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Neuer Raum in DRK-Station: "Morning Kids"-Frühbetreuung gerettet

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Michelle Theisinger und Joachim Ehlert konnten am Montag zur Premiere der Frühbetreuung der „Morning Kids“ im Jugendrotkreuzraum der DRK-Station vier Kinder begrüßen. Foto: Privat
Michelle Theisinger und Joachim Ehlert konnten am Montag zur Premiere der Frühbetreuung der „Morning Kids“ im Jugendrotkreuzraum der DRK-Station vier Kinder begrüßen. Foto: Privat

Maintal. Die Frühbetreuung von Schülern der Wilhelm-Busch-Schule durch die „Morning Kids“ kann weitergehen. Der Verein und der Maintaler Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einigten sich darauf, dass der Raum des Jugendrotkreuzes (JRK) in der DRK-Station in der Berliner Straße 29 in Dörnigheim von montags bis freitags jeweils von 7 bis 9.30 Uhr für die Betreuung genutzt werden kann.

Noch im vergangenen Schuljahr konnten die „Morning Kids“ einen Raum im Hort Berliner Straße für die Frühbetreuung nutzen. Diese Übereinkunft war allerdings von Seiten der Stadt Maintal zeitlich befristet gewesen. Deshalb mussten sich Vereinsvorsitzende Michelle Theisinger und ihre Mitstreiter neue Räumlichkeiten suchen, um die Frühbetreuung im neuen Schuljahr 2017/18 weiter anbieten zu können.

Wie im Juli berichtet, kam Theisinger mit Joachim Ehlert, dem Vorsitzenden des Maintaler DRK, ins Gespräch. Er stellte in Aussicht, dass der Raum des Jugendrotkreuzes im ersten Stock der DRK-Station zur Verfügung gestellt werden könnte, da er vormittags nicht genutzt werde. Allerdings müssten noch einige Dinge geklärt werden, informierten Theisinger und Ehlert vor rund einem Monat.

"Morning Kids" und DRK einigen sich

Mittlerweile haben sich beide Seiten auf eine Vermietung des Raums an die „Morning Kids“ geeinigt. „Dafür sind wir Herrn Ehlert sehr dankbar“, erklärte Michelle Theisinger gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Raummiete sei sehr moderat. Sie sprach von zwei bis drei Euro pro Tag. Auch Ehlert freut sich darüber, dass das Rote Kreuz dem Verein helfen konnte und die Frühbetreuung nun weitergehen kann.

Die „Morning Kids“ hatten sich im vergangenen Jahr gegründet, da es für die Schüler der Wilhelm-Busch-Schule keine Frühbetreuung ab 7 Uhr gegeben hat, eine Reihe von Eltern diese aber nachgefragt hätte, wie Theisinger damals berichtete. Aufgrund einer Entscheidung des Stadtparlaments hatte der Hort Berliner Straße seine Frühbetreuung vor einigen Jahren eingestellt und öffnet mittlerweile erst um 11 Uhr.

Das Betreuungsangebot der „Arche“, der Einrichtung der Evangelischen Kirchengemeinde Dörnigheim, beginnt erst um 7.30 Uhr. „Es gibt aber einige Eltern, die schon vor 7.30 Uhr einen Betreuungsplatz für ihre Kinder brauchen. Und auch nicht jeder will sein Kind in eine kirchliche Betreuung bringen“, ist Theisinger überzeugt.

Zurzeit werden zwölf Kinder betreuut

Weiterhin zurück weist sie die Behauptung der Stadt, dass die Frühbetreuung der „Morning Kids“ nur von sehr wenigen Schülern genutzt werde. „Zurzeit haben wir insgesamt zwölf Kinder aus allen vier Jahrgangsstufen der Buschschule, die bei uns betreut werden. Die Eltern schätzen dabei besonders unsere Flexibilität“, betont Theisinger und führt dazu weiter aus: „Bei uns können Kinder an einem, zwei, drei, vier oder fünf Tagen in der Woche untergebracht werden. Das ist für uns kein Problem. Je nachdem, wie für sie morgens die Schule beginnt, brauchen die Kinder nicht jeden Tag eine Frühbetreuung. Und bei manchen Schülern sind die Eltern auch nicht an jedem Tag vor Schulbeginn bereits auf dem Weg zur Arbeit, können also selbst die Bereuung übernehmen. Darauf gehen wir jeweils ein und können flexibel auf die Bedürfnisse der Eltern und Kinder reagieren.“

Bis zu vier Betreuer – unter ihnen auch Theisinger selbst – kümmern sich vor Schulbeginn im JRK-Raum um die Kinder. „Wir spielen, bastlen und malen mit den Mädchen und Jungen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Und wir frühstücken außerdem mit ihnen. Auf Wunsch bringen wir die Kinder auch zur Schule“, erläutert die Vorsitzende der „Morning Kids“ die tägliche Frühbetreuung. „Eltern von Buschschülern, die noch eine Frühbetreuung benötigen, können sich gerne an mich wenden“, erklärt Theisinger abschließend, die unter Telefon 01 74/9 33 15 69 erreichbar ist.

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