1. Startseite
  2. Region
  3. Maintal

Maintaler Leichtathleten trainieren nun an Siemensschule

Erstellt: Aktualisiert:

Die Bodenwellen auf der Laufbahn auf der Außensportanlage an der Werner-von-Siemens-Schule sind ausgebessert worden. Auch die Markierungen wurden erneuert. Foto: Kalle
Die Bodenwellen auf der Laufbahn auf der Außensportanlage an der Werner-von-Siemens-Schule sind ausgebessert worden. Auch die Markierungen wurden erneuert. Foto: Kalle

Maintal. Während vor zwei Wochen der Startschuss für den Umbau der Dörnigheimer Sportanlage an der „Dicken Buche“ erfolgt ist und die Arbeiten auf Hochtouren laufen, scheint es bezüglich der Zukunft der Leichtathletik in Maintal immerhin einen Hoffnungsschimmer zu geben.

Von Lars-Erik Gerth

Die Athleten der LG Maintal, die ihre bisherige Heimat an der „Dicken Buche“ hatten, trainieren nun auf dem Außengelände der Werner-von-Siemens-Schule in Dörnigheim. Die Stadtverordneten hatten sich aus Kostengründen im vergangenen Jahr gegen die Errichtung einer 400-Meter-Laufbahn an der „Dicken Buche“ entschieden und damit beschlossen, dass es nach dem Umbau für die Leichtathletik keine Zukunft auf der Sportanlage in der Waldsiedlung geben wird.Begründet wurde die Ablehnung damals auch damit, dass mit der Laufbahn zwar die Lauf- und Sprungdisziplinen abgedeckt seien, aber zentrale Wurfdisziplinen wie Speer- und Diskuswerfen trotzdem nicht möglich wären. Als Alternative verwiesen die Stadtverordneten auf die Schulsportanlagen in Maintal. Anfang Februar berichteten wir bereits darüber, dass vermutlich die Anlage der Siemensschule als neues Trainingsgelände für die Leichtathletik-Gemeinschaft Maintal (LGM) in Frage käme.Ausbesserung abgeschlossenHelmut Becker, der Trainer der Athleten der LGM, teilte unserer Zeitung nun mit, dass die Maintaler Leichtathleten dort seit einigen Wochen aktiv seien. „Unsere Sportler trainieren immer montags, mittwochs und freitags jeweils in der Zeit von 16 bis 18 Uhr auf dem Außengelände der Schule“, berichtete Becker. Bei schlechtem Wetter findet das Training je nach Hallenbelegung entweder in der Halle der Siemensschule oder in der Maintal-Halle statt.Mittlerweile wurden auch nötige Arbeiten auf der Anlage vorgenommen, um die Bedingungen sowohl für die sie nutzenden Schüler als auch Vereinssportler deutlich zu verbessern, wie Kreis-Pressesprecher Frank Walzer gestern auf unsere Anfrage hin mitteilte. Die Arbeiten hätten bis vergangene Woche gedauert, so Walzer weiter.Besondere Anforderungen„Dabei hat der Kreis auch die besonderen Anforderungen der LG Maintal berücksichtigen können, etwa bei den zusätzlichen Markierungen. Die Anlage musste wegen Bodenwellen ohnehin ausgebessert werden und bietet nun durch den neuen Untergrund und die Kennzeichnungen am Boden beste Qualität für den Schulsport wie auch für den Leistungssport“, erläuterte der Kreis-Pressesprecher die vorgenommenen Arbeiten.Die Kosten dafür in Höhe von 14 500 Euro trage in voller Höhe der Kreis, „also auch kulanterweise für die zusätzlichen Arbeiten, die für den Trainingsstandard der LGM notwendig gewesen sind“, hob Walzer heraus.

Zukunft scheint gesichertEine Unterstützung für die LG Maintal hat auch die Stadt Maintal zugesagt, wie die städtische Pressesprecherin Nicole Bilz auf unsere Nachfrage hin bestätigte. „Was konkret durch die Stadt Maintal gefördert wird, ist allerdings noch nicht festgelegt. Dazu müssen noch weitere Gespräche stattfinden, insbesondere mit der Schule und dem Main-Kinzig-Kreis als Schulträger und Eigentümer der Fläche“, erklärte Bilz. Tatsache ist auf jeden Fall, dass es für die Leichtathletik in Maintal weitergehen wird.Das freut nicht zuletzt den engagierten Trainer Becker, der darauf verweist, dass die Leichtathletik-Gemeinschaft über einige talentierte Jugendliche verfüge, die auch Ende Juni bei den Hessischen Meisterschaften U 18 in Gelnhausen an den Start gehen werden. Besonders hebt er dabei die Leistungsstärke von Adrian Bahr heraus, der sich Ende April in Friedberg mit persönlichen Bestleistungen über 100 Meter (11,8 Sekunden) und im Hochsprung (1,72 Meter) für Gelnhausen qualifizieren konnte.

Auch interessant