Noch ganz im Bann ihrer Filmerfahrungen: Svea Damaschke war von den Dreharbeiten begeistert. Foto: Jan Max Gepperth

Maintal

Svea Damaschke: Aus Maintal auf die große Leinwand

Maintal. Einmal an einem richtigen Filmset sein und in einer Hauptrolle vor der Kamera stehen. Was sich viele Kinder und Jugendliche wünschen, ist für die Maintalerin Svea Damaschke nun wahr geworden. Denn die heute Zehnjährige ist Teil der Hauptbesetzung des Kurzfilms "Der kleine Achill".

Von Jan Max Gepperth

Der Weg zum Film kam relativ unverhofft. Die Leiterin einer Englischgruppe, die Svea besucht, ist die Schwester der Produzentin des Projektes. Als sich besagte Produzentin bei ihrer Schwester darüber austauschte, dass noch eine Rolle zu besetzen sei, schlug diese Svea vor.

Nach einem kleinen E-Casting, was bedeutet, dass Svea ein kurzes Castingvideo einsenden musste, kam es zu einem Treffen und die damals Neunjährige bekam die Rolle.

Der Film selbst handelt von einem Jungen, der auf einem Spielplatz sein Fahrrad gestohlen bekommt. Zu Hause beginnt sein Vater ihm anschließend die Geschichte von Achilles vorzulesen und diese verschmilzt in der Vorstellung des Jungen mit der Realität. Auf diese Art und Weise wird die klassische Geschichte um den Trojanischen Krieg für Kinder entsprechend aufbereitet.

Gute Betreuung bei den Dreharbeiten

Svea selbst hatte, wie sie strahlend erzählt, sehr viel Spaß am Set. „Die haben sich am Set immer sehr gut um uns gekümmert“, berichtet die Maintalerin, „wir haben dann immer regelmäßige Pausen gehabt, in denen auch mit uns gespielt wurde“. Insgesamt dürfen Kinder in diesem Alter maximal fünf Stunden pro Drehtag am Set arbeiten. Hierauf habe man sehr viel Wert gelegt, wie sich Svea erinnert: „Einmal kam ein Junge zu früh. Der wurde dann gebeten, mit seiner Mutter später wieder zu kommen.“

Auch für ihre Szenen fühlte sich Svea an ihren insgesamt neun Drehtagen sehr gut betreut. Vor jeder Szene bekam sie ein Coaching von einer professionellen Schauspielerin. „Sie hat mir beim Spielen geholfen, schließlich kennt sie sich damit aus“, sagt Svea. Auch ein Stuntman war bei dem Dreh vor Ort. Schließlich mussten die Nachwuchsschauspieler, zu denen neben Svea auch Max Freimuth aus Hanau zählte, während des Filmes auch Bogenschießen. „Der hat uns das dann alles gezeigt. Und jetzt kann ich, glaub' ich, ganz gut Bogenschießen.“

Bogenschießen mit brennenden Pfeilen

Eine Szene mit brennenden Pfeilen war auch für Svea die spannendste im ganzen Dreh. „Wir mussten Pfeile mit brennenden Marshmallows abschießen. Und weil alles aus Holz und so trocken war, hatte ich die ganze Zeit Angst, dass es anfängt zu brennen“, gesteht die Zehnjährige. Vor allem, als die Szene im Kasten war, gab es einen Schreckmoment. „Der Feuerlöscher war angegangen und hatte mein Bein angesprüht. Da dachte ich erst ich brenne“, erzählt sie.

Wenn Svea wieder die Chance bekommen würde bei einem Film mitzuwirken, würde sie ohne zu zögern einwilligen. „Am liebsten auch wieder bei Eumelfilm. Die haben sich so toll um uns gekümmert“, erklärt Svea begeistert, ehe sie schnell anfügt: „Ich war zwar noch bei keinem anderen Dreh, aber hier hat es mir so gut gefallen.“

„Der kleine Achill“ ist die erste Produktion der Produktionsfirma Eumelfilm und als Pilot für eine ganze Serie angedacht. Zurzeit läuft der Film auf mehrere Kurzfilmfestivals, ein Trailer ist auf der Online-Internetplattform Youtube zu sehen. Eine zweite Folge der Serie soll sich womöglich um Odysseus drehen.

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