Gut ausgebaute Wege fördern den Radverkehr, was wiederum gut für die Umwelt ist: Die Rechnung der Grünen ist eigentlich ganz simpel. Mit ihrem Antrag wollen sie drei Abschnitte zur Hohen Straße, die einen Schotterbelag haben, mit Feinasphalt versehen lassen. Symbolfoto: Albrecht E. Arnold / pixelio.de

Maintal

Maintaler Grüne wollen bessere Asphaltierung der Radwege

Maintal. „Radwege müssen so gut sein wie Straßen, damit das Fahrrad als vollwertiges Verkehrsmittel akzeptiert wird“, sagen die Schönecker Grünen. Sie haben deshalb eine Initiative mit dem Namen „RadiuS 7“ im Gemeindeparlament eingebracht, der die Verbesserung einiger Radwege rund um Schöneck vorsieht.

Von David Scheck

Die Idee ihrer Schönecker Kollegen haben nun die Maintaler Grünen aufgegriffen und einen eigenen Antrag dazu in die kommende Stadtverordnetenversammlung am Montag, 24. September, eingebracht.

„RadiuS 7“ steht für „Radverkehr in und um Schöneck“. In diesem Konzeptpapier haben die Schönecker Grünen Lücken in den Radwegeverbindungen zu allen unmittelbaren Nachbarorten bis zu einer Entfernung von sieben Kilometern dokumentiert. Das Ansinnen der Grünen klingt logisch: Um Menschen davon zu überzeugen, öfter mal das Fahrrad zu nutzen oder sogar damit zur Arbeit zu pendeln, sind gut ausgebaute Radwege unerlässlich. Damit entsprechende Planungen nicht an der Gemarkungsgrenze enden, haben die Schönecker Grünen auch die Nachbarkommunen in ihr Konzept miteinbezogen.

Unterstützung erhält die Initiative von den Grünen-Verbänden in Niederdorfelden, Karben, Niddatal, Bruchköbel – und aus Maintal. Der Antrag der Grünen ist daher vor allem eine Unterstützung der Idee aus Schöneck.„Wir docken da an“, beschreibt es Hartmut König, der Experte der Maintaler Grünen für Verkehrsthemen. Er hat drei Abschnitte ausgemacht, deren Bodenbelag derzeit wenig einladend für Radfahrer beziehungsweise in einem Fall sogar gefährlich ist (siehe Grafik). Alle drei Wege führen zur Hohen Straße, die für Pedaleure eine beliebte Strecke darstellt und zudem als Verbindungsweg unter anderem zu den Nachbarorten Niederdorfelden und Schöneck fungiert. Die benannten Wegabschnitte sollten mit Feinasphaltierung versehen sein, macht König die Forderung seiner Partei deutlich.

Ein Planungsbüro müsste bei entsprechendem Beschluss die Möglichkeiten der Umsetzung und eine Kostenschätzung erarbeiten, erläutert König. Während Schönecks Grüne gerne 150 000 Euro und damit ein Fünftel der Mittel verwenden würden, die ihre Gemeinde aus der Hessenkasse erhält, sieht König für Maintal die Möglichkeit, „das im Haushalt unterzubringen“. Dessen Beratung und Beschluss steht in diesem Herbst wieder auf der Agenda der Stadtverordneten. In der kommenden Septembersitzung wird Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) ihren Entwurf für das Jahr 2019 ins Parlament einbringen.

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