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Neuer JuLis-Ortsverband in Maintal gegründet - Interview mit der Vorsitzenden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Michael Bellack

Der neu gegründete Ortsverband der JuLis Maintal: Luca Völp, Leo Hoffmann, Marc Schmidt, Emil Herzog, David Gretsch, Matthis Frank (hintere Reihe von links). Michael Crass, Annika Rütter, Philipp Berger, Edward Brunner (vordere Reihe von links).
Der neu gegründete Ortsverband der JuLis Maintal: Luca Völp, Leo Hoffmann, Marc Schmidt, Emil Herzog, David Gretsch, Matthis Frank (hintere Reihe von links). Michael Crass, Annika Rütter, Philipp Berger, Edward Brunner (vordere Reihe von links). © PM

Maintal – Die politische Landschaft in Maintal ist um einen Akteur reicher: Anfang des Jahres gründete sich der Ortsverband der Jungen Liberalen. Erste Vorsitzende der JuLis Maintal ist Annika Rütter. Im Interview mit unserer Zeitung spricht die 26-Jährige über ihr politisches Engagement, die kommenden Schwerpunkte ihrer Arbeit und ihre Ziele.

Frau Rütter, wie kamen Sie eigentlich zur Politik und dazu, sich darin auch zu engagieren?

Politik hat mich schon immer interessiert. In meinem Freundeskreis ist Politik auch ein häufiger Bestandteil heftiger Diskussionen. Im Zuge der letzten Bundestagswahl hat sich dann die Idee gefestigt, mich aktiv zu engagieren.

Politik ist in Ihrem Freundeskreis ein großes Thema, sagen Sie. Sind Sie das Gegenbeispiel für die oft beschworene Politikverdrossenheit der Jugend?

Ich kenne beide Seiten. Also sowohl junge Menschen, die sich intensiv mit Politik auseinandersetzen, als auch welche, deren Interessensschwerpunkte woanders liegen. In meinem persönlichen Umfeld merke ich nicht viel von einer Politikverdrossenheit der Jugend, zumindest merke ich keinen spürbaren Unterschied zu älteren Menschen. Da kann mein Blickwinkel als Mitglied der JuLis aber natürlich trügen.

Viele junge Menschen interessieren sich vielleicht auf anderen Wegen für die Politik.

Natürlich ist es wichtig, junge Menschen thematisch da abzuholen, wo sie betroffen sind. Dafür eignen sich beispielsweise Plattformen wie Instagram oder Youtube, die auch viel von jungen Menschen genutzt werden.

Seit September sind Sie nun selbst politisch aktiv und auch schon im Vorstand der JuLis Main-Kinzig.

Das stimmt, ich habe mich direkt aktiv eingebracht und wurde gefragt, ob ich an dem Posten als Schatzmeisterin interessiert bin.

Und dann wurden Sie sofort Vorsitzende eines neuen Ortsverbandes.

Ich war aktiv an der Idee einer Gründung eines Ortsverbandes beteiligt und wurde gefragt, ob ich den Posten der Vorsitzenden übernehmen möchte. Das habe ich gerne gemacht.

Hatten Sie keine Bedenken, direkt in die Verantwortung zu treten?

Letzten Endes hätte ja jeder in die Verantwortung reinwachsen müssen. Außerdem wusste ich, dass ich starken Rückhalt und zuverlässige Ansprechpartner bei den JuLis und der FDP habe.

Warum fiel die Wahl auf die FDP?

Ich war mit meiner politischen Meinung schon immer der FDP zugewandt. Ich bin liberal und daher eben die FDP.

Wie kam es denn zur Gründung des Ortsverbandes in Maintal?

Wir hatten in letzter Zeit positiven Zuspruch. Durch die Mitgliederzahl haben wir ein gutes Fundament für einen Ortsverband.

Der Ortsverband steht noch ganz am Anfang. Was sind die nächsten Schritte?

Wir haben Ende Februar ein Treffen, bei dem wir uns konstituieren möchten. Dort werden wir uns über Themen und Ziele für die Zukunft austauschen.

Was sind die Ziele in Maintal?

Ein Thema ist unter anderem, das Interesse für Politik bei jungen Maintalern zu wecken und dahingehend aktiv zu werden.

Annika Rütter
Annika Rütter © -

Wie will der Ortsverband in Maintal in Erscheinung treten?

Die sozialen Medien laufen über die JuLis MKK, da wir hier natürlich in enger Kooperation stehen. Ansonsten werden wir uns dahingehend auch noch Konzepte überlegen.

Gibt es Maintal-spezifische Themen, die die jüngere Generation beschäftigen?

Wir müssen schauen, was die Themen sind. Ich bin nicht in Maintal aufgewachsen. Das ist etwas anderes, als wenn man eine Stadt sein Leben lang kennengelernt hat. Da bin ich auf die Erfahrungen der anderen JuLis angewiesen.

Was sind die Themen, mit denen man jüngere zur Politik holen und zur Mitarbeit bewegen kann?

Man sollte versuchen, die jungen da zu erreichen, wo ihre Interessen liegen. Öffentlicher Nahverkehr beispielsweise, der viel von Schülern und Studenten genutzt wird. Schulen, Kitas, Spielplätze und Sportplätze sind Orte, die für junge Menschen relevant sind.

Wie kann das konkret ablaufen?

Genau das diskutieren wir gerade. Coronabedingt ist es momentan etwas schwierig, aber ich hatte an meiner Schule beispielsweise regelmäßig Podiumsdiskussionen. Wenn man sich da mit anderen politischen Jugendgruppen zusammentun könnte, wäre das eine gute Sache.

Politische Konkurrenz auf Jugendebene ist Ihnen also durchaus recht und willkommen?

Natürlich. Die Demokratie lebt ja von politischem Diskurs. Für parteiübergreifende Diskussionen sind wir in jedem Fall offen.

Wo liegen Ihrer Meinung nach Ihre Stärken in der politischen Arbeit?

Ich debattiere sehr gerne über aktuelle Themen und bin in meiner Meinung nicht festgefahren. Wenn jemand ein gutes Argument hat, lasse ich mich auch vom Gegenteil überzeugen.

Welche politischen Themen beschäftigen Sie derzeit am meisten?

Das Thema Hass im Netz beschäftigt mich schon seit längerem. Außerdem ist der Ukraine-Konflikt ein Thema, dass mich momentan beschäftigt.

Das Gespräch führte Michael Bellack.

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