Beim Blick auf den Main lässt sich herrlich entspannen: Das Dörnigheimer Mainufer lockt vor allem im Sommer Erholungssuchende nicht nur aus Maintal sondern aus der ganzen Region. Der Bereich soll weiter aufgewertet werden. Wie das geschehen soll, darüber gibt es Diskussionen. Archivfoto: Kalle

Maintal

Stadtverordnetenversammlung: Positives Signal für Leitbildgruppe

Maintal. Am Mainufer in Dörnigheim suchen und finden viele Maintaler Erholung und verbringen ihre Freizeit. Aber auch Auswärtige schätzen das Ambiente. Wie dieses Aushängeschild der Stadt weiter aufgewertet und gestaltet werden soll, hat nach dem Hauptausschuss am Montagabend auch die Stadtverordnetenversammlung beschäftigt.

Von Monica Bielesch

Seit Jahren setzt sich die eigens zu diesem Thema gegründete Stadtleitbildgruppe Mainufer für ein großes Funktions- und Gesamtkonzept ein. Vor fast genau einem Jahr präsentierte die Gruppe um Roland Hahn, Hannelore Eimer und Hayriye Rupin ihre Ideen in einer gut besuchten Infoveranstaltung im Gemeindehaus Dörnigheim.

Im April 2017 hat die Gruppe ihr Funktions- und Gestaltungskonzept mit den Ergänzungen aus der öffentlich Veranstaltung bei der Verwaltung eingereicht. „Sechs Wochen später habe ich mal nachgefragt“, erinnert sich Hahn. Die Auskunft der Verwaltung sei gewesen: Es werde auf Rückmeldungen aus den zuständigen Fachbereichen zu dem Konzept gewartet. Weitere Verzögerungen gab es in der Folge, weil die Verwaltung nach eigenen Worten mit dem Integrierten Verkehrsentwicklungsplan beschäftigt gewesen sei.

Warten auf Antrag auf FörderungDann musste die Stadtleitbildgruppe wieder warten, weil die Stadt für den Bereich des Mainufers einen Antrag auf Förderung im Landesprogramm „Zukunft Stadtgrün“ gestellt hatte. Am Ende erhielt Maintal keinen Zuschlag, will sich laut Erstem Stadtrat Ralf Sachtleber (parteilos) aber in diesem Jahr erneut bewerben. Im Dezember traf sich die Stadtleitbildgruppe mit Sachtleber und drängte auf Fortschritte. Kurz vor Weihnachten schließlich lagen die Anmerkungen der Verwaltung schriftlich vor und wurden Hahn und Rupin per E-Mail „zur Information“ zugesendet. In entscheidenden Punkten widersprach die Verwaltung dem Konzept der Stadtleitbildgruppe, etwa beim Thema Toiletten am Mainufer. Hahn und Rupin halten diese für unabdingbar, die Verwaltung spricht sich dagegen aus. Soweit die lange und ziemlich zähe Vorgeschichte.

Am Montagabend im Parlament waren alle Redner im Bürgerhaus Bischofsheim voll des Lobes über das ehrenamtliche Engagement der Stadtleitbildgruppe. „Ein Paradebeispiel für bürgerliches Engagement“, meinte etwa FDP-Mann Thomas Schäfer. Er betonte aber auch, dass es nun für die Parlamentarier gelte, die eigenen Vorstellungen zum Mainufer anzubrigen.

FDP: Außengastronomie neu ausschreibenSo will die FDP unter anderem, dass es für die Außengastronomie, die bereits seit zwei Jahren als Pilotprojekt vom Maintaler Unternehmer Ahmed Cetiner betrieben und weiter entwickelt wird, nach Auslaufen seines Vertrags mit der Stadt neu ausgeschrieben wird. Für die CDU merkte Christoph Stückenschneider an, dass auch Cetiner sich um die Aufwertung des Mainufers verdient gemacht hätte. Dieser habe für die Außengastronomie Mainkultur in 2016 Verluste von 9000 Euro gehabt und im vergangenen Jahr standen den Ausgaben von rund 45 000 Euro Einnahmen von 34 000 Euro gegenüber. „Nun ein Vergabeverfahren zur Ausschreibung der Außengastronomie einzufordern, ist das falsche Signal“, betonte Stückenschneider.

Jörg Schusko (WAM) hingegen wollte ein Signal in Richtung Stadtleitbildgruppe senden und verwies auf die „Irritationen“ bei den Ehrenamtlichen und griff deren Wunsch auf, ausführlich zu den Anmerkungen der Verwaltung Stellung nehmen zu können. Dem WAM-Änderungsantrag, das Funktions- und Gestaltungskonzept wieder in den zuständigen Hauptausschuss für Finanzen und Stadtentwicklung zu überweisen und dort mit allen Beteiligten erneut zu beraten, stimmten am Ende alle Fraktionen einstimmig zu. Hahn und Rupin zeigten sich ob dieser Entscheidung erleichtert..

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