Ob der Green Tower tatsächlich gebaut wird, ist noch nicht final entschieden. Derzeit ist es ruhig um das Projekt geworden. Visualisierung: Ideeplan

Maintal

Stillstand beim Green Tower: Keine Äußerung des Eigentümers

Maintal. Es ist still geworden um ein Projekt, das noch im Sommer emotional diskutiert worden war. Grund genug für Klaus Seibert von der Wahlalternative Maintal (WAM), beim Magistrat nachzufragen, wie der aktuelle Stand in Sachen Green Tower ist.

Von Martina Faust

Das geplante, 17-stöckige Hochhaus, das auf einer Freifläche des Michel-Hotels am Dörnigheimer Ortseingang entstehen soll, hatte im Mai und Juni für Furore gesorgt und nicht zuletzt einen Keil zwischen die Fraktionen getrieben.

Seitdem hat sich nichts getan. Zumindest nicht vonseiten des Hotelbesitzers Ido Michel, der das Bauvorhaben als privater Investor auf seinem Grundstück realisieren möchte. Aber möglicherweise nicht unter den Bedingungen, die die Stadtverordneten in ihrer Sitzung im Juni forderten, ließe sich mutmaßen.

Von den 60 Wohnungen, die der Eigentümer ergänzend zu Räumen für die öffentliche Nutzung in dem 17 Etagen hohen Turm verwirklichen möchte, sollen mindestens 20 als günstige Mietwohnungen angeboten werden. So sieht es eine Grundsatzentscheidung aller Fraktionen vor, die bei Neubauten im Geschosswohnungsbau 30 Prozent geförderten Wohnungsbau vorschreibt und auch beim Green Tower Anwendung finden soll.

Bedenken hinsichtlich der Parkplätze

Weil im Kontext der geplanten maximalen Auslastung der Fläche zudem Bedenken hinsichtlich der Bereitstellung von 120 Parkplätzen laut wurden, verlangten die Stadtverordneten zudem ein Mobilitätskonzept. Und auch ein Energiekonzept muss Michel vorlegen und sich bereit erklären, die aus den Vorgaben resultierenden Kosten zu tragen, bevor er den nächsten Schritt hin zur Realisierung seines Bauvorhabens machen kann.

Festgeschrieben werden sollen diese Bedingungen in einem städtebaulichen Vertrag, der – die Zustimmung der Parlamentarier vorausgesetzt – zwischen Stadt und Investor geschlossen würde.

Entwurf liegt vor

Ein Entwurf für einen Vorvertrag zu einem städtebaulichen Vertrag liegt Ido Michel bereits seit September vor. „Wir haben bisher dazu von ihm keine Rückmeldung erhalten“, teilt der Erste Stadtrat und Baudezernent Ralf Sachtleber mit. Daher lasse sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch nicht abschätzen, wann der Vertrag abgeschlossen werden könne.

Mit einer zügigen Umsetzung des ehrgeizigen Bauvorhabens dürfte daher nicht zu rechnen sein. Schließlich ist davon auszugehen, dass der städtebauliche Vertrag mindestens ebenso eingehend und kontrovers in den zuständigen Ausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung diskutiert werden wird, wie die Vorstellung des Projekts. Und dann steht im Rahmen des regulären Bauleitplanverfahrens auch noch die Beteiligung der übergeordneten Behörden aus, um deren Genehmigung für das umstrittene Bauvorhaben einzuholen.

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