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Der Rohbau steht

Richtfest am Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße: Fertigstellung bis Ende des Jahres geplant

Klirrend zerspringt das Glas auf dem betonharten Erdboden unterhalb des Gerüsts. Ein gutes Omen für den weiteren Verlauf der Baumaßnahme am Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße in Bischofsheim.

Dort entsteht seit Jahresbeginn ein Anbau als Erweiterung der bestehenden Kita. Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Vor wenigen Tagen konnte – coronabedingt im kleinsten Kreis – das Richtfest gefeiert werden. Quasi täglich ließ sich nach Angaben der Stadtverwaltung in den zurückliegenden Wochen der Fortschritt der Baumaßnahme verfolgen. Mittlerweile steht der Rohbau. Auch die Dacharbeiten sind abgeschlossen, sodass pünktlich zum Richtfest vor wenigen Tagen auf dem First der Richtkranz thronte. Mit launigen Worten wünschte Zimmermeister Leo Lintl einen guten Verlauf der weiteren Arbeiten. Traditionell folgte auf den Richtspruch der Wurf des Glases, das wie gewünscht zerbrach. „Scherben bringen schließlich Glück“, so Lintl.

 Glücklich waren die offiziellen Vertreter angesichts des raschen Fortschritts allemal. Schließlich sind Neu- und Ausbau von Kindertageseinrichtungen eine wichtige Investition in die städtische Infrastruktur. „Als familienfreundliche Kommune setzt Maintal auf ein breit gefächertes Betreuungsangebot sowie dessen qualitativen und quantitativen Ausbau“, heißt es in der städtischen Mitteilung. „Sie leisten hier wertvolle pädagogische Arbeit für die Kinder, die Familien und den gesamten Sozialraum“, wird darin Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) zitiert. Einrichtungsleiterin Gabriele Steltner-Merz und ihr Team würden ausgezeichnete Arbeit leisten. Schließlich zähle das Familienzentrum Ludwig-Uhland-Straße, das 2018 mit dem Deutschen Kita-Preis ausgezeichnet wurde, zu den besten Kitas Deutschlands. 

Ökologische und nachhaltige Holzrahmenbauweise

Mit der Erweiterung der Einrichtung stimmen künftig auch die räumlichen Rahmenbedingungen. Denn zuletzt waren die Verhältnisse für die bis zu 130 Kinder recht beengt. „Bald können Sie sich alle besser entfalten“, freute sich Böttcher. Und auch Steltner-Merz war überzeugt, an diesem besonderen Tag der glücklichste Mensch überhaupt zu sein. Täglich verfolgt sie den Fortschritt der Maßnahme und ist gemeinsam mit ihrem Team in Planung und Umsetzung des Projekts eingebunden, um eigene Vorschläge einzubringen. „In den vergangenen Wochen haben wir konzeptionell viel vorbereitet“, sagte sie. 

Zimmermeister Leo Lintl (rechts) verliest den Richtspruch und sorgt mit Scherben für Glück im weiteren Bauverlauf.

Und während Böttcher und Fachbereichsleiterin Sigrid Nölke beim anschließenden Rundgang mit dem Architekten Michael Kremer die ökologische und nachhaltige Holzrahmenbauweise, Architektur und Raumaufteilung bewunderten, sah Steltner-Merz bereits die bezugsfertigen Räume vor ihrem inneren Auge. Ende des Jahres soll es so weit sein. Dann werden im Erdgeschoss des Anbaus zwei zusätzliche Gruppenräume sowie ein Schlaf- und Waschraum für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung stehen. Außerdem sind im zentralen Eingangsbereich das Büro der Kitaleitung sowie ein Besprechungsraum vorgesehen. Im Obergeschoss wird es unter anderem Personal-, PC- und Besprechungsräume geben, die auch für die vielseitige Arbeit des Familienzentrums genutzt werden können. 

Hoffnung auf ein großes Fest im Dezember

Die Gelder für das rund zwei Millionen Euro teure Bauprojekt stammen aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP). „Wenn alles gelingt, können wir im Dezember ein richtig großes Fest feiern, nämlich die Eröffnung unseres erweiterten Familienzentrums Ludwig-Uhland-Straße. Hoffentlich in großer Runde mit vielen Familien“, wünschte sich Bürgermeisterin Böttcher. ccc

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