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Städtepartnerschaften sollen wieder ins Bewusstsein rücken

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Mit einer großen Abordnung war Maintal im vergangenen Jahr anlässlich der Feier des 40-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit Moosburg in der Kärntner Marktgemeinde. Natürlich nahmen die Gäste aus Hessen auch am Festzug zum Arnulfsfest teil. Die Moosburger haben bereits ihre Teilnahme am „Fest der Freundschaft“ in Maintal zugesagt. Archivfoto: Kalle
Mit einer großen Abordnung war Maintal im vergangenen Jahr anlässlich der Feier des 40-jährigen Bestehens der Partnerschaft mit Moosburg in der Kärntner Marktgemeinde. Natürlich nahmen die Gäste aus Hessen auch am Festzug zum Arnulfsfest teil. Die Moosburger haben bereits ihre Teilnahme am „Fest der Freundschaft“ in Maintal zugesagt. Archivfoto: Kalle

Maintal. Die Städtepartnerschaften sind in Maintal in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. Doch das soll sich nun ändern: Sie sollen wieder stärker ins Bewusstsein der Maintaler rücken.

Von Lars-Erik GerthDie Stadtverordnetenversammlung beschloss in ihrer Februarsitzung, die Maintaler Städtepartnerschaften neu auszurichten. Eine wichtige Rolle soll dabei dem neu installierten Beirat Städtepartnerschaften zukommen.Treibende Kraft bei der Neuorganisation ist Stadtverordnetenvorsteher Karl-Heinz Kaiser (SPD). Er will dabei die Maintaler Politik, deren Interesse an den Städtepartnerschaften sich in den vergangenen Jahren in engen Grenzen gehalten hatte, stärker miteinbeziehen.

Interesse war "früher größer"„In den 1970er und 1980er Jahren war das allgemeine Interesse in Maintal an den Städtepartnerschaften deutlich größer als in den vergangenen Jahren. Das wird auch an den Kürzungen der städtischen Mittel für die Städtepartnerschaften deutlich, die zuletzt vorgenommen wurden“, erklärt Kaiser im Gespräch mit unserer Zeitung.Noch in den 70er Jahren habe die Stadt Maintal für die damals erst zwei Partnerschaften mit Luisant (Frankreich) und Moosburg (Österreich) laut Kaiser insgesamt 50 000 D-Mark (rund 25 000 Euro) zur Verfügung gestellt. Für mittlerweile vier Partnerschaften (Esztergom/Ungarn und Katerini/Griechenland kamen 1993 respektive 1995 hinzu) wurde der städtische Zuschuss im Rahmen des Bürgerhaushalts 2014 auf letztlich nur noch 7000 Euro zusammengestrichen.Kaiser: Politik ist gefordert„Das ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Deswegen war es jetzt an der Zeit, der Politik auch deutlich zu machen, was hinter diesen Städtepartnerschaften steckt und das wir diese neu ausrichten. Dafür haben wir den Beirat ins Leben gerufen, in dem nun gerade auch die Politik gefordert ist, mitzuwirken, um die Partnerschaften noch stärker im Bewusstsein der Maintaler zu verankern“, verhehlt Kaiser nicht, dass sich die Mehrheit der Stadtverordneten, denen er vorsteht, in den vergangenen Jahren doch recht wenig um die Städtepartnerschaften gekümmert und darüber informiert habe.

Kaiser, der selbst schon Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Moosburg-Maintal gewesen ist, hat gemeinsam mit Frank Robanus, dem neuen Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins, auch die Idee des „Fests der Freundschaft“ auf den Weg gebracht, das – wie berichtet – über Himmelfahrt in Maintal stattfinden soll und für welches das Stadtparlament immerhin 7500 Euro zur Verfügung stellt. Sowohl Luisant als auch Moosburg haben bereits zugesagt, zu diesem Fest Delegationen in die hessische Partnerstadt zu entsenden.Gutes Zeichen Kaiser und Robanus geben sich auch zuversichtlich, dass eine Gruppe aus Esztergom ebenfalls nach Maintal kommen werde. Dabei stellt Kaiser allerdings nicht in Abrede, dass gerade die AG Esztergom-Maintal mit ihrem Vorsitzenden Erich Fischer an der Spitze dem neuen Beirat zunächst skeptisch gegenüber stehe. „Da wird es aber noch weitere Gespräche geben, denn wir wollen natürlich alle Arbeitsgemeinschaften im Boot haben“, so Kaiser und Robanus.Ein gutes Zeichen dafür, dass die Städtepartnerschaften wieder mehr Bedeutung in Maintal erhalten, sehen Robanus und Kaiser auch darin, dass sowohl Bürgermeisterin Monika Böttcher als auch Erster Stadtrat Ralf Sachtleber im vergangenen Jahr in Moosburg mit dabei waren, als das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der Kärntner Marktgemeinde gefeiert wurde.Blick auf 2018Der hauptamtliche Magistrat habe nämlich in der näheren Vergangenheit eher durch Abwesenheit geglänzt, wenn es um Besuche in den Partnerstädten gegangen sei, verdeutlichen der Parlamentschef und der neue Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, dass es noch einiges zu tun gibt, um die Bedeutung der Städtepartnerschaften gerade der Politik, aber auch den Bürgern näher zu bringen. Dafür soll das „Fest der Freundschaft“ ein wichtiger Baustein sein.Kaiser und Robanus blicken aber ebenso bereits auf 2018, wenn die Partnerschaft zwischen Maintal und Esztergom 25 Jahre alt wird. Dieses Jubiläum soll entsprechend mit den ungarischen Freunden gefeiert werden. Hier werde es Gespräche mit der AG Esztergom-Maintal geben. Zunächst aber wird sich der neue Beirat Städtepartnerschaften erst einmal am 12. Mai konstituieren und seine Arbeit aufnehmen. Und dann steht schon das „Fest der Freundschaft“ an.

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