Dank der Initiative des Fördervereins des Maintaler Gymnasiums kann die IT-Ausstattung weiter ausgebaut werden. Es freuen sich Stefan Geiger (von links), Christine Kirchmann, Manuela Lörke (Schulelternbeirat), Claus Wörn (Schulleiter), Lehrerin Saskia Heber und Bernhard Siever (Schulleitung)
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Dank der Initiative des Fördervereins des Maintaler Gymnasiums kann die IT-Ausstattung weiter ausgebaut werden. Es freuen sich Stefan Geiger (von links), Christine Kirchmann, Manuela Lörke (Schulelternbeirat), Claus Wörn (Schulleiter), Lehrerin Saskia Heber und Bernhard Siever (Schulleitung)

Corona-Krise

So hat sich die Albert-Einstein-Schule auf den Schulstart mit Corona vorbereitet

  • vonUlrike Pongratz
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Er sei froh, so Claus Wörn, Schulleiter der Albert-Einstein-Schule (AES) in Maintal-Bischofsheim, dass Nordrhein-Westfalen den Weg mit einer zeitlich begrenzen Maskenpflicht im Unterricht eingeschlagen habe. Auch er könne sich vorstellen, so den Präsenzunterricht am Montag zu Beginn des neuen Schuljahres zu starten. Auch der Elternbeirat des Maintaler Gymnasiums hat sich diesem Vorschlag angeschlossen.

Maintal – Zwei Wochen lang werden Lehrer und zirka 1100 Schüler auch während des Unterrichts einen Nasen-Mund-Schutz tragen. Mit dieser weiteren, sicher nicht angenehmen, aber zumutbaren Maßnahme will die Schulleitung ein mögliches Infektionsgeschehen eindämmen und eine Schul-Schließung unbedingt vermeiden.

Denn das letzte Halbjahr habe gezeigt, dass es zu Präsenzunterricht, zu sozialen Kontakten und einer geregelten Tagesstruktur keine Alternative gäbe. Nur wenige Schüler hätten von der Fokussierung auf das Lernen während des Online-Unterrichts profitiert und mehr gelernt, während viele nun tatsächlich zusätzliche Unterstützung bräuchten.

Maintal: AES hat Sommercamp für alle Jahrgangsstufen angeboten

Deshalb hat die AES für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen während der Ferien Sommercamps angeboten. Bei der Rückkehr zum „normalen Stundenplan“ – es wird die volle Stundenzahl unterrichtet – nutzt die Schulleitung ihre Gestaltungsspielräume und stärkt im ersten Schulhalbjahr die Hauptfächer.

Zweiter Schwerpunkt des AES-Konzepts ist der Ausbau der IT-Ausstattung. Dank der Initiative des Fördervereins und der Vorsitzenden Dr. Irmgard Körber wird es im kommenden Schuljahr an der AES weitere „Laptop-Klassen“ geben können. Rund 18 000 Euro hat der Verein aus Spenden und Beiträgen hierzu vorfinanziert. Perspektivisch soll in Zukunft jeder einzelne Schüler mit einem eigenen oder einem Leasing-Gerät ausgestattet werden.

AES in Maintal sei digital gut aufgestellt

In der Phase des Übergangs arbeitet man in der AES parallel, zurzeit dürfen Schüler im Unterricht herkömmliche Schreibhefte und Tablets verwenden. „Wir sind insgesamt digital gut aufgestellt“, so Wörn, „in allen Räumen befinden sich Whiteboards, wir besitzen ein leistungsfä-higes W-Lan und waren früh an das hessische Schulportal „lanis“ angebunden, das wir als eine Art digitales Klassenbuch nutzen.“ Auch Lehrerkonferenzen konnten und können problemlos als Videokonferenzen stattfinden. Dennoch freut sich das Kollegium darauf, die Schüler wiederzusehen, alles wird auf den Unterricht im Schulgebäude vorbereitet. Nach wie vor gelten die Hygiene- und Abstandsregeln. Beispielsweise bleiben die Fenster so lange es geht geöffnet, es gibt zusätzliche Spender für die Handdesinfektion und Reinigungsmittel für Schulmobiliar.

Im Sommerferiencamp konnten Schüler der Albert-Einstein-Schule Wissenslücken in den Hauptfächern schließen. Nach der corona-bedingten Pause beginnt am Montag wieder der Schulalltag – allerdings mit einigen Einschränkungen.

„Wir empfehlen den Eltern außerdem, ihren Kindern ein eigenes kleines Fläschchen zum Reinigen der Hände in die Schultasche zu packen“, so Wörn. Der Schulbetrieb ist außerdem so organisiert, dass sich Gruppen so wenig wie möglich mischen. Lehrer führen die Klassen vom Schulgelände zurück in die Räume. In den Pausen dürfen Klassen jeweils nur ein bestimmtes Areal nutzen. Außerhalb der Klassenzimmer gilt grundsätzlich Maskenpflicht.

Einschulungsfeier in Maintaler Schule unter freiem Himmel

Im sogenannten Karottenhof wird die Einschulungsfeier der fünften Klassen stattfinden. Für die „Neu-Einsteiner“ und ihre Familien wird es ein verkürzter Festakt sein, für Schulleiter Wörn hingegen wird es ein langer Vormittag. Jede der fünf neuen Klassen wird separat empfangen. Die künftigen Elternabende der Klassen werden im großen Atrium, nicht im Klassenzimmer stattfinden.

Zum normalen Schulbetrieb mit Hausaufgabenbetreuung gibt es keine wirkliche Alternative, das hat das vergangene Schuljahr gezeigt. Die AES tut alles in ihrer Macht stehende, um Präsenzunterricht zu gewährleisten.

Allerdings auf die Ausbreitung von Covid-19 in Maintal und im Einzugsgebiet ihrer Schüler hat sie keinen Einfluss. „Das Kollegium hat sich der Herausforderung der Digitalisierung gestellt“, sagt Schulleiter Wörn. Die Schule sei auch auf digitalen Unterricht eingestellt und werde dann versuchen, die Tages- und Unterrichtsstruktur beizubehalten.

Mehr Informationen

Weitere Informationen zur Maskenpflicht und zum Hygienekonzept der Albert-Einstein-Schule unter aes-maintal.de

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