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Seniorenzentrum "Kleeblatt": Einzug noch vor Ostern

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Die letzten Kartons werden entpackt und das Hochstädter „Kleeblatt“ rückt seiner Fertigstellung immer näher. Foto: Bender
Die letzten Kartons werden entpackt und das Hochstädter „Kleeblatt“ rückt seiner Fertigstellung immer näher. Foto: Bender

Maintal. Im Seniorenzentrum "Kleeblatt" in Hochstadt wird mit Hochdruck an der Fertigstellung der Einrichtung gearbeitet: Sie soll noch vor Ostern bezogen werden.

Von Martina Faust

Irgendwo kreischt eine Säge, Elektrokabel schlängeln sich aus Decke und Wänden und es riecht nach frischer Farbe. Schwer vorstellbar, dass in wenigen Tagen im neuen „Kleeblatt“ der reguläre Pflegebetrieb aufgenommen wird. Doch Gudrun Schröter, Geschäftsführerin der Wohnen und Pflege im Alter in Maintal gGmbH, nickt. „Nächsten Freitag ziehen die ersten beiden Bewohner ein.“

Noch geht es im dritten Seniorenzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu wie in einem Bienenstock. Es herrscht emsige Betriebsamkeit. Überall sind Handwerker verschiedener Gewerke damit beschäftigt, die noch ausstehenden Arbeiten abzuschließen.Vom Trubel entzücktWährend andere angesichts des vermeintlichen Chaos verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden, ist Gudrun Schröter von dem Trubel entzückt: „Je mehr hier sind, desto besser“, sagt sie und erinnert sich mit Schrecken an Zeiten, in denen die Arbeiten zeitweilig komplett ruhten.„Das ist bereits meine dritte Baustelle, aber so ein Chaos habe ich noch nicht erlebt“, erzählt Schröter kopfschüttelnd. Vor allem die technischen Gewerke seien schlecht geplant und betreut gewesen. „Die Arbeiter haben sich teilweise gegenseitig behindert, sodass einzelne Gewerke zwischenzeitlich abzogen und vor allem im zweiten Halbjahr immer mal wieder Stillstand herrschte, sodass bereits das Gerücht kursierte, wir seien pleite“, schildert Schröter.Unstimmigkeiten sorgten für VerzögerungenZuletzt sorgten Unstimmigkeiten mit dem Telefonanbieter erneut für erhebliche Verzögerungen. Denn ohne den entsprechenden Anschluss ließen sich weder die Brandmeldeanlage noch der Fahrstuhl einrichten – beides unerlässliche Voraussetzungen für die Inbetriebnahme der Einrichtung. Nun aber geht es mit großen Schritten voran.Dafür sorgen auch die künftigen Mitarbeiter im dritten Maintaler „Kleeblatt“. Seit knapp einer Woche packen sie tatkräftig mit an. „Wir beziehen die Betten, waschen Schränke aus und sortieren die Hilfsmittel ein“, erzählt Pflegedienstleiterin Bettina Dehn.Dass diese ganz anderen Aufgaben den Mitarbeitern Spaß machen, ist ihnen anzusehen. Schließlich ist es nicht alltäglich, die Entstehung des neuen Arbeitsplatzes begleiten und aktiv mitgestalten zu können. „Es macht richtig viel Spaß. Wir sind voller Tatendrang und freuen uns alle auf die Eröffnung“, berichtet Dehn.Tag der offenen Tür am 10. Juni Geplant ist die endgültige Fertigstellung für Mitte Mai. „Am 10. Juni wollen wir dann einen Tag der offenen Tür feiern. Der Termin steht und wird nicht verschoben“, stellt Gudrun Schröter klar. Sie ist zuversichtlich, dass bis dahin alle Arbeiten abgeschlossen sind. Schließlich geht es jetzt, da so viele Hände anpacken, zügig voran.„Möbel, Türen, heute wurde alles geliefert, was eigentlich schon vor Wochen hätte da sein sollen“, sagt sie. Doch mit jedem Möbelstück, das von fachkundigen Händen zusammengebaut und jeder Tür, die montiert wird, nimmt das Haus Gestalt an. In jedem der insgesamt 60 Bewohnerzimmer stehen bereits die Niederflurbetten."Elstar" und "Renette"„Die Bewohner dürfen ihr Zimmer ansonsten selbst einrichten“, erklärt Schröter. Zwischen 20 und 22 Quadratmeter sind die Einzelzimmer groß und verteilen sich auf zwei Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich der Wohnbereich „Elstar“, im Obergeschoss der Wohnbereich „Renette“.Namen, die unmittelbar Bezug zur umgebenden Streuobstwiesenlandschaft nehmen und helfen sollen, sich in dem Y-förmigen Gebäude zu orientieren. Denn das ist anfangs tatsächlich nicht so einfach, erst recht nicht, wenn noch Scharen von Handwerkern geschäftig durch die Flure und Zimmer eilen.

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