An der Ampelkreuzung von Bischofsheimer Straße und Querspange kommt es seit Montag zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen, weil viele Autofahrer die gesperrte Südumgehung durch Hochstadt umfahren. Foto: Gerth

Maintal

Südumgehung: Verkehrschaos in Hochstadt

Maintal. Rote Rücklichter so weit das Auge reicht. Die Sperrung eines Teils der Südumgehung sorgt seit Montag für ein hohes Verkehrsaufkommen in Hochstadt – inklusive langer Staus mit erheblichen Wartezeiten. Dabei führt die Umleitung eigentlich über Hohe Tanne und Dörnigheim oder die A 66. Eigentlich.

Von Martina Faust

Tatsächlich nutzen viele Autofahrer die sprichwörtlich naheliegende Option und umgehen die gesperrte Strecke mit einer Fahrt durch Hochstadt. Allerdings mit Nebenwirkungen, wie viele Verkehrsteilnehmer seit Montag feststellen müssen. Insbesondere an der Ampelkreuzung von Bischofsheimer Straße und Querspange kommt es zu langen Staus, die aufgrund der Ampelschaltung den Autofahrern viel Geduld abverlangen. Da kann die Fahrt von Hochstadt ins Dörnigheimer Klingseegebiet schon mal 40 Minuten dauern, wie eine Hochstädterin schilderte.

Manche nehmen es mit Humor

Die einem nehmen's mit Humor, erklären angesichts der langen „Rücklichter-Kette“ die Adventszeit für eingeläutet, andere können nicht nachvollziehen, warum die Südumgehung nicht abschnittweise saniert wird und somit zumindest teilweise befahrbar bleibt. Und es gibt Vorschläge, die Ampelschaltung dahingehend zu verändern, dass die Grünphase für Autofahrer aus Hochstadt verlängert wird.

Ampelphasen sollen verlängert werden

Auf Nachfrage teilt Hessen Mobil mit, dass „die Signalbaufirma bereits mit entsprechenden Anpassungen beauftragt wurde“. Allerdings befürchtet die Straßenverkehrsbehörde, dass damit ein zusätzlicher Anreiz geschaffen werden könnte, durch Hochstadt zu fahren und nicht die ausgewiesene Umleitung zu nutzen.„Die Ortsdurchfahrt Hochstadt war und ist nicht Bestandteil des Umleitungskonzepts. Die Anwohner werden durch den zusätzlichen Verkehr besonders beeinträchtigt“, macht eine Pressesprecherin von Hessen Mobil deutlich. Leider lasse sich nie ganz ausschließen, dass die Umleitungsbeschilderungen von einigen Verkehrsteilnehmern ignoriert oder vorsätzlich missachtet würden.

Einige Autofahrer ignorieren Sperrung

„Oft werden sogar bestehende Absperrschranken und Verkehrszeichen mutwillig umgestellt oder beschädigt. Das führt unter anderem auch dazu, dass innerörtliche Straßen befahren werden, um die Ziele auf kürzestem Wege zu erreichen, obwohl eine ordnungsgemäße, überörtliche Umleitungsbeschilderung ausgewiesen ist.“Tatsächlich kam es erst gestern dazu, dass Autofahrer versucht haben, den Baustellenbereich auf der Südumgehung zu befahren, sodass mittlerweile die Maintaler Ordnungsbehörde im Einsatz ist. „Sie sichert morgens die Baustelle mit ab und lässt nur den Busverkehr queren. Auch werden die Schleichwege über die Feldgemarkung kontrolliert. Hier werden auch Verwarnungen ausgesprochen“, teilt Maintals Pressesprecherin Nicole Bilz mit.

Angesichts der Tatsache, dass die Baustelle erst am Montag eingerichtet wurde und seitdem die Sperrung gilt, setzen sowohl Hessen Mobil als auch die Stadt Maintal darauf, dass sich die Verkehrsteilnehmer mit der Zeit den neuen Gegebenheiten anpassen. „Erfahrungsgemäß braucht es ein paar Tage, bis sich die Verkehrsteilnehmer auf die neue Situation eingestellt haben. Wir können nur appellieren, die Südumgehung bis zum Ende der Arbeiten weiträumig zu umfahren und die ausgewiesenen Umleitungen auch zu nutzen“, so Bilz. Auf diese Weise hofft man auf eine Entlastung der Verkehrssituation in Hochstadt.

„Für die Verkehrsteilnehmer wurden zwei alternative Umleitungen, einmal über die Kennedystraße und einmal über die A 66 ausgewiesen. Wir möchten in diesem Zusammenhang an die Verkehrsteilnehmer appellieren, die ausgeschilderten Umleitungsstrecken zu nutzen“, heißt es auch von Hessen Mobil.Sofern die Arbeiten planmäßig durchgeführt werden können, ist mit einem Abschluss der Maßnahme voraussichtlich bis zum zweiten Adventswochenende zu rechnen.

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