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Seit zehn Jahren dirigiert Dominik Thoma das Blasorchester

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Heitere Konzentration bei den Proben: Dirigent Dominik Thoma arbeitet gerne mit dem Blasorchester, denn die Musiker seien "erstaunlich diszipliniert". Foto: Ulrike Pongratz
Heitere Konzentration bei den Proben: Dirigent Dominik Thoma arbeitet gerne mit dem Blasorchester, denn die Musiker seien "erstaunlich diszipliniert". Foto: Ulrike Pongratz

Maintal. Eine Dekade am Taktstock: Seit zehn Jahren dirigiert Dominik Thoma das Stammorchester des Blasorchesters Wachenbuchen und trägt damit die Verantwortung für die künstlerische Ausrichtung des Vereins.

Von Ulrike Pongratz

Nicht nur als musikalischer Leiter und Musikpädagoge, sondern auch als Trompeter gibt der selbstständige Musiker seit 25 Jahren mit Bavarian Brass vielbeachtete Konzerte. Kurz vor dem Jubiläumskonzert des Ensembles am Sonntag, 31. März, in Hochstadt hatte Dominik Thoma im Vereinsheim in Wachenbuchen Zeit für ein Gespräch.

„Genau genommen bin ich bereits seit elf Jahren als Dirigent hier im Verein“, sagt Thoma. Nach turbulenten Jahren suchte das Blasorchester Wachenbuchen 2008 eine Leitung für das Fohlen- und Jugendorchester. Dominik Thoma, damals in der Funktion des stellvertretenden Solo-Trompeters am Staatstheater Darmstadt, stellte sich bei den jungen Bläsern vor. „Die Chemie hat von Anfang gestimmt“, erinnert sich Thoma, „Ich würde sagen: Der gute Geist ist hier vorhanden. Vor allem Erich Fischer, der Sohn des Gründers Willi Fischer, Helmut Schmidt und Reinhold Beller haben mir sehr viel Rückhalt und Unterstützung gegeben.“

"Musiker erstaunlich diszipliniert"

Thoma leitete die im August 2008 neu ins Leben gerufene Bläserklasse, die mit der beachtlichen Zahl von 37 Jungen und Mädchen startete. Bereits 2009 – Thoma übernahm als Dirigent auch das Stammorchester – überzeugten die Bläserklasse, das Fohlen- und das Jugendorchester mit einem eigenen Jugendkonzert. Unter der Führung des 42-Jährigen gab das Blasorchester Wachenbuchen nicht nur als Novum ein Neujahrskonzert in der evangelischen Kirche, sondern auch die ausverkauften Crossover-Konzerte „Music for Generations“ fanden überaus großen Beifall.

Konzertreisen, Wettbewerbe und viele Gastauftritte, aber auch anspruchsvolle Musikstücke und Arrangements bringen die Amateurmusiker bis heute an ihre Grenzen. „Ich versuche ein Gleichgewicht zu finden zwischen fordern und fördern“, beschreibt Thoma seine Arbeit. „Die Probenarbeiten mit dem Blasorchester machen mir große Freude, die Musiker sind erstaunlich diszipliniert.“

Darmstadt ist Lebensmittelpunkt

Nicht zuletzt trägt auch die ruhige, bestimmte und freundliche Art des Dirigenten und Trompeters zur guten Stimmung bei. „Vor allem das Studium der Blasorchesterleitung und Phänomenologie der Musik bei Markus Theinert an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim ist für mich nach wie vor sehr wertvoll für meine Arbeit als Dirigent“, sagt Thoma. Neben dem Blasorchester Wachenbuchen leitet der Darmstädter das Blasorchester des Musikvereins Ober-Wöllstadt.

Seit seiner Berufung als stellvertretender Solotrompeter an das Staatstheater 2005 ist Darmstadt der Lebensmittelpunkt der inzwischen fünfköpfigen Familie Thoma. „Familie und Musik, für mehr bleibt zurzeit wenig Raum.“ Die vielseitigen Aktivitäten als Dirigent, Lehrer und Trompeter sind nicht einfach mit den Anforderungen des Familienlebens unter einen Hut zu bringen – ein Balanceakt für den freiberuflichen Musiker.

Sonderkonzert ein Hochstadt und Büdingen

Etwa 40 Konzerte pro Jahr stehen alleine mit dem Blechbläserquintett Rekkenze Brass aus Hof in Oberfranken auf dem Programm. Mit dem Trompetenensemble Bavarian Brass sind es dann noch mal knapp 30 Konzerte. „Es waren vier befreundete Musiker, die noch vor dem Studium ein Trompetenquartett gründeten.“ Das war vor 25 Jahren. Inzwischen sind mit Orgel und Schlagwerk Instrumente hinzugekommen, die in dieser Formation einzigartig sind. „Wir haben vor allem mit der Orgel, der 'Königin der Instrumente', viel mehr Möglichkeiten, die Trompeten einzubetten.

"90 Prozent unserer Arrangements schreiben wir inzwischen selbst“, erläutert Thoma zur besonderen Entwicklung des Ensembles. Zu hören und zu sehen ist das Ensemble in der Region mit Sonderkonzerten in Hochstadt und Büdingen.

Die Formation Bavarian Brass mit Dominik Thoma ist am Samstag, 30. März, um 19 Uhr in der Marienkirche Büdingen mit Anne Schneider an der Orgel zu hören. Am Sonntag, 31. März, tritt das Ensemble um 16 Uhr in der evangelischen Kirche Hochstadt in der Reihe Hochstädter Kirchenkonzerte auf. Weitere Termine findet man im Internet. Das Jahreskonzert des Blasorchesters Wachenbuchen geht am Samstag, 11. Mai, um 19.30 Uhr in Mittelbuchen über die Bühne.

bavarianbrass.de

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