„Touching Voltage“ heißt das Kunstwerk, das irgendwann vor dem Bürgerhaus Bischofsheim stehen soll. Nur wann ist die Frage, denn noch ist ungewiss, wie es mit dem Bürgerhaus weitergeht. Foto: PM

Maintal

Standort für Kunstwerk "Touching Voltage" noch unklar

Maintal – Die Zustimmung war reine Formsache. Einstimmig bestätigten die Stadtverordneten das Kunstwerk „Touching Voltage“ (Berührungsspannung) der Künstlerin Anne Pfeifer als Sieger eines Bürgervotums. Gleichzeitig stimmten sie dem Erwerb für 21 000 Euro zu. Nur wann und wo das Kunstwerk aufgestellt wird, ist noch offen.

Von Martina FaustKonzipiert wurde „Touching Voltage“, das aus zwei sich kreuzenden Lichterbögen besteht, für den neu zu gestaltenden Vorplatz des Bürgerhauses Bischofsheim. Es soll die Bedeutung des Bürgerhauses als Ort für Begegnungen unterstreichen. Sobald Betrachter einen Stromkreislauf bilden, indem sie sich und die Skulptur berühren, leuchtet diese. „Um die Skulptur im leuchtenden Zustand zu erfahren, muss man also mit anderen in Kontakt treten, ihnen begegnen“, erläutert die Künstlerin.

Während sich die Maintaler im Rahmen eines Bürgervotums im Herbst, bei dem insgesamt zehn Vorschläge von verschiedenen Künstlern zur Auswahl standen, mehrheitlich für „Touching Voltage“ aussprachen, fehlt dieses mehrheitliche Votum derzeit seitens der Stadtverordneten – und zwar für das Bürgerhaus Bischofsheim. Nach wie vor ungeklärt ist die Frage, ob das Veranstaltungshaus saniert oder neu errichtet wird. Damit ist ebenfalls offen, wo das Kunstwerk stehen soll.

Bürgerhaus Bischofsheim wird von der Stadtleitbildgruppe "Maintal kulturell" favorisiert

Für die Stadtleitbildgruppe „Maintal kulturell“, die das Projekt „Kunst im öffentlichen Raum“ initiiert und den Wettbewerb aktiv begleitet hat, steht fest: „Das Kunstobjekt wurde für das Bürgerhaus entworfen“, wie Gudrun Randt in der Sitzung des federführenden Ausschusses für Soziales, Jugend, Sport und Kultur unterstrich. Als Sprecherin der Gruppe machte sie deutlich, „dass wir zunächst gerne die Entscheidung zum Bürgerhaus abwarten“. Die Gruppe könnte sich durchaus vorstellen, das Kunstwerk zunächst vor dem Bürgerhaus aufzustellen und es für die Zeit der Baumaßnahme abzubauen und einzulagern.

Dieser Vorschlag wiederum gefiel Sebastian Maier (SPD) nicht: „Das Kunstwerk soll öffentlich sein und zeitnah aufgestellt werden. Wir wollen es nicht einlagern. Zumal die Bauzeit bestimmt zwei Jahre oder mehr betragen kann.“ Die SPD präsentierte als möglichen Alternativstandort die Maintal-Halle in Dörnigheim, die ebenfalls ein Ort der Begegnung sei.

SPD präsentiert die Maintal-Halle in Dörnigheim als möglichen Alternativstandort

Diese Idee jedoch stieß bei der Stadtleitbildgruppe nicht auf Zustimmung. „Wenn wir das Kunstwerk vor der Maintal-Halle aufstellen, muss es zu einem späteren Zeitpunkt versetzt werden, und dann entstünde dort eine Lücke“, so Randt. Diese könnte natürlich durch ein neues Kunstwerk geschlossen werden, denn das Projekt sieht die Aufstellung weiterer Objekte im öffentlichen Raum vor. Allerdings gibt es hierfür keinen Zeitplan, und Randt gab zu bedenken, dass die Ausschreibung mit einem großen Aufwand und einer hohen Belastung für die ehrenamtlichen Mitglieder der Gruppe verbunden gewesen sei.

Gerade weil das Kunstwerk für das Bürgerhaus Bischofsheim das „Kind“ der Stadtleitbildgruppe ist, soll diese in die Entscheidung über die Aufstellung eingebunden sein. Bis zum Juni soll die Gruppe nun mögliche, vorläufige Standorte bis zur Fertigstellung des Bürgerhauses Bischofsheim dem Ausschuss für Soziales, Jugend, Sport und Kultur zur Beschlussfassung vorlegen, entschieden die Parlamentarier.

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