. Der Knoblauch ist frisch und deutlich zu schmecken, ohne dass das Aroma erschlagen wird. Auch die Konsistenz der Suppe ist schön sämig. Lediglich das Brot könnte einen Hauch knuspriger sein.

Medium rare statt medium

Gefühlt keine fünf Minuten, nachdem die Suppe abgeräumt ist, wird schon unser Beilagensalat aufgetischt, der zu den Hauptspeisen gehört. Er ist frisch, knackig und mit einem leichten Sauerrahmdressing angemacht. Unter den Salatblättern verbirgt sich ein vom Geschmack her selbstgemachter Karottensalat. Hier gibt es nichts auszusetzen.

Nun werden uns unsere Hauptgerichte serviert. Mein Begleiter hat sich bei der Bestellung seines Rumpsteaks für Medium entschieden. Zwar kommt das Fleisch etwas unter dem gewünschten Gargrad daher. Dafür ist es sehr kross angebraten und hat ein schönes Eigenaroma.

Goldbraune Apfelringe

Auch die Bratkartoffeln sind knusprig und schmecken. Lediglich bei den Röstzwiebeln vermisst meine Begleitung etwas Würze. Mit meinem Cordon bleu bin ich sehr zufrieden. Die Panade ist knusprig und das Fleisch lecker gewürzt. Die Füllung aus Käse und Schinken hat ‧einen angenehmen Eigengeschmack und fällt üppig aus. Die Fleischscheibe ist etwas dicker ausgefallen, als ich es erwartet hätte, aber sehr zart und saftig. Auch die Pommes sind kross und schmecken ausgesprochen lecker.

Nachdem wir aufgegessen haben, verspüren wir noch etwas Appetit. Da wir uns aber beide außerstande sehen, noch jeder ein komplettes Dessert zu vertilgen, greifen wir erneut auf Trick 17 zurück und teilen uns eine Portion Apfelringe mit Eis, Vanillesoße und Sahne (5,50 Euro). Die Apfelringe sind goldbraun ausgebacken und schmecken nach einem Hauch Zimt. Auch an dem Vanilleeis gibt es nichts auszusetzen. Lediglich bei der Vanillesoße ist Luft nach oben. Die hätten wir angesichts der aromatischen Leckerei gar nicht mehr für unser leibliches Wohlbefinden gebraucht.

Rundum zufrieden

Sehr gut gesättigt und zufrieden treten wir den Heimweg an. Auch unser vierbeiniger Begleiter scheint sich wohlgefühlt zu haben. So liebevoll wurde ihm in einem Restaurant schon lange kein Wasser mehr serviert. Er hat auch keinen Tropfen übrig gelassen.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir dieses Lokal wieder aufsuchen werden.

Das könnte Sie auch interessieren