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Neue Hoffnung für Frühbetreuung der "Morning Kids"

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Wenn die Verhandlungen zwischen "Morning Kids" und Maintaler DRK erfolgreich abgeschlossen werden können, kann die Frühbetreuung im Raum des Jugendrotkreuzes im ersten Stock der DRK-Station an der Berliner Straße erfolgen. Foto: Gerth
Wenn die Verhandlungen zwischen "Morning Kids" und Maintaler DRK erfolgreich abgeschlossen werden können, kann die Frühbetreuung im Raum des Jugendrotkreuzes im ersten Stock der DRK-Station an der Berliner Straße erfolgen. Foto: Gerth

Maintal. Auf der Suche nach einem neuen Raum für seine Frühbetreuung ist der Verein „Morning Kids“ möglicherweise fündig geworden. Dabei geht es um einen Raum im ersten Stock der Station des Maintaler Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Berliner Straße 29 in Dörnigheim. Dieser wird vom Maintaler Jugendrotkreuz (JRK) genutzt.

Von Lars-Erik Gerth

Die Mitglieder des JRK nehmen den Raum am Nachmittag und frühen Abend in Anspruch, entsprechend könnte er für die Frühbetreuung der „Morning Kids“ zur Verfügung gestellt werden, die von Montag bis Freitag jeweils von 7 bis 9.30 Uhr vorgesehen ist. Die ersten Gespräche zwischen dem Verein und dem Vorstand des DRK haben bereits stattgefunden, wie Michelle Theisinger, die Erste Vorsitzende der „Morning Kids“, und Joachim Ehlert, der Erste Vorsitzende des DRK, gestern unserer Zeitung bestätigten.

Die Verhandlungen laufen noch

„Wir sind in guten Gesprächen. Die Verhandlungen laufen aber noch, da einige Dinge noch geklärt werden müssen“, informierten Theisinger und Ehlert zum aktuellen Stand. Beide gaben sich jedoch optimistisch, dass es zu einer Übereinkunft kommen kann. Der DRK-Vorsitzende strich gegenüber dem TAGESANZEIGER das Engagement von Theisinger hervor, die sich mit großem Einsatz dafür einsetze, die Frühbetreuung, die es seit Beginn des vergangenen Schuljahrs 2016/17 gibt, fortzusetzen.

Dies sei in den Gesprächen, die er mit ihr geführt habe, deutlich geworden. „Uns liegen derzeit Anmeldungen für zwölf Kinder vor, deren Eltern möchten, dass sie im am 14. August beginnenden Schuljahr bei den 'Morning Kids' betreut werden. Ich hoffe, dass wir die Raumfrage bald geklärt haben“, verwies Theisinger auf den Faktor Zeit.

Im Sommer 2016 gab es mehrere Gespräche zwischen der damaligen Elterninitiative und der Stadt Maintal, ehe sich Letztere bereit erklärte, einen Raum im Hort Berliner Straße für die Frühbetreuung ab 7 Uhr zur Verfügung zu stellen. Dies war jedoch nur zeitlich befristet, wie die städtische Pressesprecherin Nicole Bilz im Mai uns gegenüber erläuterte: „Der Verein 'Morning Kids' war von Beginn an darüber informiert, dass sein Frühbetreuungsangebot nur vorübergehend in den Räumen des Horts Berliner Straße bleiben kann.“ Das kann Theisinger weiterhin nicht nachvollziehen. „Dieser bisher genutzte Raum im Hort Berliner Straße ist kindgerecht und stünde auch weiterhin morgens bis zum Beginn der dritten Schulstunde frei“, zeigte die Dörnigheimerin auch gestern noch ihr Unverständnis über die Position der Stadt.

Fehlende Frühbetreuung ab 7 Uhr Grund für Gründung des Vereins

Grund für das Engagement von Michelle Theisinger im vergangenen Jahr war, dass es für Schüler der Wilhelm-Busch-Schule keine Frühbetreuung ab 7 Uhr gegeben hat, der Hort Berliner Straße vor einigen Jahren diese damals nach einer Entscheidung des Stadtparlaments eingestellt hatte und seine Pforten mittlerweile erst um 11 Uhr öffnet.

„Einige Eltern benötigen jedoch diese Frühbetreuung, weil sie sonst nicht pünktlich zur Arbeit kommen. Wir sind damals mit 13 Kindern gestartet“, erinnert sich Theisinger an die Anfänge der „Morning Kids“.„Die Eltern möchten bei uns bleiben, nicht nur, weil wir für alle Kinder morgens eine offene Tür haben, sondern auch, weil wir bei den Betreuungspaketen flexibel sind“, so die engagierte Dörnigheimerin, die darauf verweist, dass die Eltern ihre Kinder auch nur für einen Tag in der Woche zur Frühbetreuung der „Morning Kids“ bringen könnten.

Nun hofft Theisinger auf eine Einigung mit dem DRK, um bald Planungssicherheit zu haben. „Interessierte Eltern können sich aber auch unabhängig davon gerne bei mir unter Telefon 01 74/9 33 15 69 melden.“

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