1. Startseite
  2. Region
  3. Maintal

Schüler der Villa Kunterbunt gewinnen Wettbewerb des Forstamts

Erstellt: Aktualisiert:

Förster Florian Szczodrowski pflanzte zusammen mit den Schülern drei Pflanzen auf dem Schulhof, das war Schwerstarbeit angesichts des verdichteten Bodens. Foto: Pongratz
Förster Florian Szczodrowski pflanzte zusammen mit den Schülern drei Pflanzen auf dem Schulhof, das war Schwerstarbeit angesichts des verdichteten Bodens. Foto: Pongratz

Maintal. Die Kinder der Klasse 2b von Rebecca Karcher waren schon ganz aufgeregt. Ihr Plakat „Waldgeschichten“, das die Klasse im ersten Schuljahr gestaltet hatte, war im Forstamt Hanau-Wolfgang so gut angekommen, dass nun der Preis für den Wettbewerbsbeitrag überreicht wurde.

Von Ulrike Pongratz

Auch die ehemalige Vorklasse von Marion Stein und Melanie Kaiser war unter den Preisträgern, weshalb die Schüler, die jetzt bereits die erste Klasse besuchten, ebenfalls freudige überrascht in den Klassenraum kamen.

Tatsächlich stand nach der Pause mit Florian Szczodrowski ein richtiger Förster mit zwei großen Taschen in die Klasse 2b. „Wer will mithelfen, die Geschenke auszupacken?“ Was für eine Frage, natürlich gingen alle Finger nach oben. Der Waldpädagoge vom Forstamt Hanau-Wolfgang überreichte eine Urkunde, ein – noch namenloses – Klassenmaskottchen, „Die Früchte Detektive“, ein Wissens- und Geschichtenbuch mit Anleitungen für Experimente, Spiele, Rezepten und die „Krabbeltier-Safari“, eine Ausrüstung zum Erforschen von Krabbeltieren, mit Bestimmungsbuch, Becherlupe, Kescher und Forscher-Station.

Das wirklich große Ereignis aber sollte draußen im Schulhof stattfinden. Florian Szczodrowski hatte drei kleine Pflanzen aus der Forstbaumschule mitgebracht, die auf dem Schulgelände gepflanzt werden sollten. Den Baum des Jahres 2013, einen Wildapfel und zwei schwarze Holunder. Die Pflänzchen hatten in ihren Töpfen bereits ordentlich Wurzeln ausgebildet. Mit dem Hohlspaten hoben die Kinder drei kleine Löcher aus, was sich auf dem verdichteten Boden als Schwerstarbeit erwies, aber mit Unterstützung des Förs-ters erfolgreich gelang.

Schon bald standen die drei Pflänzchen auf der Wiese hinter dem Sportfeld. „Wir müssen sie noch gießen“, wussten die Kinder und dachten auch sofort darüber nach, wie sie die unscheinbaren, unbelaubten Gehölze markieren und sichern könnten.

Verantwortungsbewusstes Handeln, Zusammenhänge erkennen und über den Augenblick hinaus die Zukunft im Blick haben – das sind einige Ziele, die der Waldpädagoge mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erreichen will.

Die Schüler der 2b in der Villa Kunterbunt machen bei ihrem Projekt vieles richtig. „Wann sind die Bäume groß?“ wollen die Schüler wissen. Sie erfahren, dass wohl erst ihre eigenen Kinder unter dem Wildapfel und den Hollerbüschen spielen werden. Mehr Infos zu aktuellen Veranstaltungen im Netz.

www.hessen-forst.de

Auch interessant