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Schöne Bescherung: Weihnachten in Minnesota

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Ein Jahr verbrachte Marlene Seyfried in Minnesota und feierte dort unter anderem Weihnachten und Silvester. Foto: PM
Ein Jahr verbrachte Marlene Seyfried in Minnesota und feierte dort unter anderem Weihnachten und Silvester. Foto: PM

Maintal/Minnesota. Weihnachten, das Fest der Liebe. Gemütliches Zusammensein mit der Familie am Weihnachtsbaum. Aber muss das wirklich immer hier in Deutschland sein? Marlene Seyfried durfte das Weihnachtsfest im Zuge ihres Austauschsjahres in den USA in Minnesota feiern.

Von Marlene SeyfriedIch entschied mich dafür, es einmal etwas anders zu machen. So verbrachte ich das komplette Schuljahr 2012/2013 mit der Austauschorganisation Youth For Understanding (YFU) in Minnesota (USA).

Demnach war klar, ich werde Weihnachten und auch Silvester nicht wie gewohnt mit meiner Familie in Deutschland verbringen, sondern werde mich auf etwas ganz Neues einlassen müssen.Weihnachten in Minnesota als HighlightIch lernte schnell, dass neue Traditionen und Sitten nicht immer schlechter sein müssen, ganz im Gegenteil. Weihnachten in Minnesota mitzuerleben, war eines der Highlights meines Austauschjahres.

Es fing damit an, dass wir schon ab Anfang November nur noch Weihnachtsmusik hörten, und zwar jeden Tag. Auch die 20 Zentimeter Schnee vor unserer Haustür machten es mir sehr leicht, mich der Weihnachtsstimmung hinzugeben.Selbst gefällter Baum fürs FestIch hatte das Glück in einer Familie zu leben, die viel Wert auf Traditionen legte, sodass wir einen echten Weihnachtsbaum – sogar selbst gefällt – hatten. Keinen weißen Plastikbaum, wie es doch in einigen Familien der Fall war.

Das komplette Haus wurde mit sämtlichen verfügbaren Lichterketten, Kugeln und sonstigen Weihnachtsornamenten geschmückt, der Baum stand und draußen flogen die Schneeflocken vom Himmel – Weihnachten konnte also kommen!Bescherung am ersten WeihnachtsfeiertagWir hatten uns entschieden, ein amerikanisch-deutsches Weihnachten zu feiern. Ganz im Sinne meiner fünf Gastgeschwister hatten wir dann sowohl Heiligabend als auch am ersten Weihnachtsfeiertag morgens – wie es in den USA üblich ist – Bescherung. Mein wohl tollstes Geschenk waren die Schlittschuhe, die ich von meinen Gasteltern geschenkt bekam.

Mit diesen konnte ich mich dann nämlich in unserem Garten auf der großen Schlittschuhbahn gegen meine Geschwister im Eishockey üben. Denn Eishockey ist in Minnesota das, was in Deutschland Fußball ist.Silvester bei minus 25 GradNach Weihnachten ruhte ich mich dann etwas von dem ganzen Trubel aus und konnte an Silvester auf Schlittschuhen in unserem Garten bei minus 25 Grad Celsius das neue Jahr 2013 beginnen.

Ich habe während meines Austauschjahres vieles gelernt und kann nur jedem jungen Menschen wünschen, die Möglichkeit einer solchen Erfahrung zu bekommen und diese zu ergreifen. Neue Kulturen kennenzulernen, von eigenen Traditionen abzusehen und sich auf Neues einzulassen, das alles durfte ich während meines Austauschjahres in den USA lernen.

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