1. Startseite
  2. Region
  3. Maintal

Musik und Tanz dominieren bei den Sitzungen der Rot-Weißen

Erstellt: Aktualisiert:

Die „Schoppies“ sorgen wieder für ausgelassene Stimmung im Wachenbucher Narrenbau. Mit dabei ist natürlich auch Günter Tauber (links), der nach vielen Jahren – in Vertretung von Prinz Bernd Hude – diesmal außerdem als Sitzungspräsident im Einsatz ist. Foto: Kalle
Die „Schoppies“ sorgen wieder für ausgelassene Stimmung im Wachenbucher Narrenbau. Mit dabei ist natürlich auch Günter Tauber (links), der nach vielen Jahren – in Vertretung von Prinz Bernd Hude – diesmal außerdem als Sitzungspräsident im Einsatz ist. Foto: Kalle

Maintal. In ausgelassener Feierlaune konnten die Rot-Weißen der Freien Turnerschaft Wachenbuchen (FTW) am Wochenende ihre traditionellen Karnevalssitzungen begehen. Dabei standen wie gewohnt fetzige Showtänze und Stimmungsmusik im Vordergrund – genau wie es die Freunde der Rot-Weißen lieben.

Von Alexandra Hellbrück

Die FTW ist bekannt für ihre karnevalistischen Tanzabteilungen, die mittlerweile sogar den Hauptteil der Vereinsarbeit ausmachen, und um deren Nachwuchs sich auch niemand Sorgen zu machen braucht.

Dies bewiesen einmal mehr die Aktiven bei der beinahe fünfstündigen Sitzung, die am Wochenende im Bürgerhaus zweimal über die Bühne ging.Tränenreicher AbschiedSo begann der Abend bereits vielversprechend mit der Jugendgruppe „Showact“, die mit Ausschnitten aus dem Musical „Aladdin“ das Flair arabischer Nächte ins Bürgerhaus holte. Als weitere Tanzdarbietung stand die traditionelle Prinzengarde auf dem Programm; zehn junge Damen, die sich seit Jahren selbst trainieren, und die nach ihrem perfekten Auftritt tränenreich den Abschied von der Hälfte ihrer Truppe bekannt geben mussten.

Denn auch dies ist bei der FTW wichtig: dass der Nachwuchs eine Chance bekommt, in die nächsthöheren Gruppen hineinzuwachsen. So sahen auch die Mitglieder der Minigarde schon jetzt, wo es später einmal hingehen kann.„Eyecatchers“ machen ihrem Namen alle EhreDie „Eyecatchers“ machten schließlich ihrem Namen alle Ehre und präsentierten als Fledermäuse verkleidet tolle Wurf- und Hebefiguren. Bei der Showturngruppe „Jump“ ist der Name allerdings nicht Programm, denn hier herrschte kräftezehrende Turn-Akrobatik zu diversen Musiktiteln rund ums Feuer vor.

Des Weiteren rundeten die Solo-Darbietung von Gardetänzerin Vivien Krauss, ein etwas anderer Halloween-Abend mit dem Ensemble des Männerballetts, eine heiße Nummer aus dem Pariser Moulin Rouge der Showtanzgruppe „Rot-Weiß“ sowie die Mini- und die Maxigarde das Tanzprogramm ab.„Keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr“Erst düster, dann schwungvoll wurde es beim optischen Höhepunkt des Abends, der Gruppe „Heartbeatz“, die als gruselige Orks geschminkt überaus gekonnt die „Herr der Ringe“-Saga neu interpretierte. Unter frenetischem Applaus und mit Sprechchören seitens des Publikums wurde die Zugabe eingefordert. Doch gerade anhand der wirklich beeindruckend vielen Show-Nummern schien die eine oder andere ein klein wenig zu lange geraten, gerade wenn ein Tanz über zehn Minuten in Anspruch nahm.

Doch die Rot-Weißen können nicht nur tänzerisch, sondern auch humoristisch, was Katja Wild und Nicole Schick bewiesen, die sich während einer Trinkpause im fiktiven Fitnessclub über das zweitliebste Frauenthema ausließen, nämlich das Abnehmen. „Keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr“ hieß es da, mit der direkt anschließenden Feststellung: „Die wisse doch net, wie viel Uhr es ist!“ Da bekommt der Ernährungsberater auf seine Frage: „Haben Sie zugenommen?“ schon mal die Antwort: „Natürlich. Ich hab mal 3500 Gramm gewogen.“„Schoppies“ sorgen für gute StimmungEin weiterer Wortbeitrag kam von Jan-Niklas Hude, der als Jugendlicher mitansehen muss, wie seine Eltern sein Zimmer renovieren und dabei einige mehr oder minder peinliche Sachen zutage fördern. Sein Büttenreden-Trainer und Vater im echten Leben, Bernd Hude (in diesem Jahr auch Wachenbucher Prinz), begeisterte die Zuschauer schließlich mit einer Comedy-Nummer des Herrn Maier aus dem Seniorenheim, der das Wartezimmer beim Arzt aufmischt.

Zwischen all diesen Programmpunkten, durch die in diesem Jahr nach längerer Pause wieder Günter Tauber in Vertretung von Bernd Hude als Sitzungspräsident führte, sorgten wie gewohnt die „Schoppies“ immer wieder für Stimmung. Und ebenfalls wie in jedem Jahr standen auch diesmal vom ersten Takt an alle im Publikum auf und sangen beherzt mit. Die ebenfalls traditionelle Playback-„Hitparade“ schloss schließlich ein gelungenes Sitzungsprogramm der Rot-Weißen ab.

Auch interessant