International engagiert: Rotarier des RC Hanau-Maintal überreichen mit ihren Freunden aus Langres in Frankreich einen Spendenscheck. Foto: PM

Hanau/Maintal

Rotary Club Hanau-Maintal feiert sein 50-jähriges Bestehen

Hanau/Maintal. 1969 wurde der Rotary Club Hanau-Maintal im Staatspark Wilhelmsbad gegründet. Was lag da näher, als auch das Jubiläum anlässlich des 50-jährigen Bestehens im Arkadensaal des historischen Kurparks zu feiern? Und das mit prominenten Gästen:

Von Holger Weber

Neben Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und seiner Maintaler Amtskollegin Monika Böttcher hatten die Rotarier Dr. Beate Heraeus, die Vorsitzende der Heraeus Bildungsstiftung, als Festrednerin gewinnen können.

In den Ansprachen des Abends wurde deutlich: Die Rotarier sind zwar lokal in den beiden Städten Hanau und Maintal verankert. Doch ihr Blick und ihr Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft gehen weit über die Grenzen der beiden Städte hinaus. Wie fast alle der rund 32 000 Rotary-Clubs weltweit pflegt auch der Rotary Club Hanau Maintal viele Konakte in die ganze Welt. Aus Ipswich in Großbritannien und Langres in Frankreich waren Vertreter der Partnerclubs zur Jubiläumsfeier nach Wilhelmsbad gekommen, mit denen die Hanauer schon seit vielen Jahren enge Freundschaften pflegen und auch gemeinsam soziale Projekte unterstützen.

Vielzahl von Projekten

Medizinische Einrichtungen für Kamerun, Schulausstattungen für Togo, Erdbebenhilfe für Italien. Dies sind nur einige von einer Vielzahl von Projekten, die auch mit Hilfe des RC Hanau-Maintal unterstützt wurden. „Mit unseren Projekten, lokal und international, möchten wir als Rotarier und Club einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen beitragen“, fasste der derzeitige Club-Präsident Eberhard Uhlig in wenigen Worten einige der wichtigsten Ziele der Rotarier zusammen.

Und auch Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky sprach in seiner Rede bewusst globale Probleme an. Er bezeichnete die Sorgen um das Weltklima und die daraus resultierenden Folgen wie Armut und Migration als die zentralen Fragen für die Menschheit. „Wenn wir diese Themen nicht bewältigen, werden wir unseren Planeten am Endes dieses Jahrhundert so nicht wiedererkennen.“ Es brauche diesen Blick und das Bewusstsein für das große Ganze, sagte Kaminsky und fand in seiner Rede damit wieder zurück zu den Rotariern. Die Welt brauche Werte für die auch die Rotarierer stünden: Freundschaft, Wahrheit, Fairnesss und Gemeinschaftssinn. Er bestärkte die Mitglieder des Jubiläumsclub: „Bitte, machen sie weiter so, lassen Sie nicht nach. Sie werden in Zukunft gebraucht.“

Engagement gewürdigt

Und auch Dr. Beate Heraeus, die einen Blick ins Dreieck aus Politik, Wirtschaft und Bildung warf, würdigte das Engagement der Rotarier, bezeichnete sie als „Influencer“, wenn es um den Transport von gemeinsamen Werten gehe. Ihr Wunsch, dass sich die Schulen zur Aufgabe machten, eigenständig denkende Menschen ins Leben zu entlassen korrespondiert zweifellos auch mit der rotarischen Jugendarbeit. Die Rotarierer haben mit ihrem Rotary Youth Exchange ein weltweites Austauschprogramm ins Leben gerufen , das das gegenseitige Verständnis und die Toleranz unter den Nationen fördern soll.

Im Laufe der 50-jährigen Geschichte hat der RC Hanau-Maintal knapp 30 junge Menschen aus aller Welt für ein Jahr in seinen Famlien beherbergt und nahezu 25 Jugendliche aus der Region in die Welt entsandt. Seit 1978 fördert der Rotary Club Hanau Maintal auch einen Schüleraustausch zwischen der Otto-Hahn-Schule und einer Einrichtung in Langres, der Stadt des französischen Partnerclubs.

Maintals Bürgermeisterin Monika Böttcher bedankte sich bei den Rotariern vor allem für das soziale Engagement, das diese im Laufe ihrer Clubgeschichte in ihrer Kommune gezeigt hätten.

Aktuell unterstützt der Club in Maintal beispielsweise das Projekt „Engagiert 2020: Maintal sagt Danke für den Sport“.

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