Die RB51 fährt ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember weiterhin – allerdings südmainisch und nicht mehr über Maintal-Ost. Für viele Pendler ein Grund mehr, sich die Nordmainische S-Bahn herbeizuwünschen . . .  Foto: Faust

Maintal

Zug RB51 nach Frankfurt fährt ab Dezember nicht mehr über Maintal

Maintal. Die bestehenden ÖPNV-Verbindungen sind, mangels Alternativen sehr wichtig für die Maintaler. Seit einigen Tagen herrscht allerdings großer Ärger unter den Fahrgästen. Der Grund: Ein für Berufspendler wichtiger Zug wird ab Dezember nicht mehr über Maintal fahren.

Von David Scheck

Das Ende kommt mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember: Ab dann wird der Regionalzug RB51, der bislang wochentags um 7.35 Uhr am Bahnhof Maintal-Ost hält und in Richtung Frankfurt Hauptbahnhof fährt, nicht mehr in Maintal Station machen.

Die Reaktionen nach Bekanntwerden der Änderung ließen nicht lange auf sich warten. Eine Maintaler Pendlerin (die namentlich nicht genannt werden möchte), wandte sich mit ihrem Unverständnis über die Entscheidung des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) an die Redaktion. Und auch auf der Facebook-Seite „Maintal united“ wurde der Fahrplanwechsel diskutiert. Dort finden sich Kommentare wie: „Das kann doch nicht wahr sein. Wir als Berufs Pendler sind auf den Zug 7:35 angewiesen. Ich finde das unmöglich!!“ oder „Maintal liegt so nah an Frankfurt, aber wir werden von der Welt abgeschnitten und müssen teurere und längere Wege z. B. zum Flughafen in Kauf nehmen“.

Maintaler beschweren sich auf Facebook

Eine weiterer User (Kommentar auf „Maintal united“: „Irgendwie müsste man sich bei RMV / DB beschweren, und zwar nicht zwei oder drei Betroffene, sondern möglichst alle. Der Wegfall des 7:35er Zuges wäre für viele ein starker Einschnitt. Meine Frau ist zu 100% auf genau diesen Zug wegen der Uhrzeit angewiesen. Davon abgesehen wären dann auch die Züge vorher/nachher betroffen, weil diese als Ausweichzüge deutlich voller oder sogar überfüllt wären.“) bat auf der Facebook-Plattform sogar Bürgermeisterin Monika Böttcher darum, Kontakt mit dem RMV aufzunehmen, um die Streichung des Halts des Regionalzugs in Maintal-Ost noch zu verhindern.

Allerdings macht es derzeit nicht den Eindruck, dass der RMV seine Entscheidung noch ändern wird, wie eine Anfrage unserer Zeitung ergab. Darin begründet der Verkehrsverbund, warum der morgendliche Zug ab dem 9. Dezember einen Bogen um Maintal machen wird.

RB51 wird künftig südmainisch verkehren

Die nordmainische Verbindung zwischen Hanau und Frankfurt gehöre zu den am stärksten ausgelasteten Strecken im Rhein-Main-Gebiet, so der RMV: „Durch die enge Zugfolge steigt das Risiko für Verspätungen. Fährt nur ein Zug wenige Minuten zu spät, behindert er nachfolgende Züge und die Verspätung breitet sich wie bei einem Dominoeffekt bis nach Frankfurt Hauptbahnhof weiter aus. Die Belastung steigt zusätzlich durch Baumaßnahmen im Netz, da Züge anderer Strecken über Hanau nach Frankfurt umgeleitet werden.“

Insbesondere die aktuelle Verbindung mit der Linie RB51 um 7.35 Uhr ab Maintal-Ost sei häufig von Verspätungen betroffen. Dies sei nicht nur ärgerlich für die Fahrgäste, die mit dieser Linie unterwegs sind, sondern auch für alle anderen, die warten müssten, wenn der verspätete Zug andere Verbindungen ausbremse. „Um die Situation zu stabilisieren und die Pünktlichkeit zu erhöhen, wird dieser Zug der Linie RB51 ab Fahrplanwechsel ab Hanau südmainisch fahren und kann daher nicht mehr in Maintal Ost halten“, informiert der RMV.

Starke Streckenauslastung als Grund für Einstellung

Um dennoch den Fahrgästen aus Maintal gegen 7.30 Uhr eine schnelle Verbindung zum Frankfurter Hauptbahnhof zu bieten, werde der Regionalexpress RE50 um 7.24 Uhr zusätzlich in Maintal-Ost halten. Mit diesem Zug erreichten die Pendler um 7.40 Uhr den Frankfurter Hauptbahnhof. Weitere Verbindungen zwischen Maintal-Ost und Frankfurt bestünden mit Zügen der Linien RB58 und RE59.

Man wisse um die Bedeutung der Fahrt des RB51 für die Pendler, versichert der RMV gegenüber unserer Zeitung. Daher habe er sie zunächst für das kommende Jahr wie bisher bestellt. Durch die starke Streckenauslastung sei die nordmainische Durchführung der Fahrt im kommenden Jahr aber leider nicht mehr möglich.

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