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Stadt setzt auf soziales Management für Kindertagesstätten

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Zertifikatsübergabe: Im November haben Mitarbeiter der städtischen Kindertagesstätten und der Servicestelle Kindertagespflege eine Weiterbildung im Bereich „Systemische Organisationsentwicklung und Management“ abgeschlossen. Foto: PM
Zertifikatsübergabe: Im November haben Mitarbeiter der städtischen Kindertagesstätten und der Servicestelle Kindertagespflege eine Weiterbildung im Bereich „Systemische Organisationsentwicklung und Management“ abgeschlossen. Foto: PM

Maintal. Anfang November haben alle Führungskräfte der städtischen Kindertagesstätten eine zweijährige Weiterbildung im Bereich „Systemische Organisationsentwicklung und Management“ abgeschlossen.

Von Sebastian Zeh 

Diese wurde vom Odenwald-Institut der Karl-Kübel-Stiftung unter der Leitung der Professorin Dagmar Hosemann von der Evangelischen Hochschule Darmstadt durchgeführt.

Wie die Stadt Maintal mitteilte, nahmen die Teilnehmer im Rahmen einer kleinen Feierstunde ihr Zertifikat als „Sozialer Manager“ entgegen. Die Weiterbildung, die vor Ort in Kita-Räumen durchgeführt wurde, bestand aus acht Modulen. Pro Modul ging es in jeweils drei Tagen um Managementfähigkeiten, Organisationsstrukturen sowie Personalentwicklung und -führung.Qualifiziertes Personal wichtig, um Anforderungen gerecht zu werdenBei der Verleihung lobte Hosemann das Engagement der Stadt Maintal. „Ich habe noch nicht erlebt, dass eine Kommune für so viele Personen eine so umfangreiche Weiterbildung angeboten hat.“ Neben allen Leiterinnen und Stellvertreterinnen städtischer Kitas sowie der Servicestelle Kindertagespflege – insgesamt 24 Personen – kamen auch sechs Erzieher, die sich für Leitungsaufgaben qualifizieren wollten, in den Genuss des Angebots.

Heidrun Barnikol-Veit, die Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie der Stadt Maintal, betonte, wie wichtig qualifiziertes Personal sei, um den Anforderungen an Kindertagesstätten gerecht zu werden. „Heutzutage umfassen die Teams der städtischen Kitas 15 bis 40 Mitarbeiter. Es werden 80 bis 200 Kinder betreut.“ Ein hohes Maß an Verantwortung und Führungskompetenz sei daher unablässig.Kita Eichenheege soll erweitert werdenIm Rahmen der Weiterbildung haben die Teilnehmer verschiedene Projekte erarbeitet. Im Zuge dessen ist beispielsweise die Idee „Ein Haus für Kinder und Familien“ entstanden, die bereits im Frühjahr im Ausschuss für Soziales, Jugend, Sport und Kultur vorgestellt wurde.

Nach diesem Konzept soll die im Stadtteil Dörnigheim geplante und neu zu bauende Kita Eichenheege um weitere Räumlichkeiten für die Servicestelle Kindertagespflege sowie für Familienbildungsangebote erweitert werden, um so die Betreuungskonzepte zu vereinen und Übergänge zu erleichtern.Budget für weitere Fort- und Weiterbildungen bestätigtDarüber hinaus wurde in einigen Kindertagesstätten begonnen, das Außengelände umzugestalten. Eine Kita gründete eine Krabbelgruppe für Mütter mit Kindern unter einem Jahr. In einem weiteren Projekt wurde die Zusammenarbeit zwischen drei Kindertagesstätten ausgebaut. Es fanden gegenseitige Besuche statt, es wurden gemeinsame Ausflüge durchgeführt und ein Fußballturnier veranstaltet.

Die Ergebnisse der Qualifizierung überzeugten auch Bürgermeisterin Monika Böttcher. „Diese finanzielle Investition lohnt sich: Die Ergebnisse kommen auf vielfache Weise den rund 1400 Kindern in unseren Einrichtungen und somit auch den Eltern zugute.“ Böttcher freue sich, dass die Stadtverordneten mit Beschluss des Haushaltes 2018 das Budget für Fort- und Weiterbildungen bestätigt haben.

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