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Positive Entwicklung bei Einsatzabteilung der Feuerwehr Maintal

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Mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold wurden Wilhelm Barth (Dritter von rechts) und Klaus-Dieter Neuberger (Vierter von rechts) ausgezeichnet. Jenes in Silber erhielten: Sven Ebert (Dritter von links), Anja-Stroh-Barth (Vierte von links), Jochen Wilhelmi (Sechster von links) und Christian Müller (Siebter von links). Foto: Kalle
Mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold wurden Wilhelm Barth (Dritter von rechts) und Klaus-Dieter Neuberger (Vierter von rechts) ausgezeichnet. Jenes in Silber erhielten: Sven Ebert (Dritter von links), Anja-Stroh-Barth (Vierte von links), Jochen Wilhelmi (Sechster von links) und Christian Müller (Siebter von links). Foto: Kalle

Maintal. Eine rundum positive Bilanz über das vergangene Jahr zog Stadtbrandinspektor Andreas Matz bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren Maintal am Mittwochabend im Hochstädter Bürgerhaus. Als besonders erfreulich hob er die Entwicklung bei der Zahl der Einsatzkräfte hervor. Sie stieg 2016 nochmals um sechs auf aktuell 178.

Von Lars-Erik Gerth

Die Arbeit der ehrenamtlich in ihrer Freizeit aktiven Wehrleute der vier freiwilligen Feuerwehren in Maintal würdigten Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) und Stadtverordnetenvorsteher Karl-Heinz Kaiser in ihren Grußworten. Sie betonten ebenso die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt beziehungsweise Stadtverordnetenversammlung mit der Maintaler Feuerwehr. Kaiser übergab Matz den Erlös aus dem Verkauf der Getränke bei der Veranstaltung „Rund ums Rathaus“ im vergangenen September. Die Spende in Höhe von rund 400 Euro fließt in die Arbeit der Jugendfeuerwehren.

Auf Jugendarbeit wird großer Wert gelegt

Auf diese legt die Maintaler Feuerwehr seit Jahren großen Wert, wie der Stadtbrandinspektor auch in seinem Jahresbericht betonte. Die gute Jugendarbeit kommt auch der Einsatzabteilung zugute, da immer wieder junge Frauen und Männer aus dem Nachwuchs zu den großen Feuerwehrleuten wechseln. Dies ist einer der Gründe für die gute Entwicklung bei den Einsatzkräften, deren Zahl 2016 nochmals um sechs auf 178 zunahm. Allein zwölf der Neuzugänge kamen dabei aus der Jugendabteilung. „Dies ist auch deshalb nötig, weil wir immer wieder Einsatzkräfte durch Wegzug oder berufliche Gründe verlieren. 2016 lag diese Zahl bei 14, ein Jahr zuvor waren es sogar 18 Abgänge. Als Quereinsteiger fanden außerdem zwölf Maintaler Bürger den Weg in unsere Einsatzabteilung“, erläuterte Matz die Entwicklung bei den Aktiven im Gespräch mit unserer Zeitung.

Um schon die ganz Jungen für die Feuerwehr zu begeistern, gibt es seit geraumer Zeit die Kinderfeuerwehren in Hochstadt und Dörnigheim, die sich, so Matz, „zu einem festen Bestandteil der Feuerwehr Maintal entwickelt haben“. Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis neun Jahren werden auf spielerische und kindgerechte Art an die Arbeit der Feuerwehr herangeführt. 2017 soll eine solche Kindergruppe auch in Bischofsheim gegründet werden.

Veränderte Einsatzschwerpunkte

Die Einsatzschwerpunkte für die Maintaler Feuerwehr haben sich 2016 verschoben. „Stellte uns 2015 der starke Anstieg von nach Deutschland kommenden Flüchtlingen vor besondere Herausforderungen, so waren es im vergangenen Jahr ganz andere Einsatzschwerpunkte“, so Matz. Zum einen habe die Zahl der Verkehrsunfälle deutlich zugenommen, bei denen der Einsatz der Feuerwehr erforderlich war. Und gerade die Unfälle auf der Autobahn seien für die Feuerwehr sehr gefährlich. Dabei führte der Stadtbrandinspektor einen Unfall an, bei dem sich noch ein Folgeunfall ereignete: „Ein Fahrzeug schleuderte in die durch Polizei und Feuerwehr abgesicherte Unfallstelle hinein. Dabei verfehlte das Fahrzeug nur knapp die Einsatzkräfte und ihre Fahrzeuge. Solche Situationen führen uns immer wieder vor Augen, wie wichtig eine sinnvolle Ausrüstung und gute Ausbildung sind“, strich Matz heraus.Der zweite große Einsatzschwerpunkt im vergangenen Jahr war die große Zahl an Unwetterereignissen. „Allein zwischen Mai und Juli sorgten vier Unwetter für mehrstündige Einsätze aller vier Stadtteilwehren. Das Einsatzstichwort 'Wasser im Gebäude' war entsprechend 48 Mal der Grund für einen Einsatz der Maintaler Feuerwehr“, erläuterte der Stadtbrandinspektor. Stark angestiegen sind auch die Einsätze mit dem Stichwort „Türöffnung“. In diesem Bereich stieg die Anzahl von 31 (2015) auf 45 (2016) an.

Einsätze nehmen von 428 auf 530 zu

Insgesamt nahm die Zahl der Einsätze von 428 auf 530 zu. Die Zahl der Einsatzstunden ging hingegen von 9826 auf 7286 Stunden zurück. „Das hängt damit zusammen, dass unser Einsatz 2015 bei der Flüchtlingsbetreuung personell und zeitlich sehr intensiv gewesen ist und dies in der Statistik nur als ein Einsatz gewertet wurde“, erklärte der Stadtbrandinspektor die Entwicklung bei den Einsätzen.Abschließend stellte Matz fest, dass die Feuerwehr Maintal auch 2016 den an sie gestellten Erwartungen gerecht worden sei. „Durch den schnellen und überlegten Einsatz konnte in den meisten Fällen größerer Schaden von Personen und Sachwerten abgewendet werden“, so sein positives Fazit.

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