Die Parlamentarier haben die Qual der Wahl. Archivfoto: Mike Bender

Maintal

Stadtratswahl: Das sind die Kandidaten und ihre Chancen

Maintal. Zeitnah wird sich entscheiden, wer die Nachfolge von Ralf Sachtleber (parteilos) als Erster Stadtrat antritt. Wir stellen hier die Kandidaten vor und versuchen ihre Chancen auf das Amt darzulegen.

Marlies von der Malsburg (SPD)

Foto: PM

Die Kandidatin: Die Frankfurterin Marlies von der Malsburg gehörte 2018 zum geplanten Regierungsteam von Thorsten Schäfer-Gümbel, aktuell ist sie Büroleiterin des Europaabgeordneten Udo Bullmann. Ihre beruflichen Stationen führten sie unter anderem für das Auswärtige Amt zur deutschen Botschaft nach Lissabon. Sie lebt in Frankfurt, wo sie kommunalpolitisch im Ortsbeirat Nordend aktiv ist.

Ihre Chancen: Die SPD-Frau hat kommunalpolitische Erfahrung und ist laut eigener Aussage „in der Region enorm gut vernetzt“. Als Kandidatin der mit 14 Sitzen stärksten Kraft im Maintaler Parlament dürfte sie die besten Chancen haben.

Martin Fischer (CDU)

Archivfoto: Kalle Meyer

Der Kandidat: Martin Fischer ist Partei- und Fraktionsvorsitzender der CDU. Der gebürtige Sachse lebt seit Mitte der 1990er Jahre in Maintal, ist ausgebildeter Lokomotivführer und war jahrelang für die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) tätig, ehe er im Jahr 2014 Geschäftsführer der CDU Main-Kinzig wurde.

Seine Chancen: Fischer ist ein erfahrener Lokalpolitiker und dürfte einen Großteil seiner elfköpfigen Fraktion hinter sich haben. Sollte es keine Abweichler geben, benötigt er aber zumindest im ersten und zweiten Wahlgang noch Wähler aus den anderen Fraktionen. Zumindest auf die Grünen und die WAM als Unterstützer von Amtsinhaber Ralf Sachtleber dürfte er dabei allerdings nicht zählen können.

Sabine Freter (parteilos)

Archivfoto: PM

Die Kandidatin: Die studierte Bauingenieurin ist derzeit bei der Stadt Mörfelden-Walldorf beschäftigt. Außerdem kann sie 25 Jahre Erfahrung in der Verwaltung vorweisen.

Ihre Chancen: Für die Stadtverordneten, denen angeblich fachliche Kompetenz wichtiger ist als ein Parteibuch oder Erfahrung in der Kommunalpolitik, könnte die 51-Jährige die richtige Kandidatin sein. Sie weiß, wie Verwaltung funktioniert und hat als Stadtwerkechefin auch schon Erfahrung in Mitarbeiterführung. Außerdem hat sie durch ihr Studium Kenntnisse in Bau- und Stadtentwicklung.

Anahit Schäfer (FDP)

Archivfoto: Martina Faust

Die Kandidatin: Seit zweieinhalb Jahren sitzt die Dörnigheimerin für die Maintaler FDP im ehrenamtlichen Magistrat. Durch ihren Ehemann Thomas Schäfer, Fraktionsvorsitzender der FDP in der Stadtverordnetenversammlung, erlebt die studierte Chemikerin, die sich als Schneiderin selbstständig gemacht hat, den demokratischen Entscheidungsprozess zudem seit Jahren hautnah mit, wie sie sagt.

Ihre Chancen: Mit sechs Sitzen sind die Liberalen nach den Grünen die zweitkleinste Fraktion im Maintaler Parlament. Trotz ihrer Erfahrung in der Lokalpolitik könnte es daher für Anahit Schäfer eng werden. Denn die beiden größten Fraktionen, die SPD und die CDU, schicken jeweils eigene Kandidaten ins Rennen.​

Ahmet Cetiner (parteilos)

Foto: PM

Der Kandidat: Der studierte Wirtschaftsfachwirt lebt seit 17 Jahren in Maintal. Der Unternehmer hat sich in den vergangenen Jahren vielfach für die Stadt stark gemacht, und zwar in den Themenfeldern Mobilität, Leben und Arbeiten.

Seine Chancen: Ahmet Cetiner ist ein Macher, ist erfahren darin, Projekte anzugehen und umzusetzen. Er kennt zwar die Stadt und ist gut vernetzt, aber seine Chancen dürften durch seine fehlenden Erfahrungen in der Kommunalpolitik und durch den fehlenden Rückhalt einer ganzen Fraktion eher gering sein. ​

Ioannis Sarigiannidis (parteilos​)

Foto: Privat

Der Kandidat: Der Maintaler arbeitet aktuell bei einem Bildungsträger in Hanau und nebenbei an einer Tankstelle. Erfahrungen in der Kommunalpolitik oder im Verwaltungswesen hat er nicht.

Seine Chancen: Als Mann aus dem Volk hat Ioannis Sarigiannidis keinen Rückhalt einer ganzen Fraktion. In erster Linie dürfte er aufgrund seiner fehlenden Erfahrungen wohl einer der Kandidaten mit den wenigsten Chancen auf eine Wahl sein.

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