Städtepartnerschaften werden seit jeher in Maintal geschätzt und gepflegt. Das zeigen die vielen Besuche bei den befreundeten Städten, so wie die Reise der Maintaler Delegation 2016 ins österreichische Moosburg. Der Beirat Städtepartnerschaften setzt nun verstärkt auf die Jugend. Archivfoto: Kalle

Maintal

Maintaler Partnerstädte: Freundschaft soll noch gestärkt werden

Maintal. Die Sitzungen des Beirats Städtepartnerschaft sollen demnächst für alle Bürger offen sein. Dazu wird es eine Magistratsvorlage für die kommende Parlamentssitzung geben.

Von Monica Bielesch

Durch eine Nachfrage des TAGESANZEIGER zur Tagesordnung des Beirats Städtepartnerschaften sei zufällig aufgefallen, dass in der Satzung des Partnerschaftsvereins, dem Vorläufer-Gremium des Beirats, noch von einer nicht-öffentlichen Tagungsweise die Rede gewesen ist. Das berichtete Karl-Heinz Kaiser, Sprecher des Beirats und Stadtverordnetenvorsteher, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Diese Richtlinie ist nie geändert worden und wurde vom Beirat übernommen, aber das ist niemandem aufgefallen“, so Kaiser, der sich für die TAGESANZEIGER-Nachfrage bedankte, denn jetzt sei Gelegenheit, die Sitzungen und Abstimmungen des Gremiums auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Seit 15 Monaten gibt es den Beirat, der aufgrund einer Entscheidung des Stadtparlaments gegründet wurde. Sein Ziel: Die Freundschaft zu Maintals Partnerstädten wieder zu intensivieren beziehungsweise wieder aufleben zu lassen. Dem Beirat gehören neben dem Stadtverordnetenvorsteher Kaiser je zwei Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften Moosburg-Maintal, Esztergom-Maintal und Katerini-Maintal sowie der Verschwisterungsgemeinschaft Luisant an. Außerdem ist im Beirat ein Vertreter des Magistrats sowie jeweils ein Vertreter der Fraktionen im Parlament.

Grundstein für Zukunft der PartnerschaftDas Gremium hat sich bisher schon drei Mal getroffen. So wurde im vergangenen Mai erstmals ein großes gemeinsames Fest der Freundschaft in Maintal organisiert und gefeiert, an dem Vertreter aus allen Partnerstädten teilnahmen. Kaiser: „Uns war daran gelegen, einen Grundstein für die Zukunft einer übergreifenden Partnerschaft zwischen allen Städten zu legen.“

Zudem wurde das städtische Budget für Aktionen innerhalb der Städtepartnerschaften erhöht“, berichtet Kaiser, der Vorsitzender des Beirats ist. Waren dafür in 2017 noch 2000 Euro angesetzt, so sind es in diesem Jahr 10 400 Euro. Damit sollen beispielsweise mehr Jugendbegegnungen ermöglicht werden, etwa zwischen Jugendfußballmannschaften oder anderen Vereinsgruppen. Auch das 25-jährige Jubiläum der Partnerschaft mit der ungarischen Stadt Esztergom soll in diesem Jahr gebührend gefeiert werden.

Jubiläum erhält besondere WürdigungDer Beirat und die Stadt wollen sich dabei verstärkt einbringen, betont Kaiser. So erfährt die diesjährige 25-Jahr-Feier Maintal-Esztergom, die der Beirat für die Stadt Maintal gemeinsam mit dem Arbeitskreis Maintal-Esztergom gestalten wird, eine besondere Würdigung.

Da mit der griechischen Partnergemeinde Katerini die Freundschaft etwas eingeschlafen sei, soll diese wiederbelebt werden. „Dazu soll eine kleine Maintaler Delegation nach Katerini reisen und versuchen, neue Kontakte aufzubauen“, erläutert Kaiser.

Doch zuerst soll in der kommenden Stadtverordnetenversammlung am Montag, 19. März, die so genannte „Richtlinie für den Beirat Städtepartnerschaften“ geändert werden. Wenn dieser Vorschlag eine Mehrheit bei den Stadtverordneten findet, dann ist die nächste Sitzung des Beirats Städtepartnerschaften am Donnerstag, 22. März, im Maintaler Rathaus für alle Interessierten öffentlich. Die Tagesordnung wird im Internet auf der Seite der Stadt Maintal zeitnah veröffentlicht.

www.maintal.de

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