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Schäden in Waldsiedlung: WAM kritisiert Reparaturarbeiten

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Gleich an zwei Stellen im Bereich der Waldsiedlung entstanden jüngst Schäden an der Straßendecke, die die Wahlalternative Maintal veranlassen, kritisch nach der Ursache zu fragen. Foto: PM
Gleich an zwei Stellen im Bereich der Waldsiedlung entstanden jüngst Schäden an der Straßendecke, die die Wahlalternative Maintal veranlassen, kritisch nach der Ursache zu fragen. Foto: PM

Maintal. Seit rund zwei Wochen sind in der Waldsiedlung in Dörnigheim die Straßenschäden zwar abgesichert, getan hat sich aber noch nichts. Das kritisiert die WAM und ist gleichzeitig besorgt über die Ursache der Schäden.

Von Martina Faust

Maintal. Löcher gehören gestopft. Ob im Socken, im Eimer oder – wie in Maintal – auf der Straße. So einfach ist das. Aber auch wieder nicht. Denn die Wahlalternative Maintal (WAM) kritisiert, dass in der Waldsiedlung in Dörnigheim die schadhaften Bereiche zwar abgesichert, aber noch nicht repariert wurden.

Gut zwei Wochen ist es her, seit die WAM die Straßenschäden in der Eichendorff- sowie der Hermann-Löns-Straße registrierte. „Beide Stellen wurden provisorisch abgesichert, aber weiter geschehen ist danach nichts“, schreibt die Wahlalternative und belegt ihre Aussagen durch Bilder.Sorge um die UrsachenEs ist weniger der Straßenschaden an sich, als vielmehr die Sorge um die Ursachen, die die WAM umtreibt. Sie vermutet den Grund in Störungen im Kanalnetz. „Wenn der zwischen Straßenoberfläche und Kanal befindliche Untergrund die Verkehrsbelastungen nicht mehr auffangen kann, werden durch den Druck die Kanalrohre verschoben. Das Wasser, das durch den Untergrund fließt, spült dann das Erdreich weg. Es entsteht zuerst eine Delle, später bricht die dünne Asphaltdecke zusammen“, analysiert die Wahlalternative.Die beschädigten Straßendecken sind aus ihrer Sicht ein Beleg für eine unzureichende Kontrolle der Funktionstüchtigkeit von Straßen und Kanal. Diese finden nach Auskunft der Stadt zwar regelmäßig statt – im Zuge der Erneuerung des Hauptkanals werden auch die privaten Hausanschlussleitungen untersucht, um etwaige Schäden entdecken und zeitnah beheben zu können –, versprechen aber keine 100-prozentige Sicherheit.Ursache liegt oft beim Hausanschlussstutzen „Die Kamerauntersuchung garantiert nicht, dass wirklich jeder Schaden gesehen und erfasst wird. Zusätzliche Sicherheit könnte man nur erreichen, wenn alle Anschlussleitungen grundsätzlich erneuert würden“, informiert Maintals Pressesprecherin Nicole Sittig. Denn nach Auskunft der Stadtverwaltung liegt die Ursache für Verformungen im Asphalt oder Straßeneinbrüche oft in undichten Hausanschlussstutzen oder Abzweigen, die nicht richtig verschlossen wurden.„In früheren Zeiten wurden zum Beispiel oftmals einfach Bretter vor einen nicht benötigten Anschluss gestellt. Diese verfaulen natürlich im Laufe der Zeit, es kann immer mehr Wasser austreten und das Erdreich wird weggespült“, erläutert Nicole Sittig.Stadt: Anwohner müssen Sanierung veranlassenEine Erneuerung der Hausanschlüsse würde das Problem zwar beheben, ist aber keine Entscheidung der Stadt. Vielmehr müssen die Anwohner eine solche Sanierung veranlassen. Denn die Hausanschlussleitungen bis zum Abzweig in den Hauptkanal sind Eigentum der Grundstücksbesitzer, die damit auch für die Kosten aufkommen müssen.Die Stadt wiederum trägt ihrer Verantwortung für ein intaktes Kanal- und Straßennetz Rechnung, indem sie nach eigenen Angaben jährlich mehrere Millionen Euro in die Erneuerung der Abwasserleitungen investiert. Für das laufende Jahr etwa beliefen sich die Kosten auf mehr als 750 000 Euro, so Nicole Sittig.Reparatur ist bereits veranlasstWas die Schäden an der Eichendorff- und Hermann-Löns-Straße betrifft, ist eine Reparatur bereits veranlasst. „Jedoch kommt es auch bei den ausführenden Baufirmen aufgrund der knappen Personaldecke in den Urlaubszeiten zu Verzögerungen“, erläutert die Pressesprecherin. Eine Verschlimmerung des Schadensbilds sei durch diese Verzögerung aber nicht zu erwarten.

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